Vermögen auf Kinder übertragen um Abgeltungssteuer zu umschiffen?

4 Antworten

Wenn die Kinder Minderjährig sind, klappt das nur mit förmlicher Schenkung und Bestellung eines Ergänzungspflegers (den man selbst vorschlagen kann).

Sonst wird das Ganze weiterhin den Eltern zugerechnet, weil sie die Kontohoheit haben udn das Geld nach belieben hin und her schieben könnten.

Es ist größte Vorsicht geboten.

Wer das einfach "nur so" macht. sich dann über Erklärungen der Kinder die Abgeltungssteuer wiederholt um den Grundfreibetrag + Sparerfreibetrag auszunutzen udn dann das Geld irgendwann, wenn er es braucht zurück holt ist ganz schnell in der Steuerhinterziehung.

Weil das wahrscheinlich so ziemlich keiner macht, wenn die Oma oder man selbst einen Fondssparplan für die Kids abschließt, wäre es nett, wenn du dazu auch eine Quelle hättest.

Auch das mit dem "den Eltern zugerechnet" findet in der Praxis nicht statt. Die Kids sind irgendwann erwachsen und das Depot wird vom Minderjährigen- zum Erwachsenendepot, bei dem die jungen Erwachsenen selbst verfügen können.

Der § 42 AO verhindert, dass man herschieben darf aber was verbietet das hinschieben ohne Ergänzungspfleger?

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@wfwbinder

Wenn es der richtige Link ist, geht es daraus schon mal nicht hervor.

Nur schreibt die Steuerberaterkammer ja auch keine Gesetze, Richtlinien oder sonst was. Hast du noch eine andere Quelle?

Es geht um die entscheidende Frage: können Eltern oder Großeltern Ihren Kindern zu Lebzeiten einfach so etwas schenken oder braucht man dazu immer einen Ergänzungspfleger?

Ich sehe es so, dass ich meinen Kindern ja schon jeden Monat Taschengeld schenke und wenn meine Mutter meinen Kindern etwas zukommen lässt, können Sie das ja nur konsumieren oder anlegen. Sie legen es logischerweise in einem Fondsdepot an aber wieso sollte es dazu einen Ergänzungspfleger brauchen? Der ist ja mehr dann erforderlich, wenn es auch irgendwie gegen die Kids laufen kann. Sonst bräuchte fast jedes Kind einen Ergänzungspfleger. Da aber nun schon mal meine keinen haben, wird die Grundaussage - deine Grundaussage - wohl aus irgendeinem Grund nicht ganz korrekt sein.

Ich würde jetzt gerne herausfinden, ob ich oder ob du falsch liegst. Wenn du falsch liegst, scheint es jedenfalls (siehe die drei DH) ein weiter verbreiteter Irrtum zu sein.

Ich bin mit meiner Rechtsauffassung nebenbei auch nicht ganz alleine. Der oberste Beitrag, der kommt, wenn du ergänzungspfleger schenkung geld in Google eingibst, entspricht exakt meiner Rechtsauffassung und auch der üblichen Praxis.

Mit der Frage von pierregilbert hat das nebenbei nur bedingt zu tun. Die Art der Frage deutet darauf hin, dass es mehr darum geht, ziemlich transparent für das Finanzamt Steuern zu hinterziehen. Ohne Schenkungswillen hilft auch kein Ergänzungspfleger.

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Natürlich geht das: Jedem steht ein Pauschbetrag von 801 Euro zu. Darüber hinaus sind Einkünfte auch erst ab dem Grundfreibetrag von 8354 Euro steuerpflichtig, man kann somit noch weit mehr an Kapitalertrag steuerfrei kassieren.

Allerdings hat die Sache einen Haken: Das Kapitalvermögen darf nicht nur rein formal auf die Kinder übertragen werden, sondern muß diesen per Schenkung endgültig zukommen. Folge ist, dass die dann auch nach eigenem Belieben darüber verügen können. Was dann davon übrig bleibt -sofern etwas übrig bleibt- steht bei manchen Kindern in den Sternen. Je nach Höhe der Zuwendung kann außerdem Schenkungsteuer anfallen.

Alles richtig und rechtlich eindeutig. Es gibt aber vielleicht auch noch den Weg, dass sich Eltern und Nachwuchs gut verstehen, die Eltern der volljährigen Kinder Geld auf deren Namen anlegen und die Depots verwalten mit Vollmacht. Das spart dann 211 € p.a. pro Kind bei der kleinen Lösung nur mit der Abgeltungssteuer - sicher nicht die Welt.

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@GAFIB

Wenn es um "Geld"anlagen geht, ist man derzeit zum einen auch bei einer Rückschenkung im Bereich.

Zum anderen hätten wir da noch den § 42 AO. Sieht von der Gestaltung her doch recht mißbräuchlich aus.

Wenn man selbst zu viel hat und die auch volljährigen Kinder nichts, sollte man überlegen, ob man denen nicht etwas schenken sollte. Aber nicht wegen der Abgeltungssteuer.

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@Rat2010

Danke, das meinte ich allerdings auch mit meinem ersten Satz. Klar, es muss eine gewollte Schenkung sein, gar kein Zweifel. Nur können und wollen z.B. studierende Kinder sich noch nicht um ihre Depots kümmern.

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Ja, die Abgeltungssteuer sollte man nicht einfach so hinnehmen. Einen Teil des Vermögens auf die Konten der Kinder zu übertragen ist ein einfacher und oft genutzter Weg um die Abgeltungssteuer zu mindern.

Nun ist die Abschaffung des Bankgeheimnisses aber schon einige Zeit her und inzwischen sind wir auch europaweit transparent.

Man kann Kindern Geld schenken. Aber: geschenkt ist geschenkt, wieder holen ist gestohlen. Oder genauer: wenn es zurück übertragen wird, kommt das Finanzamt zumindest mit der Keule der Verzugszinsen, weil die Einkünfte der ganzen Jahre dann den Eltern zugerechnet werden.

Wenn man es übertreibt, wird natürlich auch die (in de Gegenrichtung ungünstige) Erbschaftsteuer zum Thema. Dann hat man nur 20.000 € Freibetrag und Steuerklasse II. Das Finanzamt nimmt im Zweifel das an, was ihm mehr bringt.

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