Wann ist eine falsche Größenangabe einer Wohnung ein Mangel? Oder gibt es andere Rechte?

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Stellt sich heraus, dass eine Wohnung deutlich kleiner ist als im Mietvertrag behauptet, kann sich der Mieter Geld zurückholen. In einem solchen Fall liegt ein Mangel vor, der eine Mietminderung rechtfertigt. Darauf weist der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin unter Berufung auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) hin. (AZ: VIII ZR 133/03) Die tatsächliche Wohnungsgröße darf demnach nicht um mehr als zehn Prozent unter der im Mietvertrag genannten Fläche liegen.

In dem entschiedenen Fall war in einem Mietvertrag eine Wohnfläche von 96 Quadratmetern ausgewiesen. In Wirklichkeit hatte die Wohnung aber nur eine Größe von 86 Quadratmetern. Als der Mieter darauf aufmerksam wurde, verlangte er für die Dauer von knapp zwei Jahren anteilig Miete zurück. Insgesamt waren mehr als 2000 Euro zusammengekommen. http://www.netzeitung.de/nachrichtenarchiv/37773554FalscheWohnungsgroessekommtVermieter_teuer.html

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