Vorweggenommene Erbfolge i.einer Erbengemeinschaft

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2 Antworten

Da geht aber ächtig was durcheinander: "Vorweggenommene Erbfolge" ist Schenkung. Man ist in keiner Erbengemeinschaft. Sofern eine Sache durch Schenkung an mehrere Eigentümer gerät ist es eine Rechtsgemeinschaft (idR BGB-Gesellschaft) und die Teilhaber haben die sich daraus ergebenden Rechte. Bei einer Immobilie heißt das: Wenn alle mitziehen könnte man verkaufen, wenn nicht alle verkaufswillig sind die Teilungsversteigerung beantragen. Dazu braucht allerdings keine Schenkung voraus gegangen zu sein. Die ganze Frage ist demnach irreführend.

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Unterstellt, der Beschenkte wäre ein gesetzlicher Erbe des Schenkungsgebers, würde eine Schenkung an ihn seine Erbenstellung nicht beeinflussen. Es sei denn, der Schenkungsgeber als Erblasser verfügt eine Ausgleichspflicht oder schlösse ihn mit lebzeitiger Schenkung von seiner Erbfolge aus.

Mitglied einer Erbengemeinschaft wird man nur als Erbe im Erbfall, nicht durch Teillhabe an lebzeitgem Vermögen des potentiellen Erblassers.

Innerhalb von 10 Jahren hätten die Erben einen Pflichtteilsergänzungsanspruch an der den Nachlass schmälernden Schenkung, bei Ehegatten in voller Höhe des Schenkungswertes, bei Kindern und anderen Begünstigten im Überttragungswert 1/10 pro Jahr fallend. Bei Immobilienübergang am Verkehrswert, nicht Miteigentumsanteilsrecht.

Im Erbfall kann jeder Erbe Auflösung der Erbengemeinschaft und "Teilungsversteigerung" zur Befriedigung seiner Ansprüche betreiben.

G imager761

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