Wann bzw. warum kommt es hier zu einer "fruchtlosen Pfändung" obwohl ein Haus vorhanden ist?

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2 Antworten

Bigidi:

Es fällt nicht in das Aufgabengebiet des GV, die Immobilien- zwangsversteigerung zu veranlassen. Er hat den Auftrag, die Pfändung von Mobilien vorzunehmen.

Es ist Sache des Gläubigers,  u.a. nach Immobilien zu recherchieren und aufgrund des Titels eine Zwangssicherungshypothek eintragen zu lassen. Anschliessend  würde es ihm frei stehen, beim Vollstreckungsgericht die zwangsweise  Immobilien-Versteigerung zu betreiben.

In bestimmten Zeitintervallen sollte der Gläubiger, gerade bei hohen offenen Forderungen, die Vermögensverhältnisse des Schuldners erneut überprüfen. Z. B. hätte hier ein einfacher Grundbuchauszug für 10 €   Gewissheit gebracht.

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Das kann ganz einfach daran liegen, dass der Vollzugsbeamte nicht gefrgt hat und der Hauseigentümer nichts gesagt hat.

DEr Vollzugsbeamte geht in die Wohnung, sieht sich um, fragt, ob gezahlt werden kann udn geht wieder.

Nur wenn der Gläubiger dem Vollzugsbeamten sagt, dass ein Vermögensverzeichnis angefordert werden soll (früher eidesstattliche Versicherung EV), muss der Hauseigentümer das angeben.

Die Gerichtsvollzieher sind meist in Eile, lassen einen Blick schweifen, sehen evtl. noch in Schränke, ob da eine Münzsammlung liegt usw. und gehen wieder. Die Kohle für den Besuch ist verdient.

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Kommentar von bigidi
02.05.2017, 14:39

Vielen Dank für Ihre erste Antwort. Ich bin selbst mit dem Vollzugsbeamten und dem Schuldner am Tisch gesessen und wir haben ihm gesagt, dass das Haus nun im Besitz des Schuldners ist. Der Beamte hat sogar noch "oha..." gesagt... 

Daher werde ich nicht ganz schlau daraus, dass hier eben die fruchtlose Pfändung festgelegt wird.

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