Vorsorge: wir würdet ihr ca. 1000 EUR monatlich anlegen?

10 Antworten

Hallo ender,

Leider gibt es für pauschale Fragen nicht immer sinnvolle pauschale Antworten.

Dass dein Bekannter nach deinen Aussagen bereits gut abgesichert ist (Zumindest Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung sind unerlässlich), ist schon einmal wichtig und erfreulich.

Für die Geldanlage als solche gibt es unzählige verschiedene Möglichkeiten. Das fängt mit Sparbuch und Girokonto an und führt über geförderten Varianten wie bspw. Riester- oder Basisrente oder einer freien Fondsanlage bis hin zu geschlossenen Beteiligungen, wobei Rendite und Risiko mit fortgeschrittener Aufzählung zunehmen und zumindest letztere für deinen Bekannten als Laien völlig ungeeignet sind, aber leider dennoch gelegentlich von "Beratern" mit fragwürdiger Einstellung verkauft würden. Diese Kategorien haben alle ihre Vor- und Nachteile und lassen sich selbst wiederum aufsplitten in Unterkategorien wie bspw. Aktien, Anleihen, Vermögensverwaltende Fonds, etc....

Eine sinnvolle Aufteilung lässt sich also nicht über einen Beitrag auf dieser Seite darstellen, weil zuviele Faktoren entscheidend sind. Welche Ziele möchte dein Bekannter mit der Anlage erreichen? Wie wahrscheinlich sind Änderungen seiner Situation? Altersvorsorge schön und gut, aber was passiert, wenn er eine Frau findet, Kinder in die Welt setzt und sich dann doch dafür entscheidet, noch einmal größer zu bauen. Dann ist er froh, wenn er an das Geld noch ran kommt.

Bei einem 35-jährigen ist es sicherlich ebenso sinnvoll, über eine offensivere Ausrichtung des Depots nachzudenken. Wenn er dann aber voll in Aktien investiert und bei 30% Minus Panik bekommt und am Tiefpunkt verkauft, bringt es ihm auch nichts, dass er mit Aktien langfristig die besten Renditechancen hat, weil er an der positiven Entwicklung gar nicht mehr teilnimmt.

Ein gesunder Mix und eine Ausrichtung an seiner Einstellung zu Risiko bzw. an seinen Bedürfnissen ist also entscheidend. Leider kann ich dir daher auch nur raten: Ihr solltet nicht auf irgendwelche Tips aus dem Internet hoffen, sondern euch einen guten Berater suchen.

Wenn du Fragen hast, gerne auch als PN an mich.

Liebe Grüße

TF

In verschieden Anlageformen splitten - Ist auch abhängig vom Alter - heißt z:b in Aktien, Gold, Immobilien etc.- Mit 50 Jahren würde ich aber meine Rentengeld nichtmehr in riskobehaftete Aktiengeschäfte investieren, sondern sichern.

Ich würde mir eine norwegische oder schweizerische Bank mit guter Performance suchen und dort einen Sparvertrag abschließen.

Vorteil: keine Abhängigkeit vom kränkelnden Euro (z.B. Griechenland), kein Zugriffsrecht des deutschen Staates (wie z. B. bei der betrieblichen Altersvorsorge).

Was sicherlich bei den gegenwärtigen niedrigen Zinsen vorteilhaft ist, eine eigengenutzte Immobilie auf Kredit kaufen.

 

Bei einem mtl. Überschuss von 1.000 € tendiere ich dann eher dazu einen Baukredit aufzunehmen und entweder noch ein Häuschen zur Vermietung kaufen, oder entsprechende Eigentumswohnungen. Rendite liegt meist so um die 5 - 6 %.

In Aktienfonds kann man zwar auch anlegen, aber dann muss man sich auch damit auskennen und sollte auch stets diese Fonds im Auge behalten und zum richtigen Zeitpunkt umschichten.

Denn hier besteht die Gefahr, dass die Aktien durch irgendwelche Umstände auch ins Minus rutschen können. Und wenn man zu stark darauf baut, kann man auch manchmal um die 20 - 40 % Verluste machen.

Gruß A

danke. Vermieter zu sein kommt für ihn absolute nicht in frage.

ich schätze, es wird drauf hinauslaufen, ein mix aus was er jetzt schon hat (festgeld, tagesgeld) und dann noch aktienfonds, vlt noch Anleihen?

ich wünschte, er hätte einfach seinen Berater bei der Bank gefragt oder so. hmm, oder er soll sich einen Honorarberater suchen, bei dem Geld, dass er über die nächsten 30 Jahre anlegen will, muss diese Ausgabe doch drin sein!

das werde ich ihm sagen. ich sitze ja auch nur hier rum, und tippe an seiner stelle, weil er mir letztes Jahr ausgeholfen hat in einer Notlage.

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ich weiss, dies klingt eher wie ein Luxusproblem, und manche fragen sich, wenn jemand so viel Geld monatlich übrig hat, dann hat die Person doch bestimmt schon Finanzberater oder Vermögensberater oder ähnliches.

Ich habe ähnliche Summen - wenn nicht sogar mehr - monatlich als Überschuss und würde mir wahrscheinlich die gleiche Frage stellen, wenn es nicht ohnehin mit meiner beruflichen Tätigkeit zusammen hängen würde.

Und wer nicht angestellt oder verbeamtet ist und über Beitragsbemessungsgrenze verdient, hat sowie so ein Problem in Form einer gigantischen Versorgungslücke.

was würdet ihr ganz grob raten, wie man das Geld monatlich investieren sollte für Altersvorsorge etc?

Mehrheitlich in aktienlastige Fonds und ETFs, vielleicht sollte man auch über eine Kapitalanlageimmobilie zur Vermietung nachdenken. Zur Absicherung vielleicht ein wenig in Rohstoffe und eine Liquiditätsreserve in Form von Geldwerten erhalten.

Das hier soll nur ein Denkanstoß sein. Man sollte sein Geld niemals in etwas anlegen, dass man nicht versteht. Um das zu präzisieren müsste man schon etwas mehr über dich wissen z.B. deine Ziele, Prioritäten und Risikotoleranz, Alter etc..

danke, dass ist schon mal grob glaub ich hilfreich.

und nein, wie ich ihn kenne, ist das thema für ihn mit Wohnung zur Eigennutzung jetzt abgeschlossen. er will nicht vermieter werden.

sein Alter hab ich unten genannt, er ist 35 J. ohne kinder, ohne ehefrau, keine geschwister, keine Eltern mehr (gestorben durch Umstände, die ich nicht erläutern kann, aber auf jeden fall hatten die nichts, er hat also weder vermögen noch schulden geerbt).

was ist denn deine berufliche Tätigkeit, wenn ich fragen darf?

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