Vorfälligkeitsentschädigung in Niedrigzinsphasen höher?

2 Antworten

Genau.

Die Vorfälligkeitsentschädigung ist ja auch nur dafür fällig, dass die Bank das Geld nicht mehr zum gleichen Zinssatz verleihen kann.

Würde der Zinssatz höher sein, als bei der Darlehensgewährung, würde es evtl. eine Kündigungsgebühr für den Aufwand geben, aber da man das Geld zum gleichen, oder höheren Zins wieder verleihen könnte, keine Vorfälligkeitsentschädigung.

Je höher die Differenz zwischen Zins bei der Darlehensgewährung udn dem aktuellen Zinssatz, desto höher die Vorfälligkeitsentschädigung.

Ohne mathematische Exaktheit (keine Abzinsung etc.), nur zum Verständnis auf das Wesentliche reduziert.

Bsp.: Du schließt einen Vertrag mit der Bank über ein endfälliges Darlehen von 10.000 Euro zu einem gebundenen Sollzinssatz p. a. in Höhe von 10% ab. Laufzeit 10 Jahre. Mit der Bank wird somit vereinbart, dass über die Laufzeit 10.000 Euro an Zinsen gezahlt werden (1.000 Euro jährlich * 10 Jahre Laufzeit = 10.000 EUR) Nach 7 Jahren kündigst Du. Der Bank stünden somit nach dem Vertrag noch 3.000 Euro zu (Restlaufzeit 3 Jahre * 1.000 Euro jährliche Zinsen). Die Bank muss sich nun zugute halten lassen (z. B. nach dem Aktiv-Aktiv-Verfahren), dass Sie das zurückerhaltene Geld wieder ausleihen kann. Bsp1. Sie kann das Geld zu gleichen ursprünglichen Bedingungen zu einem Zinssatz von 5% wieder ausleihen. Somit flössen für 3 Jahre nur 1.500 Euro zu. Saldo: -1.500 EUR zum ursprünglich vereinbarten Zinsbetrag. Bsp2. Sie kann das Geld zu 1% wieder ausleihen. Ergebnis: 100 EUR Zinsen * 3 Jahre = 300 EUR. Saldo - 2.700 EUR zum ursprünglich vereinbarten Zinsbetrag.

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