Vorweggenommene Werbungskosten als Verlustvortrag bei höherem Bruttoarbeitslohn

1 Antwort

Das Finanzamt hat zweifellos Recht.

DEine WErbungskosten werden von Deinen Einnahmen abgezogen udn so ergeben sich Deine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.

Wenn Deine Einnahmen ohnehin schon so gering sind, dass keine Steuer anfällt (bei Einnahmen aus nichtsselbständiger Arbeit ca. 11.500,- Euro, weil davon Arbeitnehmerpauschbetrag, Vorsorgepauschale und Sonderausgabenpauschale abgehen, dann verpuffen die zusätzlichen Werbungskosten.

Aber Deine Rechnung "auf die faule Haut legen udn später kassieren" klappt auch nicht. Denn wie willst Du die 5.000,- Euro Werbungskosten finanzieren? Wenn Du das mit geliehenem Geld machst (wäre ja möglich), dann geht es trotzdem nicht auf.

Wenn Du nach 3 Jahren dann mit einem Verlustvortrag von 15.000,- in Ein Jahr mit einem Bruttogehalt von 48.000,- Euro gehst, würdest Du ohne die gesammelten Verluste einen Jahressteuerbetrag von ca. 9.500,- Euro haben und mit den Verlustvorträgen eine Steuerschuld von ca. 4.300,- Euro. also bringen Deine aufgelaufenen Verlust einen Vorteil von ca. 5.200,-, aber Du hättest 15.000,- Euro Schulden zu bedienen.

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Moin wfwbinder,

besten Dank für die Antwort. Keine Sorge, mein Studium ist nicht schuldenfinanziert.

Ich habe noch eine Frage zu deiner Rechnung. Du hattest folgende Zahlen genannt:

  • Bruttolohn 48.000,-
  • Verlustvortrag für drei Jahre (3 * 500): 15.000,-
  • Steuerbetrag ohne Einsatz des Verlustvortrags: 9500,-
  • Steuerbetrag mit Einsatz des Verlustvortrags: 4300,-

Wie kommst du auf die 4300,-?

Wenn ich von 9500,- den Verlustvortrag in Höhe von 15.000,- abziehe berechne ich -5.500,-. Allerdings werde ich den Betrag wohl kaum als Gutschrift bekommen also wäre ich dann bei einer 0,- € Steuerzahlung.

Lässt sich der Verlustvortrag über mehrere Jahre abstottern oder muss alles in einem Jahr abgesetzt werden?

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

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@eliteSchaf

Der Verlustvortrag wird nach § 10 d EStG vom Gesamtbetrag der Einkünfte wie Sonderausgaben abgezogen.

Nicht von der Steuerschuld. Man zieht ja auch die Werbungskosten von den Einnahmen ab, um die Einkünfte zu ermitteln udn nicht von der Steuerschuld.

In meinem Beispiel vermindert sich das zu versteuernde Einkommen von ca. 40.000,- auf ca. 25.000,-.

Ein Verlustvortrag wird vom Gesamtbetrag der Einkünfte bis auf 0,- abgezogen. Wenn der Verlustvortrag höher ist, als der Gesamtbetrag der Einkünfte, wird auf die folgenden Jahre weiter vorgetragen.

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Welche Art der Fortbildung muss ich bei der Steuererklärung auswählen?

Hallo, ich gehe seit September 2014 wieder zur Schule und mache eine Vollzeit-Fortbildung zum Maschinenbautechniker. Vorher habe ich eine Ausbildung gemacht und 14 Monate in dem Beruf gearbeitet. Ich habe jetzt schon mal mit meiner Steuererklärung für dieses Jahr angefangen und wollte auch die Kosten angeben, die für die Fortbildung entstanden sind.

Ich benutze dazu das Programm von WISO.

Ich bin mir nicht sicher, welche Art der Fortbildung ich auswählen muss. Zur Auswahl stehen "Fortbildung ohne inhaltlichen Bezug zum bestehenden Arbeitsverhältnis" und "Fortbildung als vorweggenommene Werbungskosten"

Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

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Verlustvortrag "richtig" übertragen bzw. begrenzen?

Sachverhalt

Studium 2009-15

Festgestellter Verlustvortrag 2013: ca. 25.000€

2014 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, 200,- Euro)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 3.000,-

2015 Einkünfte brutto ca. 8.000 (praktisch keine Lohnsteuer,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2016 Einkünfte brutto ca. 10.000 (praktisch keine Lohnsteuer, ca. 300 Euro,)(abzüglich Ausgaben (Werbungs-/Sonderkosten) verbleiben ca. 5.000,-

2017 voraussichtlich allein 7.000,-€ Lohnsteuer.....

Daher habe ich ein großes Interesse die Verluste des Studiums in das Jahr 2017 zu übernehmen, da die marginalen Steuern der Vorjahre eh unberechtigt waren (Grundfreibetrag).

Wie übertrage ich den Verlustvortrag im Mantel der Steuererklärung (Zeile 93) am effektivsten oder wird das "antragsstellerfreundlich" vom Finanzamt vorgenommen?Kann man den Verlustvortrag begrenzen? Das ist ja zumindest in Zeile 93 angedeutet.

Dazu habe ich folgendes Zitat gefunden:

"1. Ich gehe davon aus, dass ich die Summe des VV in seiner Höhe nicht begrenzen kann, um ihn in Folgejahren zu nutzen?!"

"Nein, Sie können den Verlustrücktrag begrenzen. Dadurch erreichen Sie, dass der „ungenutzte" Verlustbetrag fortgeschrieben wird und in Folgejahren berücksichtigt wird. Dieser verbleibende Verlustvortrag ist nach § 10d Abs. 4 Satz 1 EStG gesondert festzustellen. Im Mantelbogen der Steuer-Erklärung (Zeile 93), können Sie eintragen, ob und wenn ja in welcher Höhe Sie einen Verlust in das Vorjahr zurücktragen wollen. Sie sollten daher den Verlustrücktrag so ausrechnen und beschränken, dass das nach dem Verlustabzug verbleibende positive Einkommen noch so hoch ist, dass sich die anderen Abzugsbeträge steuerlich auswirken.

Den für Sie optimalen Verlustrücktrag berechnen Sie grundsätzlich wie folgt:Gesamtbetrag der Einkünfte 2014 (Netto)

./. Sonderausgaben

./. außergewöhnliche Belastungen

./. evtl. Haushaltsfreibetrag

./. Grundfreibetrag (32 a I EStG)

= steueroptimaler Verlustrücktrag> "

Wie gehe ich in den Steuererklärungen der Jahre 14-16 vor?

Vielen Dank für mögliche Antworten!

Viele Grüße

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