Vorsorgevollmacht-absolut freie Hand für die Bevollmächtigte Person o. später Rechenschaftspflicht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Tu Dir selbst einen Gefallen und führe über jeden Cent den du vom "fremden" Vermögen in die Hände bekommst detailliert Buch.

Jede Ausgabe (Euro und Cent) sollte auch Jahre später noch, dem Grunde und der Notwendigkeit nach, auch für Aussenstehende nachvollziehbar und erklärbar sein. Hilfreich ist - so lange es noch geht - auch das Gegenzeichnen lassen vom Lebensgefährten.

Versetzt Dich in die Situation der Erben. Wärst Du an deren Stelle, würdest Du auch Rechenschaft haben wollen, warum und wohin Teile des Erbes geflossen sind.

Setz Dich nicht der Schmach aus, als Erbschleicherin hingestellt zu werden. Erbauseinandersetzungen sind per se dafür gemacht um dreckige Wäsche zu waschen. Denunziation ist an der Tagesordnung. Mach Dir das von Anfang an klar und handele entsprechend. Im Falle einer Auseinandersetzung wirst Du froh sein, beizeiten die Erbsen gezählt zu haben.

Aber selbstverständlich schauen Erben immer kritisch auf so etwas und sind mit Vorwürfen wie Betrug und Veruntreuung schnell bei der Hand. Wenn man dann nicht alles gründlich belegen kann, droht nicht nur die Rückzahlung, sondern auch ein gerichtliches Ermittlungsverfahren.

Grenzen, über die der Bevollmächtigte verfügen kann?

Damit wären dann denen, die das Vertrauen des Vollmachtausstellers missbrauchen möchten, Türen und Tore geöffnet.

Möchtest Du nicht, dass man versucht Dir Unterschlagungen zu unterstellen, dann befolge den Rat von Jürgen010 und Privatier59, denn meist gibt es Ärger mit den Hinterbliebenen und dem kannst Du durch sorgfältige Buchführung aus dem Weg gehen.

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