Vorher Haupttätigkeit als Freiberufler - jetzt als Nebenjob - Steuerklasse?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
der Fall ist wahrscheinlich zu speziell, als dass es jemand genauso erlebt hat.

Ja, sehr speziell. KOmmt hier höchstens ein...zweimal pro Woche vor.

Steuerklasse VI eingruppierte. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass das Finanzamt wohl noch davon ausgeht, dass ich häupttätiger Freiberufler bin.

Nein. Eine freiberufliche Tätigkeit hat doch nichts mit Lohnsteuer zu tun.

Werde ich die durch die im November und Dezember zu hoch angesetzte Lohnsteuer (entspr. der falschen Steuerklasse) über die Steuererklärung für 2014 zurückerhalten können?

Schwer einzuschätzen. Je nach Höhe der Einküfte aus der freiberuflichen Arbeit und der geleisteten Einkommensteuervorauszahlungen könnte es auch sein, dass der Abzug nach Steuerklasse 6 die festzusetzende Einkommensteuer nicht deckt und es zu einer Nachzahlung kommt. Allerdings ist die Nachzahlung in diesem Fall kleiner als wenn zutreffend nach Steuerklasse 1 abgerechnet worden.

Sofern deine Einkünfte als Freiberufler eher mickrig waren, kommt es bei der EInkommensteuerveranlagung zu einer Erstattung.

Genau kann man das aber nur sagen, wenn man die Zahlen kennt.

Also, alles gut.

Auf jeden Fall bist du zur Abgabe einer Einkommensteuer verpflichtet, da nach Steuerklasse 6 abgerechnet worden ist. Du bist auch verpflichtet, eine Einkommensteuererklärung abzugeben, wenn deine Einkünfte als Freiberufler höher waren als 410 Euro.

Deine Steuerklasse hat mit freiberuflicher Tätigkeit nichts zu tun, weil es bei einem Freiberufler keinen Steuerabzug gibt. Das Du in Steuerklasse VI eingruppiert bist sagt eher:

Du hast Deinem Arbeitgeber Deine Steuer-ID nicht gegeben

oder

ES existiert beim Finanzamt die Meldung eines anderen Arbeitgebers.

Kläre es mit einem kurzen schreiben und lassen Deinen jetzigen Arbeitgeber die ELSTAM Daten neu lkaden.

Hallo liebe Antworter,

Es hat sich netterweise recht einfach geklärt. Meine Daten wurden lediglich spät abgerufen/übermittelt und deswegen für November und Dezember noch nicht berücksichtigt. Die zuviel gezahlten Beiträge werden mit dem Januar-Gehalt verrechnet.

Danke trotzdem und beste Grüße, kreuzy

Hallo,

sind Daten falsch, kann man diese beim Finanz­amt ändern lassen. Einfach dafür einen „Antrag auf Korrektur der Elstam“ stellen. Die Formulare sind beim Finanz­amt oder im Internet unter

www.formulare-bfinv.de

unter Formularcenter Formulare A-Z Lohn­steuer zu erhalten.

Die bei Steuerklasse VI zu viel abgeführte Lohnsteuer, bekommst du durch deine Steuererklärung erstattet.

K.

Die bei Steuerklasse VI zu viel abgeführte Lohnsteuer, bekommst du durch deine Steuererklärung erstattet.

Nur wenn sich insgesamt eine Einkommensteuer ergibt, die kleiner ist als die Lohnsteuer.

Nehmen wir an, er hat als Freiberufler 80.000 Taler und als Angestellter 20.000 Taler verdient. Die auf 100.000 Taler entfallende Einkommensteuer beträgt rund 33.000 Taler.

Bei einem Monatslohn von 10.000 Talern werden aber keine 16.500 Euro Lohnsteuer abgezogen. Es kommt also zur Nachzahlung.

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@EnnoBecker

sehr schön praxisnah erkärt Enno, Danke !

;-) 10,000,- monatl. Einkünfte....... seufz..... :-((

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@Gaenseliesel

Da muss man eben mal den Gürtel ein wenig enger schnallen. Andere schaffen das auch!

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Hallo,

falsche Einstufungen sind seit ELSTAM alltäglich, vernünftige Erklärungen dafür gibt es selten. Da Freiberufler gar keine Steuerklasse haben, wäre die von Dir vermutete Erklärung eigentlich auch keine.

Egal: das Geld gibts zurück und die Steuerklasse kann geändert werden. Dürfte erst für Februar wirken, weil das ja der Arbeitgeber macht und der die Änderung erstmal bekommen muss.

Viel Glück

Barmer

Egal: das Geld gibts zurück

Nein, nicht zwingend. Siehe meine Antwort und mein Rechenbeispiel im Kommentar zu Gänseliesel.

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