Vermietung: Wieviel qm darf die tatsächliche Größe von der angebenen Größe abweichen?

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4 Antworten

10%.

Weicht die Fläche mehr als 10% zum Nachteil des Mieters vom im Vertrag angegebenen Wert ab, darf er die Miete entsprechend reduzieren.

Ein Vermieter, der nicht die genaue Größe seiner Objekte nicht kennt fällt ein gewisses Maß an Inkompetenz zu. Wenn dies Methode hat tangiert es ggf. schon einen Straftatbestand.

Kevin1905 28.03.2015, 08:37

Einmal "nicht" zu viel. Beiträge vor Kaffee >.<

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Im Gegensatz zum Kauf, der das Objekt als solches betrifft, erfolgt die Miete i.a. auf Basis einer Flächenmaßzahl. Daher ist hier durchaus die Größe relevant. Gewisse Abweichungen in beide Richtungen müssen toleriert werden, wenn dies nicht zu Mietbeginn bereits geklärt werden kann. Misst also  ein Mieter die Wohnung nach und findet eine Abweichung von -5% gegenüber dem Mietvertragsentwurf, so ist kann er auf einer Korrektur der Angaben bestehen. Findet man das erst später heraus, so sind +/- 10% zu tolerieren.

Lies hierzu auch dies: http://www.bmgev.de/mietrecht/urteile/detailansicht/mieterhoehung-und-abweichung-der-mietvertraglich-vereinbarten-von-der-tatsaechlichen-wohnflaeche.html

Snooopy155 28.03.2015, 09:33

Da dem Mitglied Althaus ja die Unstimmigkeit bei der Wohnungsgröße aufgefallen ist, sollte er in einem Mietvertrag die korrekte Wohnungsgröße angeben und sich nicht auf Schummeln verlassen, denn hier ist es aktenkundig, dass er um den Sachverhalt der Wohnungsgröße bescheid wußte und ein Richter wird dies im Streitfall sicherlich als Anlass nehmen keine 10% Abweichung zuzugestehen.

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althaus 28.03.2015, 10:06
@gandalf94305

Die Unstimmigkeit ist im Moment reine Vermutung und muss noch geprüft werden. Tatsache ist jedoch, daß das Schlafzimmer kleiner ist als ausgewiesen.

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"Nur wenn die tatsächliche Quadratmeterzahl von den Angaben des Mietvertrags um mehr als zehn Prozent abweicht, haben Mieter eine Chance im Streit mit dem Vermieter. So hat es der BGH 2004 in einem Grundsatzurteil entschieden (BGH Az. VIII ZR 295/03). Das gilt seit einem Grundsatzurteil vom März 2011 auch für möblierte Wohnungen (Az. VIII ZR 209/10).“  http://www.focus.de/immobilien/mieten/tid-17503/wohnflaeche-welche-abweichung-bringt-geld_aid_488194.html    

Du kaufst doch wohl und mietest nicht. M.E. ist das deshalb die falsche Frage. Die mietrechtlich zugebilligte Toleranz von 10% ist kaufrechtlich ohne Bedeutung.

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