Vermögen auf Kinder übertragen um Abgeltungssteuer zu umschiffen?

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6 Antworten

Bei dem seit Jahren viel zu niedrigen Sparer-Pauschbetrag ist es auf jeden Fall sinnvoll Geld auf Konten der Kinder zu parken. Wenn die Kinder ihren Sparer-Pauschbetrag noch nicht selbst ausschöpfen.

Steuernsparen ist nicht verboten:

http://www.biallo.de/finanzen/Steuern_Recht/abgeltungsteuer-kapitaluebertrag-an-...

...Das Geldinstitut witterte einen Missbrauch der Vertretungsmacht der Eltern. Die Bundesrichter widersprachen dieser Auffassung. Da die Summen aus dem Vermögen der Eltern stammten, könnten diese auch darüber verfügen, so die Richter (Az. XI ZR 220/03).

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Wenn die Kinder Minderjährig sind, klappt das nur mit förmlicher Schenkung und Bestellung eines Ergänzungspflegers (den man selbst vorschlagen kann).

Sonst wird das Ganze weiterhin den Eltern zugerechnet, weil sie die Kontohoheit haben udn das Geld nach belieben hin und her schieben könnten.

Es ist größte Vorsicht geboten.

Wer das einfach "nur so" macht. sich dann über Erklärungen der Kinder die Abgeltungssteuer wiederholt um den Grundfreibetrag + Sparerfreibetrag auszunutzen udn dann das Geld irgendwann, wenn er es braucht zurück holt ist ganz schnell in der Steuerhinterziehung.

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Kommentar von Rat2010
19.01.2014, 15:47

Weil das wahrscheinlich so ziemlich keiner macht, wenn die Oma oder man selbst einen Fondssparplan für die Kids abschließt, wäre es nett, wenn du dazu auch eine Quelle hättest.

Auch das mit dem "den Eltern zugerechnet" findet in der Praxis nicht statt. Die Kids sind irgendwann erwachsen und das Depot wird vom Minderjährigen- zum Erwachsenendepot, bei dem die jungen Erwachsenen selbst verfügen können.

Der § 42 AO verhindert, dass man herschieben darf aber was verbietet das hinschieben ohne Ergänzungspfleger?

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Ja, die Abgeltungssteuer sollte man nicht einfach so hinnehmen. Einen Teil des Vermögens auf die Konten der Kinder zu übertragen ist ein einfacher und oft genutzter Weg um die Abgeltungssteuer zu mindern.

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Kommentar von Rat2010
19.01.2014, 18:55

Nun ist die Abschaffung des Bankgeheimnisses aber schon einige Zeit her und inzwischen sind wir auch europaweit transparent.

Man kann Kindern Geld schenken. Aber: geschenkt ist geschenkt, wieder holen ist gestohlen. Oder genauer: wenn es zurück übertragen wird, kommt das Finanzamt zumindest mit der Keule der Verzugszinsen, weil die Einkünfte der ganzen Jahre dann den Eltern zugerechnet werden.

Wenn man es übertreibt, wird natürlich auch die (in de Gegenrichtung ungünstige) Erbschaftsteuer zum Thema. Dann hat man nur 20.000 € Freibetrag und Steuerklasse II. Das Finanzamt nimmt im Zweifel das an, was ihm mehr bringt.

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Natürlich geht das: Jedem steht ein Pauschbetrag von 801 Euro zu. Darüber hinaus sind Einkünfte auch erst ab dem Grundfreibetrag von 8354 Euro steuerpflichtig, man kann somit noch weit mehr an Kapitalertrag steuerfrei kassieren.

Allerdings hat die Sache einen Haken: Das Kapitalvermögen darf nicht nur rein formal auf die Kinder übertragen werden, sondern muß diesen per Schenkung endgültig zukommen. Folge ist, dass die dann auch nach eigenem Belieben darüber verügen können. Was dann davon übrig bleibt -sofern etwas übrig bleibt- steht bei manchen Kindern in den Sternen. Je nach Höhe der Zuwendung kann außerdem Schenkungsteuer anfallen.

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Kommentar von GAFIB
19.01.2014, 19:51

Alles richtig und rechtlich eindeutig. Es gibt aber vielleicht auch noch den Weg, dass sich Eltern und Nachwuchs gut verstehen, die Eltern der volljährigen Kinder Geld auf deren Namen anlegen und die Depots verwalten mit Vollmacht. Das spart dann 211 € p.a. pro Kind bei der kleinen Lösung nur mit der Abgeltungssteuer - sicher nicht die Welt.

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um die Abgeltungssteuer zu umschiffen?

nein! Es ist nur dann sinnvoll, wenn man den Kindern das Vermögen auch wirklich übertragen will. Und das sollte man dann auch tun.

Geht es nur um die Abgeltungsteuer, die man vermeiden will, wird das Finanzamt sehr genau hinsehen und ggf. das Vermögen weiter den Eltern zuordnen.

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Kommentar von betroffen
20.01.2014, 10:54

Das glaube ich nicht!

Ich glaube, ich kann meinen Kindern so oft ich Lust habe ein paar Hunderter auf ihr Konto überweisen und sie wenn ich Lust dazu habe bitten mir es wieder zurück zu überweisen.

Wenn die Kinder in der Zwischenzeit dafür irgendwelche Zinsen bekommen haben... Wieso sollte das strafbar sein? Da habe ich kein Verständnis für.

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Kann man machen, ob es sinnvoll ist kann jeder anders beurteilen.

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