Wann muss ich 19% ausweisen?

2 Antworten

Wenn Du derzeit die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG in Anspruch nimmst, so gilt das für ein Jahr. In diesem Jahr wird immer keine USt. ausgewiesen. Kommst Du über die 22.000 EUR Umsatzgrenze hinweg, dann bleibt das so bis zum Jahresende.

Allerdings wirst Du im folgenden Jahr dann die Regelbesteuerung verwenden müssen, d.h. Leistungen aus dem Folgejahr sind dann mit 19% USt. (oder 7%) auszuweisen.

Danke für die klare Antwort.

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Du musst nie umsatzsteuerfrei ausweisen. Du kannst immer die normale Versteuerung wählen .

Ich meine auf den Rechnungen, die ich ausstellen. Wann muss ich dort 19% draufschreiben.

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@Jelly22

Muss ich dann nicht die 19% alles über 22.000 nicht sonst nachzahlen?

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@Jelly22

Bitte einmal § 19 UStG lesen.

"Die für Umsätze im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 geschuldete Umsatzsteuer wird von Unternehmern, die im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 bezeichneten Gebieten ansässig sind, nicht erhoben, wenn der in Satz 2 bezeichnete Umsatz zuzüglich der darauf entfallenden Steuer im vorangegangenen Kalenderjahr 22 000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Kalenderjahr 50 000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird. "

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@Eifelia

Du kannst aber jederzeit FREIWILLIG (mit Wirkung zum Beginn des Kalenderjahres!!) auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung verzichten:

" Unternehmer kann dem Finanzamt bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung (§ 18 Abs. 3 und 4) erklären, dass er auf die Anwendung des Absatzes 1 verzichtet. "

Machst Du das noch für 2022, so müsstest Du aus den bisher ohne USt ausgestellten Rechnungen die Umsatzsteuer herausrechnen und abführen. Soweit die Rechnungsempfänger vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer sind, könntest Du Dir die Umsatzsteuer mittels korrigierter Rechnung von denen noch holen - bei Privatleuten als Kunden geht das aber nicht und könnte daher teuer für Dich werden.

Auch wenn Dein Umsatz in diesem Jahr unter 22.000 € bleibt, kannst Du aber dennoch für 2023 auf die KUR verzichten - das musst Du dem Finanzamt dann wie erklärt nur mitteilen - und für Leistungen ab dem 01.01.2023 Umsatzsteuer ausweisen und auch Vorsteuer beanspruchen.

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@Eifelia

Nur, wenn man optiert, ist man für 5 Jahre gebunden. Bei Überschreiten der Grenze in 2022 wird man ja automatisch Regelbesteuerer, und hätte die Freiheit, es in späteren Jahren wieder zu ändern.

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@Eifelia

Also heißt ich muss 2022 trotz überschreitung nicht 19% ausweisen. Erst dann 01.01.2023.

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