Wäre es für Nutzer von schweren Dienstautos ein Nachteil wenn rot-grün regiert wird?

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6 Antworten

Die Diskussion zur Erhöhung der pauschalen Versteuerung von 1% auf x% gab es ja immer mal wieder. Scheiterte gekanntlich immer an der Auto-Lobby, die dann angeblich mit erheblichen Absatzeinbußen rechnen (müssen). Die "Schwere" spielt übrigens bei der Versteuerung keine Rolle, sondern nur der Listenverkaufspreis.

Ich vermute sehr stark, dass die Grünen es gerne ändern würden, die Roten es aber aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht machen würden. Außerdem würde die Versteuerung auch etliche ehemalige rote Politiker treffen, die heute in diversen Unternehmen beschäftigt sind und entsprechende Dienstwagen fahren.

Nachteilig wäre es für Unternehmen, außer den Autoherstellern, nicht. Der Nutzer selbst müsste eben entsprechend höher versteuern.

Unsinn. Wer bezahlt effektiv denn solche Fahrzeuge? Ob man nun ein Gehalt um ein paar Tausend EUR im Jahr erhöht und davon einen großen Dienstwagen abzieht, oder ob der Dienstwagen ein klassischer A4/A6 ist und das Gehalt bleibt, spielt doch keine so große Rolle. Abgesehen davon ist das Thema doch wieder der typische Klassenkrieg: wir sind neidisch auf die Bonzen, die teure Dienstwagen fahren... also wählen wir SPD, die damit aufräumen. Tun sie nicht, denn in den Zeiten der SPD-Regierungen wurde ja auch weder etwas gegen Schattenbanken, Auswüchse bei Bankrisiken, noch gegen teure Dienstwagen unternommen. Alles nur Augenwischerei.

Wenn ich die Diskussion richtig verstehe geht es rot-Grün um eine höhere Besteuerung des CO2 Ausstoßes mit direkter Auswirkungen für die KFZ Steuer.

Das bedeutet eine Kostenerhöhung für den Arbeitgeber, für den Arbeitnehmer hat es keine direkten Auswirkung. Lediglich die Car Policy dürfte geändert werden. Für neue Arbeitsverträge bedeutet das kleinere PKW für bestehende Arbeitsverträge eine Änderungskündogung - wenn überhaupt.

Eine Anpassung der 1% Klausel habe ich noch nicht gelesen.

Aber Dienstwagenbesteuerung ist ja ein Dauerbrenner. Wobei bei den Neiddiskussionen eines gerne vergessen wird. Nämlich das Dienstwagen auch dafür genutzt werden. Vereinzelt fahren Dienstwagenbesitzer bis zu 80.000 km pro Jahr. Und jetzt Hand hoch, wer gerne einen solchen Job hätte...

wenn du die Frage schon so fragst, dann wird es nicht nur die Bürger treffen, die einen Dienstwagen haben, sondern viele von uns, wenn rot-grün regieren sollte - und sei es nur wg. des Veggie-Tages :)

Wenn es hier Einschnitte gäbe, dann träfe es alle, die dicke Autos dienstlich fahren. Damit träfe es auch viele Politiker.

Und klar ist doch auch, dass die Autolobby jeder kennt und keiner die so schnell zu sehr beschneiden würde, dass die Branche leiden würde. Wer sonst kauft denn diese teuren, dicken Autos, wenn nicht Politiker, Selbständige, Firmen oder Rentner.


Übrigens mal ne Geschichte aus Berlin: es gab schon vor vielen Jahren Entscheidungen der Grünen, die die Autofahrer viel kostete. Ich denke, es war die Ökosteuer.

Berliner Taxifahrer bestätigten mir damals, dass keiner Herrn Tritt-ihn mehr fahren wollte.

Und nun?

Es wäre für jeden ein Nachteil von rot-grün regiert zu werden. Wieso sollte davon für Dienstwagenfahrer eine Ausnahme gemacht werden?

Du hast offensichtlich den FOCUS gelesen.

Das ist Wahlgeplapper, sonst nichts. Ich wäre ja dafür, Firmenwägen steuerlich begünstigt nur noch bis max. 50.000,00 zuzulassen - wenn überhaupt. Herr Winterkorn und Herr Reithofer würden mir vermutlich den Ars.. versohlen. Und der entsprechenden Partei auch.

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