Ein Vorruheständler soll auf seiner Honorarrechnung die Steuernummer angeben, muß er jetzt ein Gewerbe oder eine freiberufliche Tätigkeit anmelden?

1 Antwort

Völliger Blödsinn.

Da weder du noch die Kollegin Ahnung habt, hilft es auch nicht, Hintergründe zu erklären.

Du kannst "§19" draufschreiben oder es lassen - wie dieser Jemand das gern hätte.

Danach steckst du das Geld in die Tasche und machst gar nichts. Jedenfalls solange du in diesen Größenordnungen verdienst.

Falls das Finanzamt jemals auf die Idee kommt und das aufgreifen will, schickst du ihm einen Ausdruck von hier:

Umsatzsteuer:

Zu Recht fordert das Finanzamt eine Umsatzsteuererklärung, allerdings bist du Kleinunternehmer und trägst du eine Zahl auf dem Mantelbogen ein. Das kannst du gern nachholen.

Gewerbesteuer:

Unter Freibetrag, kein Verlust festzustellen --> Keine Abgabepflicht

Einkommensteuer:

Sofern deine Einkünfte aus dieser Tätigkeit unter 410 Euro bleiben, greift § 46(3) EStG mit der Folge, dass gar nichts passiert.

Sind die Einkünfte darüber, ist das in der Tat steuererheblich. Dann fragst du hier nochmal nach.

unter 410 Euro bleiben

Im Monat oder Jahr? Jabba56 hatte 2015 insg. € 700.

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@LittleArrow

Im Jahr.

Ich weiß, dass 700 mehr sind als 410. Aber er sprach von Einnahmen. Ich von Einkünften.

Und für den Fall, dass sie höher sind: Siehe mein letzter Satz.

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Wie mache ich vorgewerblich privat angefallene Kosten für den Warenerwerb steuerlich für mein Unternehmen geltend?

Ich plane die Eröffnung eines Second-Hand-Shops für hochwertige Kinderkleidung. Ich habe sowohl die getragene, i.d.R. vor mehr als drei Jahren neu gekaufte Kleidung meiner eigenen Kinder, die ich verkaufen möchte, als auch in den letzten drei Jahren einiges an Kleidung über Ebay & Co. hie und da gekauft wenn sich gute Gelegenheiten ergaben. Natürlich werde ich auch einen Steuerberater konsultieren. Trotzdem stellt sich mir jetzt, da ich meinen Business Plan schreibe und gern vor dem Gespräch mit dem Steuerberater ein paar Zahlen parat hätte die folgende Frage: Wie mache ich die Kosten, die ich für den Erwerb meiner Ware vor der Gewerbeanmeldung hatte, steuerlich geltend?

Kommt eine Teilwertabschreibung in Frage? - denn die damals zu hohen Preisen neu gekauften Sachen sind ja nun nachdem sie gebraucht sind nicht mehr ihren Anschaffungspreis wert (und ich habe zudem auch nur z.T. Belege über diese Anschaffungen). Und falls ja - Wäre ein realistischer Teilwert denn der Verkaufspreis, mit dem ich die Waren jetzt anbieten werde?

Und wie verhält es sich mit gebraucht gekauften Sachen (i.d.R. von privat)? Sind dort die tatsächlichen Anschaffungskosten relevant? Oder könnte ich hier ähnlich verfahren und sie in mein Betriebsvermögen aufnehmen analog zu den neu gekauften Sachen?

Und werde ich in den sauren Apfel beißen müssen und für alle Einzelteile (es sind so wahnsinnig viele...) eine Aufstellung machen müssen über Anschaffungspreis, Teilwert oder was auch immer oder sind hier in irgendeiner Form aggregierte Daten zulässig (z.B. einfach zu zählen 50 Röcke à 15€, 100 Kleider à 20€ o.ä.)

Welche Dokumentationsanforderungen ergeben sich hier durch die Differenzbesteuerung nach § 25a Abs. 1 UStG? Ich habe jetzt gelesen dass man für Waren die man aus dem Privatvermögen der betrieblichen Nutzung zugänglich macht nicht die Differenzbesteuerung anwenden darf. Stimmt das?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, da mir das Thema Kopfzerbrechen bereitet. Vielen Dank!

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