Vor der Ehe Grundstück überschrieben - wie Vermögensaufteilung bei Tod?

2 Antworten

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Im Grunde läßt sich die Frage so nicht beantworten und zwar deshalb nicht, weil keine Angaben zum Güterstand vorhanden sind und Du uns außerdem das Wort "überschreiben" weder definierst noch die vertraglichen Einzelheiten dazu mitteilst. Von Interesse wären auch Vereinbarungen anläßlich des Hausbaus.

Bei der Zugewinngemeinschaft würde hier ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren aller Art die Aufteilung des Erbes sein: Hälfte Ehemann, Je ein ein Viertel Töchter:

http://www.finanztip.de/recht/erbrecht/ehegatten-erbrecht.htm

Hier wären zwei Rechtsfolgen und Erbfälle zu unterscheiden:

1.

Hat sie das Grundstück im Zuge der Erbfolge schenkunsgeweise erhalten, hätten die gesetzlichen Erben Ehegatte, Kinder bzw. Eltern des verstorbenen Voreigentümers innerhalb von 10 Jahren einen Pflichtteilsergänzungsanspruch in Geld.

Dies gälte ebenso, wenn es sich um eine gemischte Schenung, also Kauf weit unter Verkehrswert handelte, auf den Differenzbetrag.

2.

Erben der Tochter wären hälftig ihr Mann und hälftig ihre Kinder, sofern Güterstand der Zugewinngemeinschaft bestünde. Demnach fiel dem Mann 1/2, jedem der (ungeborerenen) Kinder anteilig zu der anderen Hälfte Miteigentum automatisch zu, wenn ohne anderslautendes Testament gesetzliche Erbfolge Ihres Nachlasses greift.

Die Eltern als Schenkungsgeber hätten nur dann einen Anspruch, wenn sie innerhalb von 10 Jahren aus Rechtsgrund Verarmung oder Auflassungsvormerkungen (Scheidung, Insolvenz, Undank,...) die Schenkung insgesamt zurückverlangen. Ebeso das Sozailamt, wenn sie Grundsicherung für Pflegekosten gewährt haben.

G imager761

ohne Nennung von Details kann man nur mutmassen, wie es sein könnte.... Man könnte die Regeln des Berliner Testamentes annehmen, dann bekäme alles der Ehemann (Pflichtteile an die Kinder einklagbar). Greift die gesetzliche Erbfolge, bekäme der Ehemann 50%, den Rest pro rata die Kinder.

Nur ist hier das Problem, dass zu wenig bekannt ist. Wem gehört der Grund? Wer steht im Grundbuch? Wer den Grund von Dritten bebaut, dem gehört nichts, sondern dem Grundbesitzer.

Was ist mit "überschrieben" gemeint?

Dieses Wort lässt sich einfach nicht ausrotten ;-))

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@Primus

Ich weiß halt nicht, was man sich darunter vorstellen soll.

Ich kann mir denken, wie sie alle im Grundbuchamt sitzen und zugucken, wie der Grundbuchamtsbeamte däuberlich den alten Namen durchstreicht und den neuen hinschreibt. "Überschreiben" eben.

Aber dass dem Eintrag des Eigentümerwechsels irgendein Rechtsgeschäft vorausgehen muss (bzw. im Erbfall ein Erbfall eingetreten sein muss), wird entweder nicht verstanden oder aus anderen Gründen nicht erläutert.

Und so stehste da und weiß nicht, was eigentlich passiert ist.

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@EnnoBecker

wird entweder nicht verstanden

ich glaube, da liegt der Hase begraben!

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