vorausgefüllte Steuererklärung - wie soll das gehen?

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4 Antworten

Für die meisten Bürger ist die Einkommensseite mit Lohn/Gehalt und Kapitalerträgen dem Finanzamt bereits bekannt. Die Kinderzahl, Angaben zur Krankenversicherung, Kirchensteuer etc. liegen auch schon vor. Selbst Beitragsrückerstattungen einer PKV werden gemeldet.

Es wäre also nur Sache des Steuerpflichtigen, diese Daten nochmals zu prüfen und mit entsprechenden steuermindernden Positionen zu versehen, z.B. Werbungskosten, Kinderbetreuungskosten, außergewöhnliche Belastungen, Zuwendungen...

Komplizierter wird es nur, wenn man Vermietung und Verpachtung, Einkünfte aus selbständiger Arbeit, oder andere Besonderheiten hat, die dem Finanzamt nicht gemeldet werden. Hier könnte natürlich eine plausibilisierte Extrapolation aus den Vorjahren stattfinden, aber das würde die Steuerpflichtigen nicht unbedingt entlasten. Man müßte nun begründet korrigieren.

Aber überlege doch mal, welche Daten Deiner Steuererklärung dem Finanzamt bereits bekannt sind. Es ist klar, daß ein solcher Vorschlag zu Ungunsten des Steuerzahlers wäre.

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neuStudi 04.12.2013, 00:25

dann ist dem Finanzamt viel bekannt. Damit könnte doch jedem auch ein Ausdruck der bekannten Daten geliefert werden :)

Hm. Irgendwie habe ich mir bisher zu wenig Gedanken gemacht, was bisher alles bekannt ist. Aber wenn ich das lese, dann leuchtet das ein.

DH.

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LittleArrow 05.12.2013, 00:13

plausibilisierte Extrapolation aus den Vorjahren

Dies habe ich gerade bei meinem Brief vom FA erlebt. Am Steuerbescheid 2012 hing gleich ein Vorauszahlungsbescheid für 2014:-((

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Ich kann jetzt schon bei Elster klicken die Daten aus dem Vorjahr zu übernehmen.

Arbeitgeber, Sozialbehörden und auch private Versicherer/Banken bei denen du Geld sparst/anlegst müssen die Erträge den Finanzamt melden.

Von daher ist das durchaus nicht unrealistisch von der Idee her. Ob es wirklich umsetzbar ist ohne einen erheblichen Mehraufwand seitens der Ämter weiß ich nicht.

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Wieso das FA hat doch die Daten aller Steuerpflichtigen Bürger. Wir müssen jedes Jahr immer wieder unseren Namen, Anschrift, Bankverbindung, Steuer-Nr., Steuer ID in die Formulare eintragen seit Jahrzehnten. Das könnte zumindest ohne weiteres schon Drin stehen. Spart schon mal 10 Minuten. Der Brutto Arbeitslohn und sonstige Daten die bereits elektronisch übermittelt sind können ebenso drin stehen. Spart weitere 10 Minuten rum suchen.

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neuStudi 04.12.2013, 15:02

das wäre zu wenig, finde ich. Und ich denke, das FA hat deutlich mehr Informationen von uns wie Kapitalerträge aus Zinserträgen oder Sozialversicherungszahlungen.

Das von dir genannte liegt auf der Hand.

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Erstens muss man berücksichtigen, dass die "vorgefüllte Erklärung" kein Papiervorschlag sein wird, der einem ins Haus flattert. Das Ding wird über Elster funktionieren. Man meldet sich an, authentifiziert sich und bekommt dann die Daten, die die Verwaltung bereits hat, übermittelt.

Als eDaten stehen zur Zeit zur Verfügung die Lohnbescheinigungen, die Rentenbescheinigung, sowie die Daten der Krankenversicherungen. Riester- und Rürupdaten stehen ebenfalls elektronisch zur Verfügung.

Wer nur auf Antrag veranlagt wird, muss die Erklärung nur mit seinen Werbungskosten ergänzen und fertig ist das Ding.

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neuStudi 04.12.2013, 15:03

das sind doch mal klare Aussagen.

Dh.

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