Vorgehen bei Insolvenz des Lieferanten/Händlers

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3 Antworten

  • Kontakt mit dem Händler aufnehmen und nach dem Status fragen, ggf. Insolvenzantrag in Kopie senden lassen
  • über https://www.insolvenzbekanntmachungen.de/ nach den aktuellen Dokumenten suchen (über die HRA- oder HRB-Nummer)
  • ist ein Insolvenzverwalter bestellt (das weiss der Händler und das Insolvenzgericht), so ggf. mit dem Kontakt aufnehmen zur Klärung der Sachlage
  • die Zahlung dokumentieren und dem Händler ggf. in Rechnung stellen, wenn die Lieferung nicht mehr erfolgt
  • weitere Vorgehensweise feststellen: wer liefert Ware? Was passiert mit Anzahlung?

Die entscheidende Frage wird sein, ob das Geschäft weitergeführt wird oder nicht und ob die Insolvenz eröffnet oder mangels Masse eingestellt wird. Wird die Insolvenz eröffnet, so wird ein Insolvenzverwalter bestellt, der sich der Sache annimmt. Wendet man sich wegen seiner Belange nicht an diesen in einer Frist von wenigen Monaten, hat man schlechte Karten, je nach Sachlage.

Alternativ bleibt ein Rechtsanwalt, der einen vertritt.

Da wird gar nichts gehen - mit dem Insolvenzantrag ist der Konkursverwalter Herr des Verfahrens - fast immer ist die Vorkasse in der Konkursmasse untergegangen, weil andere Forderungen, beispielsweise Löhne, vorrangig befriedigt werden.

Es gibt auch keine rechtliche Handhabe in einem solchen Fall an sein Geld zu kommen.

Am Sinnvollsten wäre es, den gezahlten Betrag einfach abzuhaken und sich einen neuen Lieferanten zu suchen!

Alles Andere endet mit einer Quote von 0,5% (oder weniger!) nach 3 bis 10 Jahren vor irgendeinem Insolvenzgericht. Von dieser Quote sind dann noch erhebliche Anwaltskosten abzuziehen, so daß du IMMER unter Null kommst!

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