Wann ist eine Geldanlage in Gold steuerfrei?

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Beim Kauf und späteren Verkauf von Gold (physisch) können Gewinne aus privaten Veräusserungsgeschäften entstehen. Liegen zwischen Kauf und Verkauf mehr als 12 Monaten fällt diese Steuer nicht an. Bei kürzerer Zeit mit Verkaufsgewinn wird der Ertrag mit dem individuellen Steuersatz belegt.

Der Kauf und Verkauf von Goldmünzen oder Goldbarren ist umsatzsteuerfrei, wenn die Goldmünzen bzw. Goldbarren Anlagegold i.S. des § 25c Abs. 2 UStG sind, d. h.

Goldbarren: Gold in Barren- oder Plättchenform mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995 Tausendstel Goldmünzen, die einen Feingehalt von mindestens 900 Tausendstel aufweisen, nach dem Jahr 1800 geprägt wurden, in ihrem Ursprungsland gesetzliches Zahlungsmittel sind oder waren und üblicherweise zu einem Preis verkauft werden, der den Offenmarktwert ihres Goldgehalts um nicht mehr als 80 Prozent übersteigt.

Am besten garnicht. Aber, wenn man sich schon nicht aufhalten läßt, dann muß man wissen, dass ausschließlich Gewinne aus physisch gehaltenem Gold -insbesondere von Goldbarren- steuerfrei sind und auch nur dann, wenn zwischen An- und Verkauf mehr als 12 Monate vergangen sind.

Wenn man allerdings nach 12 Monaten Verluste einfährt -was nicht auszuschließen ist, weil der Goldpreis boshafterweise auch sinken kann- dann ist das leider Privatvergnügen an dem sich Vater Staat nicht beteiligt.

Wer immer an eine Goldanlage denkt, sollte sich nicht nur die Entwicklung des Goldpreises in der letzten 30 Jahren vor Augen führen, sondern auch die zahlreichen Nebenkosten der Golderwerbs (Aufschlag auf den Goldpreis durch den Verkäufer) und Goldbesitzes (Tresormiete)

Die Anlage in Gold kann auf verschiedene Weisen erfolgen.

  • Physisches Gold ist nach Ablauf der Spekulationsfrist von 12 Monaten steuerfrei veräußerbar, d.h. Du kannst Verluste nicht mehr mit Gewinnen verrechnen und Gewinne sind nicht zu versteuern.

  • Zertifikate, ETPs und ETFs auf Gold unterliegen der Abgeltungssteuer.

  • Physisch besicherte Produkte (z.B. Xetra Gold) sind lt. BMF-Schreiben Zertifikate, auch wenn sie die physische Auslieferung zusichern. Anlageprodukt ist letztendlich eine Schuldverschreibung, kein Besitzpapier an einem bestimmten, nur verwahrten Goldbestand. Es soll jedoch Fälle geben, in denen Einsprüche gegen die Abgeltungssteuer Erfolg hatten.

Bedenke, daß Gold recht volatil sein kann. Auf keinen Fall sollte man investieren ohne Absicherung nach unten, was bei physischem Goldbesitz natürlich schwer ist. Physischer Goldbesitz hat jedoch das Problem recht großer Spreads, d.h. Spannen zwischen An- und Verkaufskursen.

feingold 99% ist steuerfrei

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