Vor Grundbucheintrag schon Mieterträge bekommen?

3 Antworten

Ab wann der Erwerber des Hauses die Miete bekommt und die Kosten trägt, hängt vom Kaufvertrag ab.

Im Kaufvertrag wird festgelegt, wann der Übergang der Nutzen und Lasten erfolgt.

Meist ist das, wenn der Kaufpreis entrichtet ist.

Die Grundbucheintrangung erfolgt meist sehr viel später.

Okay, also ist das mit der Vollmacht so möglich?

Es gibt allerdings noch keinen Kaufvertrag, dieser kommt ja dann erst beim Notar, allerdings kam der Vorschlag vom aktuellen Vermieter ob wir das nicht bereits so handhaben wollen ab 1.12.

0
@Westgate

Gehen tut alles, aber Miete schon vor Kaufvertrag ist äußerst unüblich.

Also wenn es direkt danach zum Vertrag kommt, mag es ja durchlaufen. 

Sonst könnte es sehr problematisch sein auch in steuerlicher Hinsicht. Schließlich wird Miete kassiert für was, was dem nicht gehört.

2

Im Kaufvertrag wird festgelegt, wann der Übergang der Nutzen und Lasten erfolgt.

Richtig.

Mieteinkünfte hat der, der Vermieter ist. Das ist Einkommensteuerrecht. Das Grundbuchrecht hat hier allerhöchstens eine indizielle Wirkung, aber keine Konstituierende.

Wenn man bedenkt, wieviele Grundbucheinträge über Jahre hinweg nicht berichtig werden....

1
@EnnoWarMal

Also würdet ihr mir davon abraten diese Vollmacht schon vor dem Kaufvertrag anzunehmen?

Der jetzige Eigentümer ist aus der Familie, also zum Vertrag wird es definitiv kommen. Ich würde dann ab 1.12. bereits Mieterträge bekommen und auch alle anderen Kosten der Wohnung tragen, bevor wir dann den Termin beim Notar im Dezember haben.

0
@Westgate

Also, wenn einer von Euch Mandant bei uns wäre, würde ich ganz klar dazu raten den Vertrag im Dezember zu machen udn Übergang Nutzen/Lasten auf den 01. 01.

Das wäre doch ein sauberer Übergang.

Für einen Monat eine Anlage V machen, die Umrechnung der Nebenkosten ggf. für einen Monat usw.

Ist es Euch denn wirklich dringend wegen der paar EurocMiete?

0
@wfwbinder

Nee generell nicht, er möchte es aber gerne im Dezember über die Bühne bekommen, aber dann rede ich nochmal mit ihm, dass wir vielleicht bis 1.1. warten.

0
@Westgate

Im Dezember über die Bühne ist doch gut.

Im DEzember der Notartermin und dann Übergang nutzen udn Lasten zum 01. 01. 2018. Paßt genau

0

Die Antwort von wfwbinder ist korrekt.

Hinzufügen möchte ich nur, dass Du dann auch für die Abrechnung der Betriebs- und Nebenkosten des gesamten laufenden Jahres verantwortlich bist. Auch etwaige Guthabenauszahlungen an die Mieter, Auseinandersetzungen wegen der NK-Abrechnung usw. treffen dann Dich.

Ob sich der damit evtl. verbundene Ärger und Zusatzaufwand, wegen einem Monat Mieteinnahmen tatsächlich lohnt, solltest Du bei deinen Überlegungen mit auf dem Sender haben.

Der aktuelle Vermieter kann natürlich den Mietern mitteilen, dass ab einem bestimmten Monat die Miete auf Dein Konto zu entrichten ist.

Allerdings gehe ich davon aus, dass der Grundbucheintrag über den Eigentümerwechsel nicht mehr in 2017 abgeschlossen wird.

Die Anforderungen an eine solche Vollmacht kenne ich nicht, jedoch würde ich als Mieter da nicht mitspielen, wenn mir nur eine Vollmacht unter die Nase gehalten wird aufgrund dieser ich die Miete in Zukunft einem Dritten überweisen soll. Anders sähe es aus, wenn mich der Vermieter dazu auffordern würde, die Miete an einen Dritten zu überweisen.

Zusätzlich wäre auch die steuerliche Problematik zu betrachten, denn der bisherige Vermieter versteckt Mieteinnahmen vor dem Fiskus durch dieses Verhalten.

Danke!

Ja der aktuelle Vermieter würde diese Vollmacht schreiben, allerdings hast du mit dem steuerlichen Aspekt Recht, wie würde das dann genau laufen? 

Müsste da sowohl ich, als auch der jetzige   Eigentümer mit Anwalt/Steuerberater sprechen, um auf Nummer sicher zu gehen. 

0

Schimmel - Vermieter verlangt Beseitigung - Jobcenter

Hallo,

ich habe ein handfestes Problem und das eigentlich schon länger, aber jetzt setzt mich der Vermieter unter Druck.

Vorab, ich bin noch eine Freiberuflerin, die eine Aufstockung vom Jobcenter, sprich Hartz IV bekommt.

Im Bad habe ich eine Lüftung statt eines Fensters. Die Lüftung war eine Weile von Staub zugesetzt und funktionierte deshalb nicht. Der Rolladen in der Küche war eine Weile kaputt und ging nicht mehr hoch. Eine Wohnung mit Lüftung hatte ich vorher nicht, deshalb wusste ich nicht - es mag blöd klingen - dass sich darin ein Filter befindet, der ausgewechselt werden muss, wenn er voll ist. (Vielleicht steht das im Mietvertrag.) Ich hatte über lange Zeit Depressionen, deshalb fiel es mit schwer, bestimmte Dinge zu regeln. So rief ich auch nicht gleich beim Vermieter an und meldete die Mängel.

Es bildete sich in der Küche und im Bad Schimmel. Vor acht Monaten meldete ich das. Ein Techniker kam vorbei und machte Fotos der von Schimmel befallenen Wand- und Deckenstellen. Mit seinem Messgerät konnte er keine Feuchtigkeit in der Wand feststellen. Ich gab an, normal gelüftet und geheizt zu haben. In der kleinen Küche habe ich, da sie direkt neben dem Wohnzimmer liegt und ich mich dort nicht aufhielt, aber so gut wie nie die Heizung angestellt.

Der Techniker sagte die Schimmelbeseitigung zu, ohne dass für mich Kosten entstünden. IM Folgemonat kam der Maler der beauftragten Firma, um die Arbeiten zu planen. Die Deckenplatte im Bad müsse ab, der Heizkörper in der Küche vorab abgenommen werden. Einen Termin mit den Malern hatte ich bereits, ein Termin mit dem Heizungsinstallateur wurde nicht gemacht. Auf meine Nachfrage hin, hieß es, sie müsste eine neue Firma per Ausschriebung suchen, die alles zum Pauschalpreis macht.

Ich wartete seitdem 8 Monate unter Gesundheitsrisiko. Der Techniker war im September nochmal da, nur, um zu telefonieren und festzustellen, dass die Sache "noch läuft".

Nun setzte ich dem Vermieter eine Frist - ansonsten 15% Mietminderung. Nun dreht er den Spieß um und setzt mir eine 10-Tages-Frist.

Ich habe 8 Monate meine Gesundheit riskiert, Schimmelbeseitigung und Kostenübernahme wurden mir mündlich zugesagt. Ich habe auch kein Finanzpolster um eine Firma zu beauftrage!!!! Selbst kann ich die Arbeiten auch nicht machen, bin eine handwerklich nicht versierte Frau.

Der Jobcenter wird das kaum zahlen, oder??? Die Schimmelbeseitigung würde über 1.500 Euro kosten. Umziehen möchte ich erst, wenn ich eine gescheite Wohung gefunden habe und diese selbst finanzieren kann.

Gibt es rechtliche Möglichkeiten????? Was kann ich tun, wenn der Vermieter in 2 Wochen bei mir auf der Matte steht und mich anklagt und mit Drohungen unter Druck setzt?

Wäre toll, wenn mir jemand, der sich beruflich mit der Materie auskennt, hilfreiche Antworten geben könnte!!!

Danke vorab!

MfG, lavande11

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?