Wann ist eine Steuererklärung wirklich "abgeschlossen"?

3 Antworten

Danke für die zahlreichen Antworten.

Das die Bescheide bzgl. der Gerichtsverfahren auf Bundesebene noch nicht final ( = §165) sind ist mir bewusst.

Jedoch wurde schon korrekt erkannt, dass hier keine Vorläufigkeit bzgl. Nachprüfung vorliegt (das wäre ja §164).

Ich habe keine große Gewinne oder Umsätze erwirtschaftet und hatte mich nur gefragt, ob ich diese Jahre (also Bescheide mit ausschließlich §165) als "abgeschlossen" in eine dunkle Ecke verpacken kann, oder ob diese bei einer späteren Prüfung doch wieder geöffnet werden können.

Habe ich das jetzt korrekt gelesen, dass mit einem wirklichen "Abschluss" erst nach 5 Jahren bzw. sogar erst nach 10 Jahren zu rechnen ist? Das ich die Unterlagen so lange aufheben muss, ist bekannt.

Das kann man hier nachlesen:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/2018-01-15-Vorlaeufige-Steuerfestsetzung-anhaengige-Musterverfahren.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Die sind noch nicht endgültig, weil es noch etliche Gerichtsverfahren wegen möglicher verfassungswidriger Gesetzesregelungen gibt.

Und weil die vorläufig sind muss man in diesen Punkten keinen Einspruch einlegen.

Das spart Steuerberatern und Finanzämtern jede Menge Arbeit.

Sollte irgendwann mal zugunsten des Bürgers entschieden werden werden die Bescheide in diesem Punkt dann automatisch vom Finanzamt geändert.

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Dieser Grund der Vorläufigkeit ist klar.

Die Sorge des Fragestellers war aber auch: "Kann ich für diese abgeschlossenen Jahre jetzt noch nachträglich geprüft werden" - Vielleicht fällt Dir noch etwas Be(un)ruhigendes dazu ein?

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@LittleArrow

LittleArrow, Du verstehst mich jedenfalls. Der Fragesteller will doch nur wissen, ob er sich nun entspannt zurücklehnen kann, ohne Angst vor einer Betriebsprüfung haben zu müssen. Ich glaube eher Nein, also eine Betriebsprüfung rückwirkend wäre m.E. möglich.

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Die Festsetzungsverjährung beträgt normalerweise 4 Jahre, bei begründetem Verdacht auf Steuerhinterziehung 10 Jahre.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://de.wikipedia.org/wiki/Festsetzungsverj%25C3%25A4hrung&ved=2ahUKEwj35-aD3L3fAhXQMewKHbfeBDsQFjABegQIDhAE&usg=AOvVaw18O92LzmnVL53Sc7SDrzsE

Normalerweise werden wohl die letzten 3 Jahre geprüft.

https://www.google.com/url?sa=t&source=web&rct=j&url=https://www.steuertipps.de/selbststaendig-freiberufler/themen/betriebspruefung-auch-fuer-11jahre-moeglich&ved=2ahUKEwiN8uPC1r3fAhVL-6QKHZD8DU4QFjAHegQIBRAB&usg=AOvVaw2IeV5EcDmS00leY2qsVZXg

Du musst die Unterlagen 10 Jahre lang aufbewahren, eigentlich sogar mindestens 11 Jahre, da die 10 Jahre wohl erst mit der Abgabe der Steuererklärung beginnen.

Das ist jetzt alles etwas ungenau, hilft Dir aber evtl. schon einmal weiter im Ergebnis.

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siehe meinen Beitrag....

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Ich denke, Du verwechselst da etwas.

Die Bescheide stehen nicht unter dem Vorbehalt der Nachprüfung, weil evtl. eine BP durchgeführt werden soll.

Sie sind lediglich programmgemäß vorläugig wie Millionen andere Bescheide auch.

Schau Dir mal Deine eigenen an.

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