Vorfälligkeitsentschädigung, obwohl das Vorausdarlehen abgelöst wurde ?

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2 Antworten

Sie haben mir eine Rechnung mit einer Vorfälligkeitsentschädigung gemacht.

Ist das nun ein relativ hoher Betrag, um den es sich gerichtlich (also auch mit anwaltlicher Hilfe) streiten lohnt oder wie ist Deine Interessenlage, wo Du hier nur wenige Vertragsdetails bekannt gibst?

Bei dieser komplexen (Vertrags)Situation brauchst Du voraussichtlich anwaltliche Unterstützung. Du kannst allerdings vorher mal eine Verbraucherberatungsstelle aufsuchen, weil dort schnell eine vorläufige Bewertung erhältlich ist.

Allerdings ist ein Rückwärtsdrehen der Vertragszuteilung kaum vorstellbar.

Ich habe hier noch einen etwas älteren Artikel verlinkt, der Dir zeigt, wie sehr es auf die Details ankommt:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/vorfaelligkeitsentschaedigung-gericht-kippt-klausel-von-bausparkasse/2323860.html

Hallo, das ist in erster Linie abhängig von Ihrem Vertrag für das Vorausdarlehen. Wenn darin steht "Zinsbindung fest bis zur Zuteilung des Bausparvertrages" kann keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt werden. Wenn eine feste Zinsbindung enthalten ist, dann hat die Bausparkasse bzw. der Herausgeber des Vorfinanzierungsdarlehens das Recht auf Vorfälligkeitsentschädigung. Wie es sich allerdings mit der Duldung der zu hohen Einzahlung verhält, weiß ich nicht. Vielleicht würde hier ein Gericht sogar entscheiden, da die Bausparkasse dies geduldet hat, muss sie auch die vorzeitige Ablösung dulden. Das werden aber im Zweifel Gerichte entscheiden müssen.

Beste Grüße

Bernd Munder

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