Wann kann man einen Versorgungsausgleich bei Ehescheidung abändern lassen?

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2 Antworten

Die Abänderung ist nach dem §10a Versorgungshärteregelungsgesetz (VAHRG) möglich, wenn sich an der damaligen Berechnung etwas geändert hat.

Die damals berechneten Renten müssen sich in der Höhe geändert haben. Gründe können sein:

  • eine bei der Scheidung errechnete Versorgung (Ärzte, Architekten usw.) fällt wesentlich niedriger aus als damals berechnet

  • eine Betriebsrente, die zum Zeitpunkt der Scheidung noch nicht unverfallbar geworden ist und nicht mitberechnet wurde, ist jetzt unverfallbar

  • bei der Frau sind Kindererziehungszeiten zu berücksichtigen

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http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=VAHRG_10AANL2

Hallo Bernd noch eine Anwort dazu. Der Versorgungsausgleich wird zum Zeitpunkt der Scheidung berechnet, wenn Du dann viele Jahre später in Rente gehst, kann die Rentenberechnung natürlich von der damaligen Rechnung abweichen, sei es, daß bestimmte Zeiten (wie z. B. Schul- oder Studienzeiten, Arbeitslosigkeitszeiten) nicht mehr oder nicht mehr so gut angerechnet werden oder es kann auch sein, daß die Rentenberechnung anders gemacht wird. Auch bei den Kindererziehungszeiten gab es Änderungen, diese gibt es seit 1986, war die Scheidung vorher, dann sind diese "Kinderzeiten" im Konto der Frau noch gar nicht angerechnet worden, dann wurden diese Zeiten außerdem ab 1998 - 2000 höher bewertet, war die Scheidung davor, ist diese Höherbewertung noch nicht in den Versorgungsausgleich miteinbezogen. Würde Dir empfehlen einen kundigen Rechtsanwalt einzuschalten oder erst mal die Beratungsstelle der Rentenversicherung aufzusuchen, die können Dir vielleicht einen Tipp geben, ob Dein Versorgungsausgleich heute günstiger für Dich gerechent würde, den Antrag kannst Du dann beim Gericht stellen. Doch Achtung, den Schuß kann auch nach Hinten losgehen, sollte der Antrag gestellt sein und Deine Ex-Frau mit neuer Berechnung besser wegkommen, so würde dies durchgeführt, denn beantragt ist beantragt.

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