Wann braucht man ein EÜR Formular?

1 Antwort

In der Anlage S trägst du ein, wie hoch dein Gewinn aus der freiberuflichen Tätigkeit war.

Und in der Anlage EÜR wird eingetragen, woraus sich dieser Gewinn im Einzelnen ergibt: Betriebseinnahmen minus Betriebsausgaben = Gewinn. Am Ende steht also wieder dieselbe Zahl, die auch in der Anlage S steht. Oder anders formuliert: Die Anlage EÜR ist die Erläuterung der Anlage S zur Einkommensteuererklärung.

Ich weiß nicht, was du mit deinen 17.550 EUR willst, wo du diese Zahl her hast und weshalb du dich daran so festbeißt. Sie spielt jedenfalls im Rahmen der Einkommensteuererklärung keine Rolle.

In die Anlage Vorsorgeaufwand kommen die Vorsorgeaufwendungen, deswegen heißt sie nämlich so. Und was Vorsorgeaufwendungen sind, findeste du hier:

https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__10.html

Es ist nur, ich dachte man braucht ein Eür formular nur wenn der Gewinn als Freiberuflicher mehr als 17.550€ (ungefähr glaube ich) ist. Und ich wollte mal fragen dann, woher dieser Zahl kommt. Brutto Gewinn ohne Vorsorgeaufwand oder mit. Die Gesetze sind wirklich schwer zu verstehen...

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@Aleatoire

Womöglich kennst Du diesen Betrag von der Kleinunternehmerregelung. Dort gibt es die Umsatzgrenze von 17500,- €.

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@Aleatoire

Grundsätzlich ist eine Steuererklärung auf amtlichem Formular abzugeben.

Die Finanzverwaltung beanstandet es lediglich nicht, wenn die Gewinnermittlung für die selbständige Tätigkeit anstelle im Formular EÜR formlos erstellt und der Steuererklärung beigefügt wird.

Aber egal, ob formlos oder auf dem Formular - der Steuererklärung beigefügt werden muss sie auf jeden Fall; und da du ja ohnehin verpflichtet bist, die Steuererklärung auf elektronischem Wege abzugeben (§ 25 Abs. 4 Satz 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 EStG), kannst du auch die Anlage EÜR ausfüllen, die zu jedem vernünftigen ELSTER-fähigen Programm gehört.

Die Gesetze sind wirklich schwer zu verstehen...

Dem Gesetz kannst du da keinen Vorwurf machen; im Gesetz - jedenfalls soweit es die Einkommensteuer betrifft - steht diese Zahl (17.550 EUR) ja gar nicht drin. Die Zahl von 17.500 EUR stammt aus einem Erlass des Bundesfinanzministeriums: BMF, 10.2.2005, IV A 7 - S 1451 - 14/05

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