Wären Steuersenkungen in D sinnvoll und in welchem Bereich konkret?

4 Antworten

Wir brauchen keine Steuersenkungen in unserem eingefahrenem und verkrusteten System, sondern eine Erneuerung und Vereinfachung in vielen Bereichen, insbesondere in der Einkommen- und Erbschaftsteuer.

Die ERbschaftsteuer in der jetzigen Form ist schwachsinnig.

80 % der Steuererklärungen bleiben ohne Bescheid mit Zahllast. die Kosten der Erbschaftsteuerveranlagung ist 1/3 des Aufkommens.

Man könnte sie, wie viele es möchten, abschaffen.

Auf der anderen Seite sticht auch das Argument, dass es ein Zufluss ist, ohne Leistung des Empfängers.

Zu überlegen wäre eine starke absenkung der Steuersätze, aber eine Verbreitung der Besteuerungsgrundlage.

Wenn heute Jemand keinen Erben (Sohn/Tochter) hat, aber ein Vermögen, was er an einen Neffen, oder einen guten freund gibt, fallen mindestens 30 % an.

Wie wäre es bei fremden mit 10 %, dann gäbe es auch nicht die Neigung zu Erwachsenenadoptionen.

Aber wenn Kinder ein Haus in München Grünwald erben, was locker 500.000,- wert ist, warum muss das steuerfrei sein wenn es selbst bezogen wird?

500.000,- * 2 % Steuer = 10.000,- Euro. Wo wäre das Problem? das ist weniger als die Miete, die man in einem Jahr spart.

Die Einkommensteuer gehört ausgemistet. Auch in Abstimmung mit der Körperschaftsteuer.

Wiedereinführung des Anrechnungsverfahrens und man könnte diesen ganzen Quatsch mit Halbeinkünfteverfahren abschaffen.

Warum wird Einkommen aus Zinsen und Dividenden geringer besteuert, als das, was durch Hände Arbeit erwirtschaftet wird?

usw. usw.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Vielen Dank, immer wieder sehr kompetent! Andere antworten hingegen wiederholt eher ausfallend bis aggressiv.

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@correct

Ein Tipp: Arbeite an deiner Wortwahl, sonst hat der Support künftig viel Arbeit. Diesen wörtlichen Ausrutscher lassen wir aber nochmal durchgehen....

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@lohepudel

" lassen wir aber nochmal durchgehen" - Ihr seid also mehrere - wir danken Euch und werden Euch weiterhin für Verarscher halten.

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@correct

"Ihr seid also mehrere ". Natürlich. Die geballte Wissenspower der ganzen Teilnehmer hier auf FF.

Aber was ist schon ein Verarscher? Werden wir nicht alle verarscht? Darum versuche ich ja durch gezielte Fragen kompetente Antworten in dieser Welt des Verarschens zu finden. Einen schönen Abend noch.

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@lohepudel

"geballte Wissenspower" - da hat aber Dein Übersetzer völlig versagt.

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"Warum wird Einkommen aus Zinsen und Dividenden geringer besteuert, als das, was durch Hände Arbeit erwirtschaftet wird?" Sehr sehr gute Frage!

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Mir fällt auf, dass kaum mehr in Deutschland versteuerte Zigaretten geraucht werden. Das ist übertrieben aber ich denke, es werden mehr und dass die Zollvorschriften geändert werden sollten. Warum nicht zwei Schachteln statt einer Stange je Person einführen lassen und warum die illegale Einfuhr nicht mehr prüfen und höher bestrafen?

Zum Thema halte ich viel von deutlich geringerer Steuer auf Aktien- und Fondsgewinnen und auf Dividenden. Wir kriegen die Altersarmut sonst nicht in den Griff und nachdem der Steuerspartrieb bei den Deutschen stärker ausgeprägt ist als der Sexualtrieb, könnte das dazu führen, dass mehr Menschen ihr Geld vernünftig anlegen. Gleichzeitig höhere Steuern auf Zinsen würden den Effekt verstärkten.

Einen ähnlichen Effekt hätte es, wenn Aktien- oder Fondsgewinne ab einem bestimmten Alter nicht mehr oder deutlich weniger besteuert werden.

Nach einer jüngsten Studie sind Aktien- und Fondsbesitz in weiten Teilen Deutschlands doch sehr verbreitet. Natürlich in den Regionen, in denen Alterarmut ein Probelm für Randgruppen ist. In anderen und nicht nur armen oder stark studentisch geprägten Regionen sieht es ausgesprochen mau aus und die könnte man durch Steuerfreiheit auf Fondsgewinne so hinter dem Ofen vorlocken, wie man ihnen vor 28 Jahren Lebensversicherungen verkauft hat.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/aktien-verteilung-deutschland-1.4076466

Ein Beispiel für gute Förderung von Aktien zur Altersvorsorge finde ich die sogenannten 401(k)-Pläne in den USA. Arbeitnehmer können dort einen Teil des Gehaltes in einem 401(k) Depot anlegen und das steuerfrei.

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@lohepudel

Es dürfte kaum ein Land ohne Altersarmutthematik geben, das Aktienanlagen nicht fördert.

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Zum Thema halte ich viel von deutlich geringerer Steuer auf Aktien- und Fondsgewinnen und auf Dividenden. Wir kriegen die Altersarmut sonst nicht in den Griff und nachdem der Steuerspartrieb bei den Deutschen stärker ausgeprägt ist als der Sexualtrieb, könnte das dazu führen, dass mehr Menschen ihr Geld vernünftig anlegen.

Das Problem sollte man anders lösen, damit es den Menschen, die fürs Alter sparen überlassen ist, ob sie Aktien kaufen, Rentenpapiere, ein Haus, oder was auch immer.

Wenn da Profis drüber nachdenken, lassen sich bestimmt Lösungen finden.

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@wfwbinder

Rentenpapiere sind als Geldwert zur langfristigen Vorsorge ungeeignet, da vor Inflation nicht geschützt.

Immobilieneigentum ist schon heute und wird in Zukunft noch mehr das größte aller Armutsrisiken sein. Zur Altersvorsorge sind sie schon weil man ja bis zum Lebensende irgendwo wohnen muss ganz sicher nicht empfehlenswert.

Länder, die das Thema Wohnen im Griff haben, haben wie Wien und andere die Städte als größte Vermieter.

Profis würden freilich zu guten Ergebnissen kommen. Leider werden die von Politikern und Journalisten verhindert, die oft noch weniger Ahnung von Geld haben als Steuerberater oder Anwälte.

Was auch immer ist auch sehr beliebt. Vor allem bei Leuten, die Menschen um ihr Geld bringen wollen.

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@Rat2010
Immobilieneigentum ist schon heute und wird in Zukunft noch mehr das größte aller Armutsrisiken sein. 

Du gestattest, dass ich da anderer Ansicht bin? Ich habe zwei Immobilien. Eine ist langfristig als Wohnimmobilie vermietet und inzwischen bezahlt. Die andere wird nächstes Jahr bezahlt sein, wenn ich selbst auf Dauer einziehe (bisher nur als Ferienimmobilie von mir genutzt, bzw. als Ferienimmobilie vermietet, um sie auch durch die Einnahmen zu bezahlen.

Ich werde wenn ich in UnRuhestand gehe eine gigntische Rente von 432,- Euro von der deutschen Rentenversicherung Bund bekommen.

Ich werde in einer eignen Immobilie wohnen, die mir mit allem, inkl. Poolreinigung ca. 750,- Euro Kosten macht (würde man die Mieten, wären es ca. 1.600,- + Nebenkosten, als Dauermiete) und aus der vermieteten bekomme ich sagen wir mal 3.000,- Euro + X.

Entschuldige bitte, wo siehst Du mein Armutsrisiko als Immobilienbesitzer?

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@wfwbinder

Tolle Beispiele, und gleich eines. Frage mal die, die sich scheiden lassen und jede Menge Schulden übrig haben. Hältst du die Fragen hier für Fake?

Glaubst du, du hättest dann, wenn du das Geld statt in die Immobilien in Fonds (in dem Fall Aktienfonds) gesteckt hättest, wengier als die 3.000 € + x?

Auch deine Sicherheit im Alter kommt nicht aus den Immobilien sondern aus den Reserven, die du dazu hast. Wenn der Mieter ein Jahr nicht zahlt, hättest du sonst ein Problem und wenn keiner mehr dort wohnen will oder eine große Sanierung ansteht ein großes Problem.

Nur werden natürlich alle Immobilien alt und wie sich eine Lage entwickelt, kann keiner vorhersagen. Unternehmen erwirtschaften dagegen logischerweise Ertrag und werden auch logischerweise teurer.

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@Rat2010

Ich stimme Dir ja gern zu, dass Immobilie und Immobilie ein Unterschied ist und man mit Mietern Pech haben kann. Habe ich im Moment in gewisser Weise, denn der Chef von dem "Unternehmen" was mein Mieter ist, ist ein GRoßmaul mit blonder Perücke. Mein Mieter ist die USBotschaft, weil das Haus nur ca. 300 Meter von der Botschaft entfernt ist udn die immer führende Leute dort unterbringen. Vorteil das Haus ist geschützt. Ist natürlich eine relativ seltene Situation.

Es war auch etwas provokativ gemeint, weil ich "Immobilie als Armutsrisiko" ebenso provokativ empfinde.

Aktien, klug gestreut sind zweifellos auch immer eine gute Anlage und ein Teil meiner Ersparnisse verdanke ich auch einigen günstigen Transaktionen. Von meinem sattesten Gewinn habe ich seinerzeit aber keine Rücklage gebildet, sondern mir den Wunsch nach einem Jaguar erfüllt (keiner der ein Gehege braucht und Fleisch frisst, sondern ein ganz normaler Benzinverbraucher).

Allerdings werde ich das Rentnerdasein auch wieder nutzen und mich etwas an der Devisenbörse umtun, denn damit kann man auch Geld verdienen, wenn man Zeit und Muße hat vor dem Bildschirm auszuharren.

Ich werde dann am Pool mal austesten, das wievielte Glas gut temperierter Weiswein, dann den Punkt bringt, dass man den richtigen Aussteigszeitpunkt verpasst. ;-) :-)

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