Gibt es vorweggenommene Betriebsausgaben bei aktuellem Wohnsitz außerhab von Deutschland?

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2 Antworten

In aller Regel ist die allererste Betriebsausgabe einer GmbH die Kostenrechnung des Notars, bei dem die Gründung stattfand.

Eine Kapitalgesellschaft kann keine vorweggenommenen Betriebsausgaben haben.

Wenn Du Kosten die demnächst anfallen, bei der GmbH unterbringen willst, dann musst die die GmbH jetzt gründen und die Ausgaben danach tätigen.

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Als allererstes solltest du mal den Unterschied zwischen einer natürlichen Person und einer juristischen Person verinnerlichen. Du bist eine natürliche Person, die GmbH ist eine juristische Person. Ihr könnt also schon mal nicht dieselbe Person sein, sondern die GmbH hat als Person ihre eigenen Rechte und Pflichten.

Was muss ich machen, dass meine aktuell anfallenden vorweggenommenen Betriebsausgaben bei einer Gründung in Deutschland vom Deutschen Finanzamt anerkannt werden?

Was haben deine Betriebsausgaben mit der GmbH zu tun? Wenn dir klar ist, dass du und die GmbH jeweils unterschiedliche Personen sind und folglich deine Rechte und Pflichten (d.h. auch deine Betriebsausgaben) nicht diejenigen der GmbH sein können, wird dir auch klar werden, dass es überhaupt keine Möglichkeit gibt, das, was du derzeit Betriebsausgaben nennst, der GmbH unterzuschieben. Allenfalls könnte es sich um Anschaffungskosten auf deine Beteiligung an der GmbH handeln.

Die GmbH aber kann frühestens von dem Zeitpunkt an, an dem sie gegründet worden ist, selbst Betriebsausgaben haben. (Zur Verdeutlichung: Eine natürliche Person, die noch gar nicht geboren ist, hat ja auch keine Rechte oder Pflichten; einer juristischen Person geht es nicht anders.)

Soll ich jetzt schon eine Anschrift in Deutschland bei z.B. Freunden / Verwandten wählen, dass die Rechnung auf jeden Fall 19% MwSt enthält?

Was würde das nützen? Die GmbH kann dort ja nicht wohnen, weil sie noch gar nicht gegründet ist. Und auf eine noch nicht gegründete GmbH kann auch keine Rechnung lauten.

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Kommentar von mixmax20b
29.09.2015, 08:26

Liebe(r) blackleather

danke für deine Antwort. Grundsätzlich hast du Recht ich habe hier einiges "vermischt".

Meine vorherigen Recherche hat ergeben, dass man vorweggenommene Betriebsausgaben (welche bis zu 3 Jahren vor der Gründung) angefallen sind geltend machen kann.

Dies macht man scheinbar mit der Einkommenssteuererklärung.

https://www.steuern.de/steuertipps-existenzgruender.html

Da ich aber aktuell keine Einkommensteuererklärung in Deutschland abgebe habe ich auch keine Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt die Kosten geltend zu machen richtig?

Ich werde nun dennoch alle Belege sammeln und dann zu einem späteren Zeitpunkt - sollte es zu einer Gründung kommen - alles einem Fachmann übergeben. Ist das ein gangbarer Weg?

Oder hast du einen konkreten Tipp wie ich mich verhalten soll?

Mfg

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Kommentar von EnnoWarMal
29.09.2015, 09:16

Was würde das nützen? Die GmbH kann dort ja nicht wohnen, weil sie noch gar nicht gegründet ist.

Ganz abgesehen davon orientiert sich die Umsatzsteuer nicht am "Wohnsitz" eines Unternehmers, sondern an Art und Ort der Leistung.

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