Versteuerung von Buchprojekten

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1 Antwort

Du bist Buchautor, Das ist freier Beruf.

Du hast dafür Ausgaben. Das sind Betriebsausgaben. Da keine Einnahmen vorliegen, ergibt es einen Verlust.

Gut, wenn in 3 Jahren nichts passiert ist, dann wird man es streichen.

Aber für eine Veröffentlichung auf BoD wird es ja reichen.

Wenn schon, dann richtig. Natürlich mit Arbeitszimmer.

Stell Dir vor es gibt einen Bestseller udn Du hättest auf die Betriebsausgaben verzichtet.

Wobei der Zeitraum von drei Jahren von Dir an der Haaren herbeigezogen ist.

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@vulkanismus

Natürlich ist der Zeitraum, ab dem es Diskussionen um die Frage Liebhaberei ja, oder nein gibt, schwimmend.

Es handelt sich hier um die Erfahrungen aus Niedersachsen.

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@wfwbinder

Deine Erfahrungen aus Niedersachsen seien Dir unbenommen. Es mag auch in anderen Bundesländern in etwa auf diesen Zeitraum hinausgehen.

Dies hat allerdings nur etwas mit innerdienstlicher Praxis zu tun. Es ist den Beamten nämlich lästig, dass ein und derselbe Fall alle Jahre wieder in der Liste über vorläufige Fälle auftaucht. Also wird endgültig veranlagt.

Wenn Du aber die dann folgenden Rechtsbehelfe verfolgen könntest, würdest Du feststellen, dass es nicht bei den drei Jahren bleibt. Nur die "wirklichen" Liebhabereien fallen raus.

Gerade bei Künstlern , Schriftstellern u.ä. können sich die Zeiträume sehr lange ausweiten.

James A. Michener z.B. hat an seinem Buch "Alaska" vierzig Jahre geschrieben.

Lassen wir Deutschlands Schriftstellern Zeit.

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@vulkanismus

Ein Werk das die Zeit Wert war, keine Frage. Aber hätte er in den 40 Jahren in Deutschland gelebt und jedes Jahr 2-5.000,- Mark/Euro Betriebsausgaben und damit Verlust für diese Tätigkeit geltend gemacht, wären die Finanzamtsmitarbeiter doch etwas ungeduldig geworden.

Der Unterschied wird aber darin liegen, wie der Vorlauf ist. Der Bauarbeiter, der an seinem Teilbiografischen Erstwerk "Stein auf Stein" 5 Jahre arbeitet und ausser einem Haufen Manuskripten wenige vorzuweisen hat, steht mit seinen Verluste einfach schlechter da, als Dr. .... der regelmäßig, wenn auch in großen Abständen alle 8-12 Jahre mal ein Honorar von einem Verlag bekommen hat und dann mal wieder 5-7 Jahre Verluste produziert und mit dem Gehalt von der Klinik ausgleicht.

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@vulkanismus

Ein Werk das die Zeit Wert war, keine Frage. Aber hätte er in den 40 Jahren in Deutschland gelebt und jedes Jahr 2-5.000,- Mark/Euro Betriebsausgaben und damit Verlust für diese Tätigkeit geltend gemacht, wären die Finanzamtsmitarbeiter doch etwas ungeduldig geworden.

Der Unterschied wird aber darin liegen, wie der Vorlauf ist. Der Bauarbeiter, der an seinem Teilbiografischen Erstwerk "Stein auf Stein" 5 Jahre arbeitet und ausser einem Haufen Manuskripten wenige vorzuweisen hat, steht mit seinen Verluste einfach schlechter da, als Dr. .... der regelmäßig, wenn auch in großen Abständen alle 8-12 Jahre mal ein Honorar von einem Verlag bekommen hat und dann mal wieder 5-7 Jahre Verluste produziert und mit dem Gehalt von der Klinik ausgleicht.

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@vulkanismus

Allerdings nur literarisch, persönlich bin ich ihm nie begegnet.

Vielleicht später mal, mit Glück komme ich in die gleiche Abteilung.

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Vielen Dank für die Antwort. Eine Ergänzung: Die Betonung liegt bisher auf "Hobby", ich arbeite als Angestellter und verdiene damit mehr, als ich mit Büchern wohl jemals realistisch verdienen kann. Die Angestelltentätigkeit hat wirtschaftlich und inhaltlich nichts mit dem Buchprojekt zu tun. Kann ich trotzdem auf "freien Beruf" plädieren?

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@marilt

Wenn Du sagst, "das ist mein Hobby," dann ist es tot. Weil Hobby = Liebhaberei.

Für den Abzug der Verluste ist es notwendig, dass Du ernsthaft daran interessiert bist, dieses Buch zu veröffentlichen und Gewinne zu erzielen.

Der Vorteil ist ja heutzutage, dass es Dinge wie BoD, eBooks usw. gibt. Man muss nicht mehr bei einem Verlag unter Vertrag sein und von dort einen namhaften Betrag kassieren.

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@marilt

Ich mache auch Bücher (was nicht billig ist).

Dies zu meiner Weiterbildung und weil es mir Spaß macht. Manchmal verschenke ich sie auch. Ein paar Dutzend wurden mir auch schon abgekauft.

Aber mit dem Finanzamt hat das nichts zu tun.

Und es ist kein freier Beruf. Es ist eines meiner Hobbys.

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