Versorgungsausgleich bei Scheidung und Rentner

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4 Antworten

Der Rentenversicherer weiß so lange nichts von einer Rentenzahlung, bis Dein Vater offiziell einen Rentenantrag gestellt hat.

Dieser Rentenantrag wird nicht vom Sozialamt, sondern von der erkrankten Person persönlich gestellt.

Dein Vater kann sich diesen Antrag zuschicken lassen und selbst ausfüllen, oder er lässt sich von einem Mitarbeiter der Rentenversicherung dabei helfen. 

Dazu braucht er allerdings einen Termin, den man telefonisch bekommt.

Den Versorgungsausgleich, den er durch die Mutter erhält, bekommt er, sobald seine eigene Rente gezahlt wird. Bis dahin muss er weiter Sozialhilfe beziehen.

Noch ein Tipp: Sobald die Rente bewilligt wurde, sollte Dein Vater zusätzlich Grundsicherung beantragen. Vorausgesetzt, dass in den 735 € Rentenanspruch der Versorgungsausgleich schon enthalten ist.

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Den Ratschlägen und Hinweisen von Primus ist nichts hinzuzufügen ! 

Wichtig, vergiß auch nicht die bereits diagnostizierte Pflegestufe gleich bei der KK  zu beantragen.

Pflegegeld gibt es erst ab Termin der Antragstellung. Du bzw. der Vater, ihr verliert sonst nicht nur wertvolle Zeit sondern auch Geld !

In derzeitiger Situation nicht unwichtig für euch beide ! 

Alles Gute ! 

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Das Sozialamt ist sehr wohl berechtigt bei der RV einen Rentenantrag zu stellen. Jedoch nur, wenn sie den Versicherten bereits vorher schriftlich zur Rentenantragstellung aufgefordert hat. Allerdings muss ich zu der ärztlichen Entscheidung folgendes anmerken: nur die RV entscheidet über das Vorliegen der Erwerbsminderung. Der Arzt des Sozialamtes versucht immer die Leute in die Erwerbsminderungsrente zu bekommen. In den wenigsten Fällen stimmt der medizinische Dienst der RV dieser Entscheidung zu. Und bevor der Vater keinen Rentenantrag gestellt hat, wird von der RV auch keine Rente bewilligt. Sollte diese jedoch bewilligt werden (es müssen auch die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein, z.B. in den letzten 5 Jahren 3 Jahre Pflichtbeiträge!), dann wird die Rente um den Versorgungsausgleich ab Rentenbeginn erhöht werden.

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Kommentar von Gaenseliesel
25.04.2015, 18:55

Das Sozialamt ist sehr wohl berechtigt bei der RV einen Rentenantrag zu stellen. Jedoch nur, wenn sie den Versicherten bereits vorher schriftlich zur Rentenantragstellung aufgefordert hat.

diese Aussage von dir stimmt nur bedingt !

denn, ist z.B. zu erwarten, dass sich durch ein Abwarten bis zum Erreichen der Altersgrenze eine lebenslange Grundsicherungsleistung vermeiden lässt (eine Rentenleistung mit eigenem finanziellen Auskommen bezogen werden wird) dann kann das Amt vorher schriftl. auffordern wie es möchte, rechtens ist es dann nicht !

Erst wenn die Ämter einen etwaigen höheren Rentenbezug ausschließen können, dürfen sie den Versicherten zu einer Rentenantragstellung auffordern. 

Näheres dazu auch hier:

http://www.anwalt.de/rechtstipps/zwangsverrentung-darf-das-jobcenter-gegen-den-willen-des-betroffenen-vorzeitige-altersrente-beantragen_059177.html

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Erstmal Danke für die Antwort. Also laut der Aussage des Sozialamtes ist das mit dem Rentenantrag wohl geklärt, die Rentenkasse wollte nur noch den Bericht des Amtsarztes (wo wir letzte Woche waren) abwarten...

Den "Befund" das mein Vater nicht mehr arbeiten kann, hat der Amtsarzt an das Sozialamt geschickt. Ich steige da absolut nicht mehr durch... Mein Vater hat auch ein Gutachten vom Neurologen das er unter Demenz und fehlendem Kurzzeitgedächtnis leidet, die Vorraussetzungen für Pflegestufe 1 ist laut seinem Befund gegeben, was so auch in dem Befund steht. Deswegen kümmer ich mich jetzt seit gut einem Jahr um den ganzen Papierkrieg.

Muss mein Vater nochmal zu einem Amtsarzt von der Rentenkasse?

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Kommentar von Primus
21.04.2015, 14:00

Erst einmal möchte ich Dich bitten, das Rädchen unter einer Antwort anzuklicken, um die Funktion " kommentieren " zu nutzen, damit hier nichts durcheinander kommt.

Jetzt zu Deiner Frage: Wurde  ein Rentenantrag ordnungsgemäß  gestellt, fordert sich die Rentenversicherung sämtliche ärztliche Unterlagen an und lässt diese überprüfen. 

Sollten noch leise Zweifel an der Erwerbsunfähigkeit bestehen, wird Dein Vater zum Gutachter bestellt, der dann entscheidet, ob - oder ob nicht.

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