Wanderurlaub in den Alpen - sollte ich dafür eine Unfallversicherung abschließen?

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9 Antworten

Seit fast einem Jahr beschäftigst Du Dich mit diesem Thema (siehe w ww.finanzfrage.net/frage/wie-hoch-sollte-die-versicherungssumme-fuer-invaliditaet-einer-unfallversicherung-sein) und immer noch keine Entscheidung?

Grundsätzlich birgt ein Wanderurlaub in den Alpen andere und erheblich höhere Risiken wie ein Waldspaziergang, nämlich in einem wetter- und naturbedingt meist völlig unbekannten Umfeld. Dort ist Wandern in der Talsohle eher unüblich und man wagt sich in steiniges, gerölliges, manchmal glitschiges Gelände. Hinzu kommt idR eine Überschätzung der eigenen Fitness (insb. beim Bergabstieg) und Unterschätzung der wetterbedingten Gefahren (Wetterumschwung mit Kälteeinbruch, Nebel und Orientierungslosigkeit). Man muss und wird hier natürlich durch geländegängiges Schuhwerk, wettertaugliche Kleidung und aufmerksame lokale Beratung zur Interpretation des Wetterberichtes vorsorgen.

Die Überlegung zu einer kurzzeitigen Unfallversicherung (mit Einschluss der Bergrettungskosten) finde ich durchaus angebracht. Vielleicht gibt Dein Urlaubsbudget auch eine Kurzversicherung her. Einige kosten nur ca. € 1/Tag (per App von der bereits erwähnten Versicherung), aber leisten nur sehr eingeschränkt und ohne Übernahme von Invaliditätskosten. Vielleicht guckst Du Dir doch nochmal die Jahresvariante an und diesen Vergleich: http://www.test.de/Unfallversicherung-Raus-aus-miesen-Policen-4300658-0/

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Berge sind gefährlich, da kann was passieren und auch beim Sport oder in der Freizeit kann einem etwas passieren, daher ist eine private Unfallversicherung auf jeden Fall sinnvoll.

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stell dir die Frage generell, nicht nur wegen des Urlaubs. Das Leben steckt voller Unfälle und Risiken. Das Wandern in den Alpen ist nur ein Teil davon und vermutlich nicht riskanter als z.B. ein Haushalt.

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Das kommt darauf an was du vorhast. Bei hochalpinem Wandern mit Klettersteigen ist eine Unfallversicherung wohl anzuraten. Bei gemütlichen Spaziergängen eine Geschmackssache. Wenn du in den Alpenverein eintrittsts was auch für die Übernachtung auf Hütten sinnvoll ist, ist eine Unfallversicherung mit dabei.

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Helge001 27.03.2014, 13:39

Dabei aber achten, ob überhaupt Unfallversicherungsschutz gegeben ist. Denn bei hochalpinen Klettertouren gibt es Gesellschaften, die dieses Risiko ausschließen.

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Eine extra Unfallversicherung ist doch Unsinn. Die Unfallgefahr besteht 24 h jeden Tag abzüglich Arbeitszeit und Arbeitsweg. Damit will ich sagen ein UV schließt man nicht nur für ein singuläres Ereignis ab.


Bei der Unfallversicherung, der Versicherungen liebstem Kind, gibt es ziemlich unterschiedliche Meinungen. Eine UV soll eine massive plötzlich auftretende Veränderung im Leben eines Menschen abdecken. Einen schweren Unfall. Man benötigt einen Rollstuhl, einen Umbau am KFZ für den Rollstuhl, eine barrierefreie Wohnung, eine Einsstiegshilfe in die Badewanne etc. Diese Dinge können nur mit einer Menge Geld angeschafft werden. Ergo die Versicherung muss eine hohe Invaliditätssumme haben und auszahlen. Wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass Teilinvaliditäten nur von der Grundinvaliditätssumme an gerechnet werden. Die Progression gilt nur für Vollinvalidität. Eine Unfallrente ist nur erforderlich, wenn kein anderer Schutz besteht. Der kann eine private Berufsunfähigkeitsrente, private oder gesetzliche Erwerbsminderungsrente sein. Alle anderen Komponenten in einer UV wie Übergangsgeld Krankenhaustagegeld, Kurkostenbeihilfe etc. sind nicht erforderlich und verteuern bloß die Versicherung.

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LittleArrow 27.03.2014, 11:25

Ergo die Versicherung muss eine hohe Invaliditätssumme haben und auszahlen.

Na, wenn das keine Empfehlung ist;-)

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Niklaus 27.03.2014, 13:44
@LittleArrow

Die Versicherung per App würde ich nie empfehlen oder verkaufen.

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Man kann sich darüber unterhalten, ob man generell eine Unfallversicherung haben sollte. Möglicherweise ist die Fahrt zum Urlaubsort gefährlicher als das Wandern selbst.

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SimonuCarolaR 27.03.2014, 16:33

Gute Antwort, sehe ich genauso!

Mein Vater sagt auch immer, die Fahrt zum Flughafen ist gefährlicher als der Flug selbst.

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Hallo,

ein Wanderurlaub in den Alpen ist garantiert ungefährlicher als der Frühjahrsputz oder der Weg zur Arbeit.

Wenn Du schon alle notwendigen Versicherungen hast (z.B. BU und Haftpflicht) kann man auch über Unfall nachdenken.

Viel Spass

Barmer

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Nur fürs Wandern brauchst Du keine Versicherung. Glaubst Du wirklich, daß Du bei einer Wanderung eine Verletzung davon trägst, die einen Grad der Behinderung zu mind. 50% erreicht? Bei manchen Versicherungen reichen auch 30% um Leistung zu bekommen. Ich finde das sehr unwahrscheinlich. Beim Skifahren könnte ich mir das eher vorstellen.

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Mikkey 27.03.2014, 13:15

Auch beim Wandern kann man einen Abhang hinunterstürzen oder von herabfallenden Steinen (oder anderen Wanderern) getroffen werden.

Auch bei weniger schweren Verletzungen kann die erforderliche medizinische Behandlung ebenfalls zur Vollinvalidität führen - vielleicht ist das sogar das größte Risiko (-;

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LittleArrow 27.03.2014, 16:06

Nur fürs Wandern brauchst Du keine Versicherung.

Vielleicht verwechselst Du das mit Spazierengehen. In der Fragestellung ging es eher ums Wandern in den Alpen und nicht im Kurpark.

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Also mein Tip:

Frage Dich selbst: 1. Ist Dir schon mal etwas in dieser Art passiert? (Unfalltechnisch) - ja: 1 Punkt Nein:0 Punkte 2. Bist Du risikofreudig? - ja: 1 Punkt Nein:0 Punkte 3. Gutes Schuhwerk? - ja: 1 Punkt Nein:0 Punkte 4. Gute Sehnen, Knochen, Haltung? - ja: 2 Punkt Nein:0 Punkte 5. Selbsteinschätzung? (Bauchgefühl) - ja: 1 Punkt Nein:0 Punkte 6. glaubst Du an das Schicksal? - ja: 1 Punkt Nein:0 Punkte

Wenn Du 0-3 Punkte hast, dann schließe eine Versicherung ab. Alles darüber - schließe keine ab.

LG

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