wann endet ein pflichtteilsanspruch

3 Antworten

Wenn Du die letzten 21 Jahre auf einer einsamen Insel verschollen gewesen bist könnte es noch gelingen Ansprüche geltend zu machen, ansonsten nicht. Verjährung heißt das Zauberwort. Die kann zwar nur greifen wenn die Einrede erhoben wird, aber wer zahlt schon freiwillig Geld?

auf einer einsamen Insel verschollen

Insel mit 10 Buchstaben im Roten Meer?

Westberlin.

0

Der Pflichtteilsanspruch verjährt 3 Jahre nach Kenntnis des ihn begründenden Anspruchs.

Hätte der Erblasser etwa eine nunmehr nachweisliche Vaterschaft geleugnet, wäre ein uneheliches Kind von den Erben gegenüber dem Nachlassgericht nicht benannt oder hätte er durch Auslandsaufenthalt erst jetzt Kenntnis davon erlangt, dass sein Anspruch aus 1986 nicht erfüllt wurde, begänne die Frist erst mit Kenntnis.

G imager761

Alleinerbe und Pflichtteil

Guten Tag,

Erblasser: Verstorbener Vater

Erbberechtigte Personen?: Sohn P. Tochter E.

(Jeweils 1 Halbbruder und 1 Halbschwester mütterlicher Seitz, Mutter ist
vor 18 Jahren verstorben ist und per Pflichtteil wurde von Vater ausbezahlt.)

Mein 95jähriger schwerpflegebedürftiger und verwitweter Vater ist kurz vor Weihnachten verstorben. Er wurde von mir (Sohn P. und meiner Ehefrau) die letzten fast 4 Jahren mit Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes in seinem Häuschen gepflegt und erst Mitte August, nach einem Totalzusammenbruch - und nachdem keine häusliche Pflege mehr möglich war - von mir in einem nahegelegenen Pflegeheim untergebracht (habe eine Generalvollmacht) , dort wurde wirklich für ein Würdiges Weiterleben gesorgt.

Ich hatte meinen Vater, der ja nur 500 € Rente und ca. 10000 € Rest-Ersparnis hatte, ab dort monatlich jeweils 350 € Pflegezuschuss überwiesen, da das Pflegeheim ja sehr, sehr teuer war.

  • Mein Vater hatte 1999 ein notarielles Testament gemacht und mich als "alleinigen und ausschließlichen Erben" für das vorhandene sanierungsbedürftige Häuschen mit kleinem Garten und einen kleineren übriggebliebenen Geldbetrag eingetragen, da er von seiner Tochter E. im Stich gelassen wurde und diese Ihr Erbe bereits vor vielen
    Jahren ausbezahlt bekam (Erbvertag war in einer bekannten Geldkassette und war
    verschwunden).

  • Meine leibliche Schwester E., hatte eigentlich schon vor vielen Jahren ihr Erbe
    ausbezahlt bekommen, sie lebt seit über 15 Jahren mit ihren Freund in einem südlichen Land und lässt den „Herrgott einen guten Mann“ sein

    o der zu jener Zeit aufgesetzte private Erbvertrag ist wieder verschwunden, wie auch damals vor über 18 Jahren das handschriftliche Testament meiner Eltern als meine Mutter starb, in diesem ich außer meinem Vater auch als Erbe erwähnt wurde (es war niemanden etwas nachzuweisen wer das damalige Testament u. später den priv. Erbvertrag entnommen hatte...)

    o Meine Schwester kümmerte sich seither wie auch zuvor nicht mehr um ihren Vater, und auch nicht um meine und meiner Ehefrau "unserer" Entlastung, als sie
    von mir telefonisch von fast 4 Jahren erfuhr, dass unser Vater einen Herzstillstand
    hatte und von nun an pflegebedürftig war.

    o Sie besuchte Vater das letzte Mal vor über 5 Jahren zum 90. Geburtstag für einige Stunden, das war der 2. Besuch seit über 15 Jahren.

Meine Frage:

  • Muss ich meiner Schwester trotz diesen Vorkommnissen den Pflichtteil von 25 % der Gesamterbes ausbezahlen?
  • Das doch sehr renovierungsbedürftige Haus muss erst von mir geräumt und verkauft werden (und ich und meine Ehefrau müssen wieder, wie all die vielen Jahre zuvor, alles
    aus eigener Kraft stemmen und die anderen sonnen sich)
  • Kann ich, wenn ich den Pflichtteil ausbezahlen müsste, eine Stundung beantragen, bis der wahre Wert ermittelt oder durch Verkauf erzielt wird.

Vielen Dank

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Guten Tag leibe Ratgeber/In. Ich möchte gerne die Meinungen sammeln bezüglich das Berlinerer Testament und Schenkungen. Meine Eltern haben sich für ein Berliner Testament entschieden und mich nach dem Ableben des Längstlebenden als Alleinerbe genannt (mehr steht nicht im Testament, keine Klausel usw.). Inzwischen ist mein Vater schon lange verstorben und meine Mutter hat mit fast 91 Jahren ein Brutto-Nießbrauch für den Dritten (Enkel)d.h. lebenslang mit Vorkaufsrecht sowie dem Ausschlus von allen Reparaturen und Indstandhaltungen, Übertrag auf den Dritten von der Imobillie beim Grundbuchamt eintragen lassen, obwohl ich davon gar nichts wusste.Der Enkel hat meine Mutter nie gepflegt oder ähnliches. Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus und der Dritte bekam sogar mehr Wohnfläche als ich. Da meine Mutter bereits zur diesem Zeitpunkt sehr krank war, kam der Notar zur ihr nach Hause (nicht sein Bezirk) um diesen Vorgang zu bearbeiten. Ein Paar Wochen später starb meine Mutter. Der Nießbraucher hat 1 Tag vor dem Ableben meiner Mutter die Schlösser ausgetauscht, sodass ich gar nicht mehr in die Wohnung kommen konnte, hat alle Gegenstände und Möbel bereits verkauft, obwohl der Erbschein mir noch nicht vorlag. Inzwischen habe ich erfahren, dass mein Erbe fast gar kein Wert hat, da ich das Haus mit diesem Nießbrauch kaum verkaufen kann, außerdem zahle ich alle Reparaturen, Gartenarbeiten usw, aus meiner Tasche, obwohl ein Teil der Imobillie vermietet ist, die ist nicht Kostendeckend und wenn es so weiter geht, dann bin ich wirtschaflich total ruiniert. Die Klage habe ich bereits gegen die Entscheidung eingereicht, aber habe trotzdem ein sehr ungutes Gefühl, bitte um Unterstützung, da ich alles wie Anwälte, Gericht usw. in Vorkasse treten sollte. Habe ich irgendwelche Möglichkeit auf Herausgabe eines Geschenks oder ähnliches? Danke

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