Vertrag mit Ballettstudio - Unterschrift beider Elternteile notwendig?

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3 Antworten

in betracht käme höchstens eventuell eine außerordentliche kündigung. hierfür bedarf es jedoch eines ausreichenden kündigungsgrundes. solch einer läge vor wenn, dem kündigenden die fortsetzung des vertragsverhältnisses unzumutbar ist. (Bspw. ein Umzug, einhergehend mit einer verhältnismäßig unzumutbaren ausweitung des anfahrtweges)

Nur die verlorene lust der töchter alleine reicht als kündigungsgrund selbstverständlich nicht aus.

Ich bin mir absolut sicher, dass in dem Vertrag nicht die Kinder als Vertragspartner genannt sind und Du demzufolge nicht als deren Vertreter tätig geworden bist. Das würde aus Sicht des Anbieters nämlich keinen Sinn machen, insbesondere könnte er seine Kosten dann nur bei den Kindern geltend machen und welcher 5-Jährige hat schon Geld. Es geht dem Anbieter bei dieser Klausel erkennbar nur darum, dass nicht später das andere Elternteil interveniert und er den Ärger dann austragen muß. Vertragsrechtlich hat das aber keine Bedeutung. Oder bist Du etwa entmündigt und nur in der Lage, mit Genehmigung Deines Mannes Verträge zu unterzeichnen? Nein? Dann hast Du Pech gehabt und bist an den Vertrag gebunden.

Ich glaube, dass diese Klausel vor Gericht keinen Bestand haben wird, aber du musst klagen.

Eine Verbraucherzentrale wird dir helfen, die Sittenwidrigkeit zu begründen..

Eine Ballettschule muss damit rechnen, das kleine Kinder von heute auf morgen keine Lust mehr haben, insofern ist eine Kündigung zum Monatsende angemessen. So solltest du argumentieren und die Zahlungen entsprechend terminieren - aber es läuft auf einen Rechtsstreit hinaus.

Übrigens kannst du nicht darauf berufen, dass auch die Unterschrift deines Mannes erforderlich gewesen wäre, da geht man von einem konkluden Einverständnis aus..

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