Vor Beginn des Arbeitsverhältnisses ist eine ordentliche Kündigung ausgeschlossen.. Was nun?

3 Antworten

Das kann Dir hier niemand konkret beantworten, ob bei Kündigung vor Arbeitsantritt eine Vertragsstrafe vom AG tatsächlich in Gang gebracht wird.

Verfügt das (große) Unternehmen über genügend Justiziare oder wahlweise eine prima und noch nicht ausgeschöpfte Unternehmensrechtschutzversicherung, dann kann ein Verfahren gegen Dich angestrengt werden.

Wenn Du a.) genug Knete hast, die Vertragsstrafe selbst zu bezahlen oder b.) eine Arbeitsrechtschutzversicherung hast, die den Fall übernehmen würde (Rechtsstreit über 2 Länder => sehr teuer!!!), dann kannst Du das Risiko der Kündigung vor Arbeitsantritt ja eingehen.

Die Frage ist halt, wie hoch die Vertragsstrafe ausfallen könnte? 1 Monatsgehalt oder 2 bis 3? Aufgewogen wird die "Tat" mit den finanz. Recruiting-Aufwendungen. Was meinst, was so eine Stellenanzeige bei stepstone.de kostet? Unter 900,00 € geht da gar nix ... Was meinst, was Bewerbungsverfahren, Headhunter und das ganze Personagedöns einer Firma für Kosten verursachen? Solche Einheiten verursachen NUR Kosten und Zeit und keinen Gewinn.

Und natürlich werden solche Vertragstrafen nicht dezidiert im Arbeitsvertrag benannt. Das wäre überhaupt kein tolles Onboarding .... . Es war reichlich leichtsinnig von Dir, so einen Vertrag aus dem Aufenthalt im Nachbarland überhaupt zu unterschreiben. Dir wird bei der Unterzeichnung schon klar gewesen sein, dass Du noch mehr Eisen im Feuer hast .... .

...zurück nach Deutschland ziehen...

Von welchem Ausland, wo du gerade lebst, ist denn hier überhaupt die Rede?

Frankreich

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Als erstes würde ich mal mit dem neuen Arbeitgeber sprechen, ob er Dich nicht doch aus dem Arbeitsverhältnis entläßt. Sollte er nicht mitmachen, dann hast Du ja die Möglichkeit die Arbeiit aufzunehmen und sofort wieder zu kündigen. Sollte eine Probezeit vereinbart sein, dann sind diese Fristen ja relativ kurz.

Als erstes würde ich mal mit dem neuen Arbeitgeber sprechen, ob er Dich nicht doch aus dem Arbeitsverhältnis entläßt.

Natürlich natürlich, Briefe können sprechen. Mündlich wird sich der AG nicht eindeutig äußern und so eine Personalerin kann die Anstrengung Klageverfahren auch gar nicht selbst entscheiden. Auf einen fernmündlichen Deal allein ist hier überhaupt kein Verlass!

Sollte eine Probezeit vereinbart sein, dann sind diese Fristen ja relativ kurz.

In 100% aller Arbeitsverhältnisse ist eine Probezeit inkludiert [und NICHT kan].Die Kündigungsfrist beträgt per Gesetz 14 Tage.

dann hast Du ja die Möglichkeit die Arbeiit aufzunehmen und sofort wieder zu kündigen

Und nein, so einfach ist das nicht! Das ist leicht erkennbarer Betrug und kann genauso als Vertragsbruch gewertet werden.

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