VWL auf Bausparvertrag - Mindestens 6 Jahre Einzahlung und 1 Jahr liegen lassen?

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6+1 gilt für alle VL-Verträge. Aber nach dem 6. Jahr kann man schon wieder einen neuen Vertrag starten. Persönlich halte ich Aktienfondssparpläne für VL besser.

Vermögenswirksame Leistungen folgen immer dem Modell von sechs Jahren und einem Ruhejahr. Allerdings ist bei Baussparverträgen der Einzahlungsbetrag recht gering, so daß sich das nicht wirklich so recht lohnt - zudem am Anfang ja auch Gebühren und Verwaltungskosten deutlich abgehen. Es kann also sein, daß hier nicht mehr viel übrig bleibt.

Es wäre sinnvoller, einen Fondssparplan oder einen Banksparplan als Variante zu wählen, um den Verlust durch Gebühren und Verwaltung so gering wie möglich zu halten.

Tzzzz .... also, bei einem Bausparvertrag gilt die Freizügigkeit der Besparung. Dank der Verbraucherschützer sollte die Bausparkasse dir einen Regelsparbeitrag nennen. Dieser führt bei regelmäßiger Besparung zu einer Zuteilung in 7 Jahren. Bei aktuellen Tarifen kannst Du jederzeit auch Sondersparzahlungen leisten, die die Zuteilung beschleunigen. weiterhin bekommst du für Einzahlungen außerhalb der VL auch Wohnungsbauprämie - sofern die Einkommens- und Beitragshöchstgrenzen - nicht überschritten werden.

Neben klassischen Baufinanzierungs-BSV gibt es auch eher zinsorientierte Tarife. Einfach danach fragen.

Hallo, meine Tochter hat von der BSQ Bausparkasse auf dem letzten Kontoauszug plötzlich keinen Bonus mehr. Darf die Bausparkasse den Bonus einfach entziehen?

Der Vertrag läuft schon über 7 Jahre und ist auch schon zuteilungsreif. Auf den Widerspruch meiner Tochter teilt die Bausparkasse nun mit, dass sie im Juni 2015 einen Brief bekommen hätte, in dem sie aufgefordert wurde, den Vertrag zu kündigen, anderenfalls würde er in der Basisvariante fortgeführt. Basisvariante heißt, dass nur 1% Zinsen gezahlt werden. Im Juli hatte sie dann einen Brief bekommen, in dem stand, dass sie nun in der Basisvariante wäre. Sie hat das aber nicht so verstanden, dass diese Basisvariante nun von Beginn des Bausparvertrages an gelten würde. Genau so meint es aber die Bausparkasse, d. h. die gesamten Bonuszinsen sind weg. In den ABB (allgem. Bausparbedingungen) haben wir jetzt nachgelesen, dass es tatsächlich einen Paragraphen gibt, in dem steht:

Bei einem späteren Wechsel von der Basisverzinsung in die Bonusverzinsung gilt die höhere Gesamtverzinsung ab dem Tage, ab dem die schriftliche Mitteilung über den Wechsel der Bausparkasse zugeht, wobei dieser Wechsel im Falle einer Laufzeitbegrenzung nach Absatz 2 nicht mehr möglich ist. Bei einem späteren Wechsel von der Bonusverzinsung zur Basisverzinsung gilt ab Vertragsbeginn die Basisverzinsung. (2) Der Bonus nach Absatz 1 wird gewährt, wenn

  • der Bausparer nach § 15 kündigt oder auf das zugeteilte Bauspardarlehen verzichtet und
  • der Bausparvertrag zu diesem Zeitpunkt mindestens 7 Jahre bestanden hat und
  • die Bewertungszahl mindestens 160 beträgt. Bei Vorliegen bauspartechnischer Gründe kann die Bausparkasse die maximale Laufzeit eines Bausparvertrages in der Bonusvariante begrenzen, die jedoch 7 Jahre nicht unterschreiten darf. In diesem Falll kann der Bausparer den Bausparvertrag entweder durch einen Wechsel zur Basisvariante fortführen oder der Bausparvertrag wird nach Absatz 3 abgerechnet und ausbezahlt. die Rechte aus der Zuteilung bleiben davon unberührt.

Darf die Bausparkasse wegen des Nicht-Antwortens meiner Tochter einfach den Vertrag dahingehend ändern, dass der größere Teil der Zinsen (über 700 €) einfach wegfällt? Über den Wechsel der Zinsvarianten gibt es noch den §13 Abs. 6: Der Bausparer kann die bei Vertragsabschluss gewählte Variante jederzeit durch schriftliche Mitteilung an die Bausparkasse wechseln....

Eine schriftliche Mitteilung hat die Bausparkasse ja nie erhalten!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die das Schweigen als Zustimmung zu so einer gravierenden Vertragsänderung deuten dürfen.

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