Vorweggenommene Werbungskosten

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4 Antworten

Du hast keinen Verlust, deshalb ist es irrelevant,ob er vorgetragsfähig "wäre" oder nicht. 3200-3100=+100! Folglich unerheblich ist es im vorliegenden Fall, ob es sich um Werbungskosten oder Sonderausgaben handelt.

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Versteh ich nicht, wieso "vorweggenommene" Werbungskosten?

Wenn 3200€ Einkommen, 3100€ Werbungskosten, dann bleiben 100€ die zu versteuern wären, wofür natürlich nichts anfällt. Es ist also gar kein Verlust vorhanden, der ins nächste Jahr übertragen werden könnte!? Irgendwie ist mir das Problem nicht ganz klar.

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Kommentar von EnnoBecker
20.02.2012, 19:52

So sieht es aus.

Wobei - mir ist das Problem klar, denn mit Sonderausgaben usw. kommt man letztlich unter Null. Leider hilft das nicht.

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Googel mal danach, ob sich Gerichte mit der Frage beschäftigen und schreib fristgerecht einen Einspruch mit Hinweis auf solche ausstehenden Gerichtsurteile.

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Kommentar von EnnoBecker
20.02.2012, 20:00

Anhängige Verfahren findet man auf den Seiten des Bundesfinanzhofes, der einzelnen Finanzgerichte (schwer findbar) und im Bundessteuerblatt.

Zum Thema wirst du aber nirgendwo fündig werden.

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Wo der Fehler steckt, ist klar: Im Steuersystem. Und das sieht so aus:

Zuerst werden die Einkünfte ermittelt. Das geht so: Summe der Einnahmen minus Summe der Werbungskosten. Was übrigbleibt, ist der GdE - der Gesamtbetrag der Einkünfte.

Nur wenn dieser GdE negativ ist, wird ein vortragsfähiger Verlust festgestellt.

Aber... NACH dem GdE geht es in der Einkommensteuererklärung weiter: Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastung usw. werden abgezogen. Zu den Sonderausgaben gehören gerne auch mal die Studiumskosten. Schnell kommt man damit unter Null - aber leider ist das für den Schornstein, denn wie schon gesagt, nur ein negativer GdE wird vorgetragen.

Deshalb gab es ja in der jüngeren Vergangenheit soviel Gerangel um die Frage, ob ein Studium - bzw. dessen Kosten - als Werbungskosten durchgehen oder doch "nur" als Sonderausgaben.

Das Finanzamt hat hier korrekt gehandelt.

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