Versteuerung von Kryptogewinn in der Schulzeit?

1 Antwort

In Deutschland werden abgeschlossene Geschäfte besteuert, d.h. ein Kauf und ein folgender Verkauf. Du musst daher anhand der ausgeführten Transaktionen Buch über die entsprechenden Geschäfte führen, sofern das nicht Dein Broker bereits erledigt und bereitstellt.

Der Gewinn bzw. Verlust aus einem Geschäft berechnet sich als Verkaufserlös minus Verkaufsgebühren (Transaktionskosten) minus Kaufkosten minus Kaufgebühren. Ein Tausch zweier Kryptowährungen wäre dem Verkauf der einen und einem Kauf der anderen gleichzusetzen.

Die Gewinne und Verluste eines Kalenderjahres = Steuerjahres werden aufaddiert. Das ist Dein gesamter Gewinn bzw. Verlust.

Dann gibt es zwischen Schüler und nicht-Schüler keinen Unterschied. Dieses Einkommen ist bis zur Höhe des Grundfreibetrags von derzeit 10.347 EUR ist steuerfrei. Darüber hinaus erfolgt eine Besteuerung. Die Erklärung dieser Einkünfte erfolgt durch die Einkommensteuererklärung jeweils im Folgejahr.

Da ich davon ausgehe, dass Du den Grundfreibetrag mit einem Gewinn erst mal nicht überschreiten (sondern sehr wahrscheinlich erst mal Verluste einfahren) wirst, ist das alles also recht harmlos.

Es gibt dann noch ein paar Spezialfälle, wenn die Transaktionen mit Kryptowährungen durch eine andere Währung (z.B. USD, CHF oder GBP) erfolgen oder wenn die gehandelten Instrumente nicht die Kryptowährungen selbst, sondern Hebelprodukte sind. Darauf gehe ich jetzt mal nicht ein.

in Krypto zu investieren

Diese Aussage ist Unsinn, denn Kryptowährungen (wie auch Rohstoffe und andere Währungen) werfen keinen Ertrag ab. Du spekulierst daher auf eine Wertsteigerung. Ein Investment kann im engeren Sinne nur in Instrumente erfolgen, die plausiblerweise einen Ertrag über die Haltedauer liefern. Bedenke daher, dass diese Spekulation riskant ist, d.h. wenn Du z.B. den Kursverlauf EURBTC betrachtest, dann wird Dir klar, dass hier Kurseinbrüche durchaus möglich sind. Eine Abwertung von Kryptowährungen kann auch drohen, wenn verschiedene Wirtschaftsräume eine Regulierung oder Verbote für Kryptowährungen einführen sollten.

Daher, wie bei allen Geldanlagen, ist das Risikomanagement oberste Priorität, damit das Ziel jedes Anlegers erreicht werden kann: der Kaufkrafterhalt. Du willst ja nach Inflation und Steuern nicht Verluste erleiden.

Danke für die Antwort, mir ist das Risiko durchaus bewusst. LG

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