vor der Ehe gekauft

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5 Antworten

Also der Bungalow gehört immer noch deiner Mutter. Allerdings erbt ihr Mann die Hälfte ihres Gesamtvermögens, sollte sie sterben. Allerdings finde ich es schon merkwürdig, dass da die Trauzeugin deiner Mutter unterschrieben hat....Da muss man doch irgendwie gegen vorgehen können!

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im Jahr 2000 verkaufte der Lebenspartner meiner Mutter seine Anteile am gemeinsam angeschafften Bungalow an meine Mutter.

Damit ist sie Alleineigentümerin.

Im Jahr 2010 hat der Lebensgefährte meine Mutter unter Ausnutzung ihrer Demenz geheiratet.

Offenbar zurecht, denn Demenz meint nicht geschäftsunfähig und der Standesbaemte hats sich pflichtgemäß von der Ehefähigkeit überzeugt und die Willensbildung zur Ehe ist amtlich beurkundet vor Zeugen erfolgt - worauf willst du da also hinaus?

Ist der Ehemann auf Grund der Heirat wieder Eigentümer des Bungalows,

Sofern eine dementsprechende notarielle Güterstandsvereinbarung geschlossen wurde ja, andernfalls nicht. Im Regelfall der Zugewinngemeinschaft bleiben jedenfalls Vermögen auch in der Ehe stets getrennt voneinander bestehen und vorehelicher Besitz gejht erst schon garnicht in die Ehegemeinschaft ein.

Dass der Ehemann dort mit seiner neuen Freundin leben darf, hat nichts mit den Eigentumsverhältnissen, sondern dem Umstand seines Nutzungsrechts einer Ehewohnung und dem Recht, dort auch jedweden Besuch empfangen zu dürfen, zu tun :-O

gilt der Kaufvertrag noch?

Selbstverständlich, ebsonso die demnach vorgenommenen Grundbucheintragung.

G imager761

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  1. Durch den Kauf ist Deine Mutter alleinige Eigentümerin geworden.

  2. Bei der Eheschließung war es Anfangsvermögen Deiner Mutter.

  3. Im Falle des Todes Deiner Mutter würdest Du (im Fall Du bist das einzige Kind) die Hälfte erben, die andere Hälfte der Ehemann (gesetzlicher Güterstand vorausgesetzt).

  4. Unklar ">meine Mutter unter Ausnutzung ihrer Demenz geheiratet" Hat der Standesbeamte das nicht gemerkt? So etwas ist unzulässig. War sie schon wegen Demenz in Behandlung?

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karola0406 25.05.2014, 17:57

ja, sie war schon in Behandlung. Die Standesbeamtin hat beide Augen zugedrückt und im nachhinein alles abgestritten. Wir haben einen Anwalt beauftragt, der sagt auf Grund der Aussage der Standesbeamtin haben wir keine Chance.

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imager761 25.05.2014, 19:18
@karola0406

Und mit Unterschrift der Trauzeugen unter der Eheurkunde schon mal garnicht. Welcher Verschwörungstheorie sollte ein Richter da wohl folgen wollen?

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  • es gilt das, was im Grundbuch steht
  • es gilt das Anfangsvermögen vor der Heirat

Es scheint sich ja nach Heirat nichts gehändert zu haben. Damit ist es wie vor der Ehe. Zu beachten ist der Zugewinn.

Bei so einer Heirat ist eher das Problem, was sich während dieser tut und was durch Schenkungen oder Ablegen der Beteiligten ergibt.

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Im Jahr 2010 hat der Lebensgefährte meine Mutter unter Ausnutzung ihrer Demenz geheiratet.

Ein Phänomen das bei geschätzten 99% aller Eheschließungen zu vermerken ist.

Die Eheschliessung ist leider nicht mehr rückgängig zu machen.

Das Zauberwort heißt Scheidung.

Wie sind jetzt die Eigentumsverhältnisse?

Lebt die Mutter noch? Offenbar ja. Hat sie den Bungalow verkauft oder verschenkt? Offenbar nein. Was sollte denn dann eine Eheschließung an den Eigentumsverhältnissen geändert haben? Wieso sollte der Kaufvertrag nicht mehr gelten??

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karola0406 25.05.2014, 18:07

meine Mutter lebt jetzt in einem Pflegeheim sie hatte nichts verschenkt. In dem Bungalow lebt ihr Ehemann mit seiner Freundin. Das Grundstück auf dem der Bungalow steht hat der inzwischen gekauft, war vorher Pachtland

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Snooopy155 25.05.2014, 20:38
@karola0406

Der Kauf des Grundstückes ist ja während der Ehezeit erfolgt. Vor der freundin des Ehemannes könnt Ihr eine angemessene Mietzahlung einfordern, solange Deine Mutter noch nicht geschieden ist. Nach einer Scheidung wäre der Mann dann zu einer Mietzahlung verpflichtet, denn das Haus gehört alleine Deiner Mutter. Wichtig ist es, dass Ihr aufgrund der Demenz entsprechende Betreuungsvollmachten beantragt und dann im Auftrag der Mutter alles durchzieht.

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