Vermittlung von Ferienwohungen im Ausland (EU)?

3 Antworten

Du solltest Dich für die Steuer weniger auf die Zahlungsströme, sondern mehr auf die Vertragsverhältnisse konzentrieren.

  1. Verstehe ich richtig, der Kunde zahlt bei Dir für den Nachweis der Unterkunft, Den ertrag macht er mit dem Hauseigentümer und zahlt dem die Miete? Bint es keine Anzahlung auf die Miete? Was passiert, wenn der Mieter nicht antritt, oder Vorort nicht zahlen kann? Gibt sich der Vermieter damit zufrieden, dass er von Dir nur einen Vertrag mit dem Mieter bekommt?
  2. Machst Du den Mietvertrag mit dem Kunden? Mietest Du die Wohnung om Vermieter an?Oder macht der Mieter auf Deinem Portal den Vertrag mit dem Vermieter und Du machst nur die Zahlungsweiterleitung?

Dann ist zu unterscheiden zwischen Umsatzsteuer und Einkommensteuer.

Der Gewinn ist in Deutschland zu versteuern, weil hier der Betrieb ist.

In der Umsatzsteuer ist die Besteuerung bei Umsätzen über Grundstücke dort, wo das Grundstück liegt.

Da könnte also zu klären sein wo liegen die Wohnungen und gibt es dort eine Kleinunternehmerregelung.

Hallo und danke für die schnelle Antwort!

Die Ferienwohnungen befinden sich als klassisches Beispiel in Kroatien. Diese sind jedoch Private Vermieter und sind kein Unternehmen oder Kleingewerbe.Dort zahlen die Vermieter eine Pauschale pro Jahr für das Vermieten.

Auf dem Portal wird der Mietvertrag generell zwischen dem Mieter und Vermieter gemacht.

Wir erheben nur die Leistung auf unserem Portal bei der Reservierung als Gebühr vom Mieter.

Zu Punkt 1: Der Vertrag "Mietvertrag" ist zwischen Mieter und Vermieter. Gast/Kunde bucht direkt auf unserer Seite und zahlt unsere Gebühr als Fixbetrag für die Leistung auf unserem Portal + evtl. Kaution falls diese Verlangt wird. Bei Anreise erhält der Gast/Kunde die Kaution zurück. Bei nichtanreise leiten wir diese als Zahlungsweiterleitung an den Vermieter als Entschädigung.

Zu Punkt 2: Der Mieter bucht auf unserer Seite die Unterkunft und schließt damit den Mietvertrag mit dem Vermieter. Zahlt den vollen Betrag an uns und wir leiten diesen an den Vermieter weiter.

Zu beachten, Mieter kommen aus DE.

Der Unterschied zwischen Punkt 1 und 2 ist nur ob der Mieter nur unsere Gebühr bezahlt + Kaution unter Punkt 1 oder, unsere Gebühr + den vollen Betrag der Unterkunft die wir an den Vermieter weiterleiten unter Punkt 2.

Meine Frage ist daher konkret, welche dieser beiden Punkte kann ich anwenden damit ich keine Umsatzsteuer an das andere EU Land abwickeln muss so das alle meine Steuerlichen Aspekte in DE bleiben. Wenn keine der beiden, was wäre die Lösung das es so ist?

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@vincenz87
so das alle meine Steuerlichen Aspekte in DE bleiben. 

Wie schon geschrieben, Dein Gewinn wird in Deutschland versteuert, weil hier Deine geschäftliche Niederlassung ist.

Das Umsatzsteuerrecht sagt in § 3a Abs. 3 UStG:

1.

Eine sonstige Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück wird dort ausgeführt, wo das Grundstück liegt. Als sonstige Leistungen im Zusammenhang mit einem Grundstück sind insbesondere anzusehen:

a)

sonstige Leistungen der in § 4 Nr. 12 bezeichneten Art,

Also ist Ort der Leistung für die Vermittlung von Mietverträgen in diesem Fall Kroatien.

Wichtig ist, dass Du vor allem im Vertrag ganz klar legst, dass derMietvertrag mit dem Hauseigentümer geschlossen wird und Ihr nur den Service, nämlich die Vermittlung des Vertrages erbringt.

Sonst habt ihr nämlich die komplette Vermietung in den Büchern.

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Bei der Steuerschuld würde ich nicht ansetzen, sondern beim Plan.

Warum sollte der Vermieter zweimal Miete kassieren (so schreibst Du das)?

Hallo, der Plan war... Auf der Seite werden Wohnungen zum buchen angeboten.

Gast zahlt vollen Betrag (Gebühr + Unterkunft ) und muss nur noch anreisen. Den Rest erledigen wir... also Punkt 2. Jedoch bin ich mir nach meinen Recherchen nicht mehr sicher. Der Vermieter kassiert natürlich nicht zweimal miete., deswegen "1 oder 2" :) - 1. Ist meine Überlung um "meine" Steuerschuld in DE zu behalten da der Vermieter ja im Ausland ist.

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Nimm Punkt 1. So funktionieren alle Portale, egal ob es um Ferienunterkünfte oder Mietwagen geht. Dann bist Du nur Vermittler und fein raus, wenn es nicht klappt. Es ist ja nicht möglich Verträge zu lasten dritter zu schließen.

Alles andere wird nicht funktionieren und hat zahlreiche Fallstricke. Überlege mal ob Du überhaupt ein Objekt vermieten kannst, indem Du keinen Vertrag mit dem Eigentümer hast. Das wäre ja Betrug. Du müsstest also die Objekte alle anmieten. In bestehende Geschäfte kannst Du Dich auch nicht einschalten.

Hallo und vielen Dank! Hab ich mir fast gedacht das dies die bessere Lösung wäre.

Zum Vertrag mit dem Mieter, es gibt einen Vertrag/AGB für Vermieter der sich auf das Grundsäzliche bestimmt damit die Vermittlung Reibungslos verlaufen kann. Unter Punkt 2. würde ja der Vertrag zustandekommen sobald eine Buchung erfolgt und wir diese an den Vermieter weitergeben, also die FeWo "anmieten" und der Vermieter die Rechung an uns stellt... geht das?

Habe nun eine andere Frage aus deiner Antwort. Würden wir als Kleinunternehmen die FeWo im gebuchten Zeitraum Mieten und daher weitere Vermitteln, wie ist es dan mit der Steuer bzw. müssten wir in diesem Fall eine Umsatzsteuernummer benötigen?

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@vincenz87

Du solltest Dir das Ganze nicht selbst zusammenbasteln. Wie man aus Deinen bisherigen Äußerung ersehen kann, hast Du wenig bis keine Ahnung. Auch ein Forum wie dieses ist wenig hilfreich - auf zum Steuerberater.

Der wird Dich dann als erstes fragen, was ein Kleinunternehmen ist. Dann wird er Dir erklären, dass ein Gewerbe automatisch eine Steuernummer bekommt (logischerweise gilt die auch für die Umsatzsteuer).

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