Verzicht auf Versicherungsfreiheit in der Rentenversicherung

2 Antworten

Verzichterklärung abzugeben macht in Ihrem Fall keinen Sinn. Durch den 1ten (Gleitzonen-)-Job sind Sie bereits pflichtversichert beim RVT und haben Leistungsansprüche gegen den RVT wenn Sie durch z.B. durch eine Erkrankung erwerbsgemindert würden und Reha-Massnahmen bzw. EM-Rente auf Kosten des RVT in Anspruch nehmen wollen. In Hinblick auf Ihre Altersrente sind die Beiträge aus einem 400 EUR-Job eine vernachlässigbare Größe; 1 Jahr Rentenbeiträge aus freiwillig rentenversicherten 400 EUR-Job ergeben ca. 2,80 EUR mehr an monatl. Altersrente. Es gibt faktisch nur den einen Ausnahmefall wo ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit Sinn macht: wenn Sie eben 1.) überhaupt nicht beitragspflichtig zur Rentenversicherung (aus einer Tätigkeit) sind und 2.) absehen können dass Sie den 400 EUR-Job min. noch 3 Jahre lang durchhalten; z.B. bei einer nur langsam fortschreitenden aber therapieresistenten schweren Erkrankung und 3.) absehen können dass Sie nach mehr als 3 Jahren gesundheitlich so am Ende sein werden, daß Sie den in den 36 Monaten Minijob neu erarbeiteten Anspruch auf Reha-/EM-Rente mutmasslich ausnutzen werden. Es ist also ein eher seltener Ausnahmefall wo es sich überhaupt lohnen kann Beiträge aus einem 400 EUR-Job an die DRV zu zahlen.

Durch Deinen GleitzonenJob bist Du bereits in der Sozialversicherung (Rentenversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung) pflichtversichert, zahlst also in die Sozialversicherung ein. Wenn Du bei Deinem 400-Euro-Job auf die Versicherungsfreiheit verzichtest, werden von Deinem Nebenjob von Dir Rentenbeiträge abgezwackt, damit gehen etwas mehr Beiträge in Dein Rentenkonto, aber so richtig rentabel ist das nicht, würde das nur empfehlen, wenn Du nicht versicherungspflichtig beschäftigt wärst.

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