In meiner Abrechnung für die Mietwohnung ist eine erhebliche Versicherungs-Erhöhung enthalten, muss ich die Steigerung hinnehmen?

5 Antworten

550 Euro für Gebaude- und Haftpflichtversicherung eines Fünfparteienhauses erscheinen mir so wenig, daß ich einen Fall krasser Unterversicherung vermute. Darauf könnte der Eigentümer aufmerksam gemacht worden sein und den Vertrag angepasst haben.  Dann wäre die Erhöhung völlig in Ordnung.

Letztendliche Klarheit kann nur die Anfrage beim Vermieter bringen.

Bevor Du hier das Forum darüber rätseln läßt, um welche Versicherung es sich handeln könnte, rufe doch bei Deinem Vermieter an und lasse Dir belegen, um welche Versicherung es sich handelt und womit diese Beitragssteigerung durch die Versicherung begründet wird.

Es gab ja in den vergangenen Jahren Gebiete, die besonders von Hochwasser oder Hagel heimgesucht wurden und in denen auch die Prämien entsprechend in die Höhe geschossen sind.

Danach kannst Du noch prüfen, wieweit Dein Mietvertrag die Umlegung dieser Versicherung zuläßt.

Bei dem Beitrag muss es eine sehr, sehr große Wohnung sein. Tendenziell ein Berechungsfehler.

Generell sind viele Versicherungen umlegbar und wenn bisher nur Feuer, neu aber Leitungswasser, Sturm, Hagel, Gebäudehaftpflicht und dazu vielleicht noch andere abgeschlossen wurden, kann der Anteil deutlich steigen.

Nur sind 1.500 € für ein Haus schon sehr viel. Bei einer Wohnung würde ich mir zumindest eine genaue Aufstellung geben lassen und den Eigentümer darauf ansprechne, dass es auch wesentlich billiger gehet.

Selbst die 550€ sind schon sehr viel, bei meiner zugegeben kleinen Wohnung lag der Versicherungsanteil (Sturm/LW/H/B, Brand und Haftpflicht) an den umgelegten Kosten unter 100€.

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sry, die 1500 sind das ganze haus verteilt auf 5 parteien

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@haus1

Na dann dürfte mit der Antwort von Privatier59 dich auf den richtigen Weg bringen. Ob der Versicherungsumfang gestiegen ist (wahrscheinlichser Fall) oder Schadensfälle oder eine Neueingruppierung z. B. wegen eines Hochwassers der Grund sind kann man erfragen. Es ist jedenfalls alles normal und fast alles kann auf die Mieter umgelegt werden.

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Ich weiß, das Thema geistert zum Ende des Jahres regelmäßig durchs Forum.

Folgender Fall: Eine Bekannte beauftragt mich mit der Überprüfung ihrer Nebenkostenabrechnung für 2014, da von ihr eine erhebliche Nachzahlung bei den Betriebskosten gefordert wird. Bei den Verbrauchskosten hingegen wurde ein Guthaben ausgewiesen. Folglich versuchte der Vermieter (große Vermietergesellschaft) die Vorauszahlungen für das Folgejahr um über 60% zu erhöhen.

Bei der Überprüfung stellte sich schnell heraus, dass alle Positionen der Betriebskostenabrechnung zu beanstanden sind. Entweder wurde ein falscher Umlageschlüssel verwendet oder vorhandene Gewerbeeinheiten nicht mit einbezogen. Selbst simple Berechnungspositionen (z.B. Grundsteuer) wurden betragsmäßig falsch erfasst, wie sich bei der Belegeinsicht herausstellte.

Auch die Belegeinsicht, die 8 Monate nach dem erfolgten Widerspruch stattfand, wurde quasi unmöglich gemacht, weil entscheidende Belege nicht vorlagen, bzw. nur selbsterstellte Listen von angeblich erfolgten Wartungen und Dienstleistungen vorgelegt wurden. Orginalbelege komplette Fehlanzeige.

Unnötig zu erwähnen, dass alle Positionen und Fehlbuchungen sich nur auf der Vermieter-Habenseite, sprich positiv für den Vermieter, auswirkten.

Widerspruch läuft weiterhin. Alles wird seinen Gang gehen, da es offensichtlich ist, dass die NK-Abrechnung zum größten Teil aus "gewürfelten" Zahlen besteht.

Wie sieht es aber strafrechtlich aus?

Wie sich durch Gespräche mit Nachbarn herausstellte - immerhin handelt es sich um ein 200 Parteien-Haus mit ausschließlich Mietwohnung die alle im Eigentum der Vermietungsgesellschaft stehen - hat jeder Mieter eine so geartete Abrechnung nebst Erhöhungsbegehren erhalten.

Nur wenige haben sich aus Angst gegen die Abrechnung gewehrt. Die überwiegende Mehrheit hat nachdem der Vermieter mit Kündigung, Schufa und Klage gedroht hat, gezahlt.

Klar, die die sich nicht einschüchtern ließen und nicht gezahlt haben, sind nun relativ fein raus. Im Klagefall muss der Vermieter seinem "schlechten" Geld noch gutes hinterher werfen. Aussicht auf Erfolg mit einer Klage hat er definitiv nicht.

Selbst wenn ich "nett" rechne, haben mindestens 180 Parteien bezahlt. Ausgehend von den vorliegenden Zahlen im Schnitt um die 800 €. Zwar hätten sie einen Rückforderungsanspruch, jedoch müssten die "Geprellten" ihren Anspruch gegen den Vermieter - jeder für sich - belegen und vor Gericht gehen.

Unterm Strich hat sich die Vermietungsgesellschaft auf diesem Weg über 140T€ - nur in diesem Haus - "erschlichen" und sich bereichert. Jedoch ist bekannt geworden, dass die Vermietgesellschaft im Bundesgebiet um 25.000 Wohnungen besitzt und vermietet.

Aus meiner Sicht ist das gewerblicher Betrug. Macht es Sinn Strafantrag zustellen?

Ach ja, bevor Nachfragen kommen: Es handelt sich um die BUWOG mit Sitz in Kiel. ..;-) Wäre dankbar, wenn Ihr eigene Erfahrungen oder Rechercheergebnisse - explizit mit diesem Unternehmen - an mich weiterleitet.

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