Wann Gewerbeanmeldung und bis wann müssen Einnahmen erzielt werden?

1 Antwort

"Gibt es hier eine Schonfrist von ein paar Jahren?" - diese Frage zeigt doch schon, dass Du gar nicht die Absicht hast, Einnahmen zu erzielen.

Oder Du verschweigst Wesentliches.

Wann wird man wohl ein Gewerbe anmelden - wenn man eines ausübt.

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Falsch. Die Absicht besteht natürlich, denn warum würde ich mir sonst Gedanken machen ein Gewerbe zu eröffnen. Außerdem habe ich die Tatsache dem Finanzamt schon angezeigt. Es gibt Zeiten im Leben, in denen man etwas kürzertritt, z.B. bei Schwangerschaft und Mutterschutz.

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@Timanta

Ok, Du hast dir Gedanken gemacht. Hoffentlich meinst Du damit, wie Du dem Finanzamt die genannte Absicht glaubhaft machen kannst . Darauf kommt es auch an.

"dem Finanzamt schon mitgeteilt" ist wohl die Tatsache, dass Du Betriebsausgaben geltend gemacht hast ("abzugsfähig gemacht" ist ein lustige Formulierung).

Jetzt kommt es darauf an, wie lange der/die Bearbeiter kommenden Verlusten zuschauen, ohne sie zu streichen.

Normalerweise sollten die ersten Bescheide dahingehend vorläufig ergehen und bei fehlender Absicht erfolgen Berichtigungen.

Eine "Schonfrist" gibt es nicht - es kommt immer auf die Umstände an.

Jedenfalls würde ich Steuerersparnisse zur Seite legen, um Nachzahlungen leisten zu können.

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Gewerbe nachträglich abmelden (nach Umzug)?

Ich war während meines Studiums nebenberuflich selbstständig. Nach Beendigung des Studiums bin ich dann nach einer 6 monatigen Pause ein Angestelltenverhältnis eingegangen, in dem ich mich jetzt seit über einem Jahr befinde. Der Haken an der Sache ist, dass ich das Gewerbe nie abgemeldet hatte! Die letzten Einnahmen aus dem Gewerbe waren noch zu Studienzeiten, d.h. während des Angestelltenverhältnisses sind keinerlei Einnahmen erzielt worden.

Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere Probleme, die die Sache weiter komplizieren:

- Ich habe nach dem Studium den Wohnort gewechselt ohne eine erneute Gewerbeabmeldung & -wiederanmeldung durchzuführen.

- Ich habe für 2015, 2016 und 2017 weder eine Einkommens- noch Umsatzsteuererklärung abgegeben.

Anscheinend ist es möglich ein Gewerbe auch nachträglich abzumelden. Für mich stellt sich nur die Fragen zu welchem Datum ich das am Besten mache (z.B. Datum des Umzugs in andere Stadt) und welche Konsequenzen außer ggf. Straf-/Zinszahlungen mir drohen (Stichwort Ordnungswidrigkeit für zu spätes Ab-/Ummelden)!?

Die Einkommens- und Umsatzsteuererklärungen hole ich gerade nach, hier stellt sich mir noch die Frage, an welche Finanzämter diese jeweils gehen, wenn ich jeweils verschiedenen Städten (mit anderen FAs) gewohnt habe!?

Tausend Dank im Voraus - Ich hoffe Ihr könnt mir bei meinem Schlamassel helfen, dass ich mir hier eingebrockt habe...

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Angestellt + nebenbei Selbstständig. Ab wann Liebhaberei?

Guten Tag,

Ich war die letzten acht Jahre selbstständig als Tonmeister tätig und habe seit dem ersten Jahr der Unternehmensgründung Gewinne erzielt. Gleichzeitig habe ich in großem Umfang ein Betriebsvermögen (Tonequipment) aufgebaut und angefangen abzuschreiben. Der Großteil dieser Abschreibungen (und steuerlicher Entlastung) steht noch aus.

Allerdings habe ich im letzten Jahr zugleich eine Tätigkeit als Angestellter aufgenommen (Equipment wird hier nicht genutzt), das selbstständige Unternehmen läuft in Absprache mit dem Arbeitgeber seitdem nebenher. Im letzten Jahr habe ich beim selbstständigen Unternehmen noch hohe Gewinne gemacht. Dieses Jahr werde ich deutliche Verluste erzielen (kaum Einnahmen, weiterhin Abschreibungen als Ausgaben).

Ich möchte von den Ausgaben des Unternehmens weiterhin profitieren und damit die Steuerlast meiner Anstellung senken. Die Rechtfertigung sehe ich darin, dass ich mit dem Betriebsvermögen das ich beim selbstst. Unternehmen abschreibe, zuvor große Gewinne erzielt und versteuert habe (Die eigentlichen Ausgaben für das Betriebsvermögen kamen mir damals ja nur in kleinem Umfang zugute).

Meine Frage:

Ab wann wird mir dieses Unternehmen als Liebhaberei ausgelegt? Und wenn es nicht direkt in diesem ersten Verlustjahr passiert, könnte es später rückwirkend auf den jetzigen Zeitpunkt gelegt und Steuern rückverlangt werden? Welchen Effekt hätte die völlige Betriebsauflösung, würde ich nicht durch Übergabe des Betriebs- ins Privatvermögen Gewinne erzeugen, die die Steuerlast erhöhen?

Besten Dank und MfG,

Gregor

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