Vertrag zur Kinderbetreuung und die kostenseitige Absetzbarkeit

... komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Um mal mit Deiner letzten Bemerkung anzufangen: Wer es übertreibt, der kann schnell auf die Nase fallen. Es gibt im Steuerrecht die Figur des Gestaltungsmißbrauchs. Wer bestimmte Vertragesgestaltungen nur wählt um steuerliche Vorteile zu genießen, muß damit rechnen, dass diese Gestaltung insgesamt als unwirksam angesehen wird. Bei Verträgen unter Verwandten gehen die Finanzämter sehr schnell von einer solchen Situation aus.

Zunächst mal muß man unbedingt die Formalien einhalten:

www.finanztip.de/recht/steuerrecht/kinder-betreuungskosten.htm

Der Abschluß eines schriftlichen Vertrages ist Pflicht, ebenso die bargeldlose Zahlung. Orientieren muß man sich an den ortsüblichen Sätzen. Erkundige Dich daher vor Ort.

Bei Alleinstehenden gibt es einen Grundfreibetrag von etwa 8000,-- €. Da ohnehin nur maximal 4000,--€ für Kinderbetreuung absetzbar sind, liegst Du also gut darunter. Wie Du allerdings ohne Einkommen nicht nur leben kannst, sondern auch noch nin der Lage bist, der Tochter das Geld wieder in bar zurück zu zahlen, läßt mich natürlich fragen, wovon Du eigentlich lebst. Warnend möchte ich daher hinzu fügen, dass auf allen Deinen Rechnungen Dein Name und Deine Anschrift steht und diese Rechnungen dem für Deine Tochter zuständigen Finanzamt ev. vorgelegt werden müssen. Es ist nicht auszuschließen -und im übrigen leider auch völlig rechtmäßig- dass dieses Finanzamt dann die Sache an Dein Heimatfinanzamt schickt und das sich dann auch lebhaft für die Frage nach der Quelle Deines Lebensunterhalts interessiert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?