von hartz-vier in die Altersrente geschickt?

3 Antworten

Hallo,

grundsätzlich gilt:

" ist eine Person arbeitslos, bezieht Arbeitslosengeld 2 und erreicht das 63.Lebensjahr, dann ist sie grundsätzlich verpflichtet, eine Altersrente mit Abschlägen in Anspruch zu nehmen.

Diese “Zwangsverrentung” gilt für Betroffene jedoch nicht, wenn die zu erwartenden Rente(n) so niedrig ist (sind), dass Sozialhilfe/Grundsicherung beansprucht werden müsste."

......nur dann ist eine Abschiebung in die Altersrente möglich.

Ja, aber gefragt war nach den Abschlägen und nach der Anrechnung bei der Witwenrente. Letzteres eine viel zu selten gestellte Frage.

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@Andri123

Die Abschläge lassen sich sehr leicht ergoogeln. Und unter diesem Link wird der zweite Teil Deines Kommentars beantwortet. https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/04_in_der_rente/03_einkommenanrechnung_bei_der_witwenrente/00_einkommensanrechnung_bei_der_witwenrente_node.html#doc190672bodyText1

Dazu müßte man nämlich wissen, ob der Freibetrag überhaupt überschritten wird. Dieser ist jedoch von einigen Dingen abhängig, die der Fragesteller nicht preisgegeben hat.

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@Snooopy155

Hatte ich nicht gerade vor ca. zwei Tagen diese Frage beantwortet? Und angelsiep hat sogar nachgesehen, wieviele Antworten es dazu gibt, da diese Frage gefühlt halbstündlich kommt? Jedenfalls Danke (im Namen der Fragestellerin).

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@Andri123

Die Frage war " und wie ist es mit meiner Witwenrente die ich beziehe wird das was abgezogen."

Ich hoffte, diese Frage hat sich mit meiner Antwort erledigt, denn

(fast) jede Art von Einkommen wird angerechnet. Liegen also die o.g. Renten zusammen über dem Sozialhilfe Niveau, geht es dem einstigen Hz4 Empfänger nicht anders als den übrigen Rentnern mit knapper Rente aus ihrer durchgehend, aktiven beruflichen Tätigkeit.

Das JC wird bereits im Vorfeld die Berechnung beider Renten zur Entscheidung, Altersrente mit 63 J. zu beantragen, herangezogen haben....hofft man zumindest ! Die Zahlen liegen dem Amt schließlich vor.

Ergänzend wäre aber auch hier der Tipp * Wohngeld zu beantragen * angebracht.

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Grundsätzlich hat mein Vorredner Recht. Da aber die Wartezeit von 35 Jahren nach Deinen Angaben nicht erfüllt ist, hast Du auch keinen Rentenanspruch mit 63 Jahren, auch nicht mit Abschlägen. Da kann sich das Sozialamt auf den Kopf stellen. Sicherheitshalber rate ich aber zur Prüfung der Wartezeit, da für die 35jährige Wartezeit mehr zählt als nur Beitragszeiten.

Zur Zwangsrente mit 63 Jahren lies bitte dies:

Hartz-IV-Bezieher: Schluss mit der Zwangsverrentung mit 63?
https://www.geldtipps.de/geld-vom-staat/grundsicherung/hartz-iv-bezieher-schluss-mit-der-zwangsverrentung-mit-63

Hier eine Liste zu den Abschlägen bei vorzeitigem Rentenbeginn:

Abschläge bei vorzeitiger Rente berechnen mit dem Rentenabschlag-Rechner
https://www.smart-rechner.de/rentenabschlag/rechner.php

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Zur Witwenrente schau in diesen Artikel:

Die große Witwenrente 2017
https://rentenbescheid24.de/grosse-witwenrente-2017/

und hier

Witwenrente und eigene Rente: So viel wird abgezogen
https://www.gevestor.de/details/witwenrente-und-eigene-rente-so-viel-wird-abgezogen-756248.html

.

Das ganze Thema ist also sehr kompliziert. Empfehlenswert ist, lass Dich von einer Sozialberatung beraten. Google so und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist). Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare einen Beratungstermin.

Wohnst Du in Hamburg, geh zur Öffentlichen Rechtsauskunft und Vergleichsstelle (ÖRA) in der Dammtorstraße. Da bekommst Du fachkundigen Rat von ehrenamtlich arbeitenden Anwälten, Richtern und Fachbeamten. Diese halten sich an die Schweigepflicht genauso wie frei praktizierende Rechtsanwälte. - Und falls erforderlich, setzen sie auch Schreiben für Dich auf oder schreiben direkt an die Gegenseite. - Google dazu mit öra hamburg dammtorstraße

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