Wann ist eine Falschberatung verjährt?

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1 Antwort

Das kommt auf die Art der Ansprüche an.

Es gibt das Gesetz zu Zertifikaten und Ansprüchen aus Falschberatung von 2009: http://www.bgbl.de/Xaver/start.xav?startbk=Bundesanzeiger_BGBl&jumpTo=bgbl109s2512.pdf

Ansonsten gilt für Ansprüche aus Falschberatungen die Verjährungsfrist von drei Jahren ab Kenntnis der Falschberatung. Wurde also ein Fonds beispielsweise in 2009 geschlossen, so lief die Frist Ende 2012 bereits ab.

Für Ansprüche, die zwischen 2002 (Schuldrechtsreform) und 2009 (neue Kapitalmarktgesetze) entstanden, gibt es eine 10-jährige Übergangsfrist für die Verjährung.

Weiterhin wäre zu klären, ob es sich um Falschberatung oder andere Straftatsbestände (z.B. Veruntreuung, Betrug, Nötigung) handelt. Hier gelten z.T. andere Fristen.

Es ist also genau zu prüfen, wann welcher Anspruch entstand und wann der Sachverhalt dem Anleger zur Kenntnis gelangte. Weiterhin ist zu prüfen, ob wirklich eine Falschberatung vorlag oder ob es einfach nur Naivität oder Gier eines Anlegers war, die zu schlechten Anlagen führte.

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