Versicherung verklagen? möglich?

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Es ist bekannte Taktik, bei Großschäden den Geschädigten "auszuhungern" um ihn runterzuhandeln oder zum Verzicht auf seine recht zu bringen. Jeder , der einmal einen großen HP Schaden bei einer Versicherung hatte wird ihnen da ein Lied von singen können. Manche Versicherungen sind darin geradezu Meister. Naiv ist der, der noch an die Gerechtigkeit glaubt, jahrelang seine Beiträge brav zahlt und dann denkt er sei abgesichert. Denkste ! Ihr Recht müssen Sie sich hart erkämpfen, da kommt was auf sie zu ! Hinter der ach so seriösen Fassade der Assekuranzen hocken zuhauf Zocker und seelenlose Abwimmler. LAssen Sie sich nicht davon beirren ! Es gibt ein gutes Buch zum Thema, das konkrete Hilfe bietet, leider seit langem vergriffen "Das böse Buch der Versicherungen". Wenden Sie sich an mich, wenn Sie Interesse haben. Viel Erfolg.

Sicherlich musst Du den Schadenersatz gerichtlich durchsetzen. Allerdings kannst Du nur konkreten Schaden einklagen, keine abstrakten Schaden. Entgangene Aufträge sind abstrakter Schaden. Hast Du nicht jemanden eingestellt, der dich vertritt bei der Büroarbeit? Die entstandenen Kosten wären konkret. Fahrtkosten und Behandlungskosten/Zuzahlungen sind konkrete Kosten. Erwerbsausfall kann man nur anhand von Zahlen aus der Vergangenheit belegen. Wird nicht einfach.

Hier hilft nur eine Klage, denn der Anspruch ist dem Grunde nach nicht anerkannt. Es wird eine Mithaftung behauptet, die nach Sachverhaltsangabe allerdings wohl eher fraglich ist. Wichtig ist, ob es Zeugen gibt und was die gesehen haben. Sinnvollerweise sollte der Schaden gleich quantifiziert werden, wobei das nach § 252 Satz 2 BGB zu berechnen ist. Näheres unter: Werbung durch Support gelöscht

Ärger mit Inkasso und Anwalt

Hallo! Ich bin neu hier und ziemlich verzweifelt. Ein Anwalt will hier jetzt gegen uns das Verfahren eröffnen, weil wir eine Forderung nicht begleichen.

Folgender Sachverhalt:

Inkassounternehmen X fordert insgesamt 89,14 EUR . Hauptforderung 23,74, Mahnkosten 10 und der Rest 55,40 waren Inkassokosten (Inkassogebühr, Kontoführung, Adressermittlung, Auslagen für schriftliche Mahnung, Inkassoauslagen).

--> Auf diese Forderung haben wir reagiert indem wir nachgegoogelt haben ob so hohe Inkassokosten zulässig sind. Ergebnis war: Nicht höher als Rechtsanwaltskosten und die haben wir mit 32,50 gefunden. --> Wir haben 66,24 EUR überwiesen (23,74+10+32,50) und einen Brief an das Inkassounternehmen geschickt:

"Ich habe ihnen Grundforderung 23,74 + Mahnkosten 10,00 + 32,50 auf das von ihnen angegebene Konto überwiesen. Meines Wissens sind 32,50 bei dieser Höhe der Maximalsatz, den ein Inkassounternehmen ansetzen darf, deshalb habe ich auch nicht mehr überwiesen. Sollten sie darüber hinaus höhere Kosten geltend machen wollen bitte ich sie mir detailliert alle Kosten auf zu schlüsseln. Ich werde ihre Forderung dann prüfen / prüfen lassen. Sollten sie sich innerhalb der nächsten 30 Tage nicht melden gehe ich ansonsten davon aus, dass die Angelegenheit sich mit Überweisung der 66,24 EUR erledigt hat."

---> UND EIN PAAR TAGE DANACH KAM POST VON EINEM ANWALT

Forderung (mit Androhung vor Gericht zu gehen): 89,14 EUR (das ursprüngliche von der Inkasso) -66,24 (unsere Zahlung)+ 39 (Rechtsanwaltshonorar + irgendwelche Auslagen) = 61,90

--> wir haben bei diesem Anwalt angerufen und versucht das zu klären. Wir wurden gebeten eine schriftliche Stellungnahme zu schicken.

--> Mail an den Anwalt:

"wie telefonisch gefordert hier die Stellungnahme:

Unserer Ansicht nach besteht kein Grund, dass sie für firma XY zur Zahlung auffordern. Grundforderung + Mahnkosten Firma XY + 32,50 wurden an die Inkasso gezahlt. Für höhere Kosten/Forderungen seitens des Inkassounternehmens wurde eine Kostenaufschlüsslung verlangt. Dies wurde neben der Zahlung der Inkasso auch schriftlich mitgeteilt. Den Brief an die Inkasso habe ich ihnen als PDF angehängt."

---> dann kam vom Inkassounternehmen ein Brief, dass sie bereits vorher den Fall an diesen Rechtsanwalt übergeben haben (komisch- denn der hatte die Zahlung ja in seiner Aufschlüsselung drin - also wie kann das sein!)

--> heute kam ein Brief des Anwalts mit einer Inkassokostenzusammensetzung und Forderungsaufstellung.Wenn wir nicht Zahlen nimmt er das verfahren wieder auf.

Jetzt meine Frage: Kann er das tun? Die Hauptforderung ist beglichen! Das Inkassounternehmen hat unserer Ansicht nach den Fall an den RA weiter weil wir nicht voll gezahlt haben und dafür sollen wir jetzt noch mehr blechen!!!!

Was würdet ihr tun? Mahnbescheid abwarten und dagegen Einspruch erheben? Oder hab ich was vergessen und die kriegen uns dran? LG Smarti

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