vorweggenommene Werbungskosten bei Verpachtung?

2 Antworten

Wie Du gelesen hast, hat @EnnoWarMal die Sache schon auf den Punkt gebracht.

Es wäre klug Deine Absichten zu überdenken.

Wenn Du das Grundstück ma erworben hast um ein Haus zu bauen, ist "gewerblich" schon mal erledigt.

An dem Punkt, dass die Abrisskosten dem Grund udn Bodenzugerechnet werden, ist auch aus meiner Sicht nicht zu rütteln.

Dann verpachtet Ihr. die 1.200,- abzüglich der Kosten für Das Grundstück sind dann zu versteuernder Überschuss aus V+V (Vermietung und Verpachtung).

Wenn Ihr dann nach einigen Jahren die Absicht zu bauen, aus welchem Grund auch immer, aufgebt, ist der Veräußerungsgewinn steuerfrei.

Verkauft Ihr schon vorher fällt zwar Steuer an, aber die Abrisskosten verringern den zu versteuernden Gewinn.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Hallo wfwbinder,

danke für die Rückmeldung. Das Finanzamt kennt ja meine tatsächlichen Beweggründe nicht.

Natürlich habe ich das Baugrundstück für meine noch minderjährige Tochter gekauft, damit die später dort mal bauen kann. Damit scheidet gewerblich doch aus, oder?

Aus welchen Gründen die Abrisskosten keine Werbungskosten sind, erschließt sich mir nicht unmittelbar. Kannst du dazu bitte nochmal etwas detaillierter Stellung nehmen?

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@Leppid

Deine Beweggründe wirst Du mitteilen (müssen).

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@Leppid
Aus welchen Gründen die Abrisskosten keine Werbungskosten sind, erschließt sich mir nicht unmittelbar.

Unmittelbar ergibt sich das auch nicht, aber aus dem Zusammenhang der Darstellung.

Wenn ich ein Grundstück erwerbe auf dem ein Haus steht, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

  1. Das Haus ist voll funktionsfähig, oder im besten Fall sanierungsbedürftig. dann kann ich es nutzen, oder Vermieten. Wenn ich es aber abreisse um ein größeres, oder besser vermietbares Gebäude zu erreichten, damm opfere ich ich es für etwas Besseres. Daher nennt sich das auch Opfertheorie und der Wert (Restwert) des Gebäudes + Abrisskosten gehören zu den Herstellungskosten des neuen Gebäudes.
  2. Kaufe ich ein Grundstück mit einem abrissreifen Gebäude, so geht man davon aus, dass man das im Kaufpreis berücksichtigt hat. Also wusste "wenn ich das Grundstück nutzen will, muss die alte iste runter udn das kostet X euro. Also kann ich nicht mehr bezahlen als ...." Das liegt bei Euch vor. Abrissreif war bekannt, also (negativer) Teil des Kaufpreises.
  3. Ein anderer Fall läge vor, wenn man ein Grundstück mit voll funktionsfähigem Gebäude kauft und nutzt. Nach 2 Jahren stellt sich raus, dass das Gebäude abgerissen werden muss weil es Asbestverseucht ist, oder etwas anderes. Das gibt dann eine steuerwirksame Teilwertabschreibung.
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Habe ein Baugrundstück als Geldanlage erworben und möchte ... mit Gewinn weiter veräußern

Tja, das dürfte dann wohl gewerblich sein. Deinen

Ablauf der steuerlichen Haltefrist (10 Jahre) 

kannste da vergessen.

Die Abrisskosten schätze ich auf ca. 10.000 €

und entfallen auf den Boden. Also keine Abschreibung.

Unter welchen Umständen bzw. Voraussetzungen kann ich die Abrisskosten als vorweggenommene Werbungskosten steuerlich absetzen?

Gar nicht, da m.E gewerblich. Die Abrisskosten erhöhen damit die AK des Bodens und mindern dadurch den Veräußerungsgewinn.

Pkt 1 (gewerblich) habe ich verstanden.

Pkt 2, warum die Abrisskosten keine Werbungskosten sind, erschließt sich mir nicht direkt.

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@Leppid

Warum nicht? Es hat nichts mit Einkünften zu tun, sondern mit der "Verbesserung" des Grundstücks.

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@correct

Nein, das ist nicht der Grund.

Es sind keine Werbungskosten, sondern Betriebsausgaben.

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