Verzwickte Grundbuchschuldfrage?

3 Antworten

Du bist in einer ausweglosen Lage:

Angesichts der Demenz der Eltern darf ein Notar von diesen keine Löschungsbewilligung entgegen nehmen.

Ein vom Amtsgericht bestellter Betreuer wiederum darf keine Handlungen vornehmen die das Vermögen der Eltern schädigen können. Ein Verzicht auf ein Absicherungsrecht aber wäre eine solche Handlung.

Einziger Ausweg für Dich wäre, den Nachweis zu erbringen, dass die damalige Zuwendung, entgegen dem äußeren Anschein, kein Darlehen war, sondern eine Schenkung. Liegen Dir denn keine Kontoauszüge vor, auf denen ein entsprechender Verwendungszweck notiert war? Das wäre die einzige Möglichkeit, aus der Sache heraus zu kommen.

Oder Zeugen benennen. Andere Belege vorlegen. Z. B. für was das Geld verwendet wurde.

0

Ich habe eine unterzeichnete Aussage von dem Ehemann meiner Mutter, also meinem Vater, dass dieser angesichts der Demenz seiner Frau bezeugt, dass die 200000, die in der Grundschuld stehen, ein Geschenk waren und, dass jegliche Darlehen, die mit der Grundschuld in Verbindung stehen könnten, abgegolten sind.  

Ich weiß nicht weiter, ich habe die 200000 die mir damals geschenkt wurden dafür hergenommen um ein Darlehen für das Gebäude in dem sie jetzt Leben abzubezahlen. Ich habe aber nicht mal einen Nachweis darüber, daß die Schenkung je passiert ist.

Kommentieren

0
@JulezKat
Ich habe eine unterzeichnete Aussage von dem Ehemann meiner Mutter, also meinem Vater, dass dieser angesichts der Demenz seiner Frau bezeugt, dass die 200000, die in der Grundschuld stehen, ein Geschenk waren

Das ist doch was.

ich habe die 200000 die mir damals geschenkt wurden dafür hergenommen um ein Darlehen für das Gebäude in dem sie jetzt Leben abzubezahlen. 

Das lässt sich auch nachweisen.

0

Dein Sachverhalt erschließt sich mir in keiner Weise, außer, dass Du die Grundschuld löschen lassen willst.

Wenn Deine Eltern Dement sind, müsste ein Vermögenspfleger bestellt sein, mit dem musst Du Dich auseinandersetzen.

Es wird schwierig werden, wenn Du die Situation so schilderst wie im Sachverhalt.

Warum solltest Du eine Schenkung von Geld absichern? Mn sichert Darlehen ab. Jeder, dem Du das erzählst wird annehmen, dass Du ein Darlehen bekommen hast, was mit der Grundschuld abgesichert wurde. Für ich Löschung wird man den Nachweis der Tilgung verlangen, oder den Nachweis, dass Deine Eltern auf die Rückzahlung verzichtet haben.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Besten Dank für Ihre Antwort. Es existiert kein Darlehensvertrag. Wie also weiter vorgehen?

0
@JulezKat

siehe @Privatier59, dass Ihr Euch vorher keinen Rat geholt habt, rächt sich jetzt. Die Bestellung der Grundschuld für Deine Eltern war völlig sinnlos, oder haben Deine Eltern die je benutzt, um sich in irgendeiner Form zu refinanzieren?

1
@JulezKat

Gab es damals eine Bank, ein Notar etc. die dazu geraten haben? Die noch existieren und die die Absicherung in dieser Form bestätigen könnten.

Mir erschließt sich dieser Weg auch ganz und gar nicht. Da gebe ich wfwbinder vollkommen recht. Eine sehr schwierige Angelegenheit.

Zumal du bedenken musst, dass hier auch noch hinzukäme, dass das Objekt evtl. sogar verkauft werden muss, wenn Kosten für ein Pflegeheim anfallen. Vorrpbergehend springt das Sozialamt ein. Aber die verlangen die Erstattung der Kosten.

Und ein Verkauf, um dem zu entgehen klappt nicht, weil (ich meine) die letzten 10 Jahre zurück geprüft werden.

Dann hast du noch größere Probleme.

Bitte um Korrektur, wenn ich hier falsch liege!

2
@wfwbinder

Nein, es diente lediglich deren Absicherung. Sie mussten nie Miete zahlen, haben zudem ein lebenslanges mietfreies Wohnrecht, das ich ihnen auch trotz des Verkaufs nicht nehmen will. Nur die Grundschuld muss für den Verkauf gelöscht werden.

Ja das rächt sich jetzt. Daher ja auch die Frage. Wie weiter vorgehen?

0
@TomundJerry

Nein es gibt niemanden der das bezeugen kann. Ich weiß die Lage ist sehr verzwickt, daher wende ich mich an euch. Meine Eltern mussten nie Miete zahlen, haben zudem ein lebenslanges mietfreies Wohnrecht, das ich ihnen auch trotz des Verkaufs nicht nehmen will. Nur die Grundschuld muss für den Verkauf gelöscht werden. Ich weiß nicht weiter, ich habe die 200000 die mir damals geschenkt wurden dafür hergenommen um ein Darlehen für das Gebäude in dem sie jetzt Leben abzubezahlen. Ich habe aber nicht mal einen Nachweis darüber, daß die Schenkung je passiert ist.

0

Jule

Privatier hat die Problematik der Lastenfreistellung aufgezeigt.

Pressiert es, könnte die Sicherstellung der Löschung der Grundschuld im Grundbuch nur durch eine Hinterlegung eines Kaufpreis t e i l s in Höhe von 102 000 Euro zuzüglich nicht verjährter Zinsen und Löschungskosten erreicht werden.

Dein Notar zeigt dir einen geeigneten Weg und die dadurch entstehenden Kosen auf.

Danke für die Antwort. Was bedeutet das für mich? Es existiert ja kein Darlehensvertrag hinter der Eintragung der Grundschuld. Also was bedeutet dann zzgl nicht verjährter Zinsen?

0

Was möchtest Du wissen?