Vermietung von Immobilie in Erbengemeinschaft

2 Antworten

Da brauche ich garnicht groß ins Gesetz zu schauen:

Auf jeden Fall wäre nach den Regeln über die Geschäftsführung ohne Auftrag eine Vermietung der Immobilie als ordnungsgemäße Bewirtschaftung zulässig. Alternativ könnte man im Rahmen der Vorschriften über die BGB-Gesellschaft an Notgeschäftsführung denken.

Wie das Ganze dann steuerlich zu organisieren wäre, mag Dir ein anderer erklären. Steuerlich müßte das ja schon sauber aufgeteilt werden und da fällt mir jetzt nichts zu ein. Vielleicht schaut EB mal vorbei wenn er sich entknittert hat.

Allerdings kann ich das auch mit der Grundbuchsituation nicht nachvollziehen. Im Todesfall wird das Grundbuch doch immer berichtigt und mir fehlt deshalb der Glaube daran, dass das wirklich so sein sollte wie von Dir beschrieben.

Ich hol mir nur rasch einen Kaffee...

Unabhängig von der zivilrechtlichen Lage ist, sofern vermietet wird, für die EG eine Feststellungserklärung abzugeben. In dieser werden zum einen die Vermietungseinkünfte erklärt und zum anderen, wer in welcher Höhe an diesen Einkünften beteiligt ist.

In diesem Fall würde ich als 82%ige Miteigentümerin eben meinen Anteil mit 82% erklären und die restlichen 18% mit "unbekannt" ausweisen. In einem Begleitschreiben würde ich das Finanzamt über die Lage aufklären, denn die Nachfrage käme sowieso.

Falls umsatzsteuerpflichtig vermietet wird, ist die EG insgesamt Unternehmer. Bei der Umsatzsteuer gibt es sowas wie "Anteile" nicht.

. Im Todesfall wird das Grundbuch doch immer berichtigt

Auch das Grundbuchamt kann nur berichtigen, wenn es was weiß. Hier ist einfach die notwendige Berichtigung unterblieben.

Das ist steuerlich unbeachtlich, denn das Problem des zutreffenden Grundbucheintrags ist ein grundbuchrechtliches, kein steuerrechtliches.

1
@EnnoBecker

Das muß ein starker Kaffee gewesen sein!

Zum GBA die Anmerkung, dass bei Kenntnis von Todesfällen von dort aus auf Grundbuchberichtigung hingewirkt wird, notfalls mit Zwangsgeld. Ohnehin wäre es eine Nachlässigkeit in eigener Sache das nicht zu melden, denn innerhalb der ersten beiden Jahre nach dem Todesfall ist die Berichtigung kostenfrei. Und meine Zweifel an der Sachverhaltsdarstellung beruhen auf Erfahrung in solchen Sachen. Habe schon erlebt, dass jemand treuherzig erklärt hat, er habe da ein Haus und es hat sich herausgestellt, dass die -getrennt lebende- Frau Gattin Eigentümer desselben oder -noch schlimmer- der Kasten nur gemietet war. Allein ein aktueller Grundbuchauszug ist da in der Lage Dichtung von Wahrheit zu scheiden.

0
@Privatier59

Gut, ich denke, die steuerliche Seite ist genug beleuchtet.

Dass viele Leute nicht zwischen Mein und Dein unterscheiden können und auch nicht im Sachenrecht ganz sicher sind, beweisen hier die vielen Fragen, die ein kalligrafisches Element an der Immobilie als rechtsfindend beurteoilen (vulgo: "überschreiben"). Deshalb muss das GBA darauf hinwirken, dass berichtigt wird, soweit klar.

Wenn aber das GBA keine Kenntnis hat vom Erbfall und auch der Erbe keine solche Kenntnis hat, kann auch das Problembewusstsein nicht entstehen.

Wir kennen hier nicht die grundbuchliche Lage, aber es dürfte wohl ausgeschlossen werden können, dass der Erbauer des Hauses noch als Eigentümer drinsteht. Das hätte nicht mal Jopi Heesters hinbekommen.

0

a) sonst fehlt die Legitimation.

Etwas unklar, warum die Bewohnerin bei dieser Fallschilderung 82 % besitzen sollte, aber das ist für die Antwort irrelevant.

Erklärung zur einheitlichen und gesonderten Feststellung

Wir, drei Geschwister, sind eine Erbengemeinschaft nach dem Tod der Mutter im Februar 2010. Die Kapitalerträge des Jahres 2010 sind lt. Jahressteuerbescheinigung unter Berücksichtigung des Freistellungsbetrags auf den Namen der Mutter angerechnet worden, und Kapitalertragssteuer wurde entsprechend abgeführt. Wie können wir drei Geschwister uns jetzt die gezahlte Kapitalertragssteuer wieder erstatten lassen, da die Mutter Anfang Februar verstorben ist und folglich 10 Monate unserem Einkommen zugerechnet werden müssten. Wir schöpfen unsere Freistellungsbeträge nicht aus und müssten die Kapitalertragssteuer doch zurück bekommen.

...zur Frage

Erbengemeinschaft - bleibt die bestehen, wenn man nicht veräussert?

Durch den Tod meiner Vaters sind meine Mutter und ich eine Erbengemeinschaft geworden, die auch so im Grundbuch eingetragen ist. Bleibt die ewig bestehen, wenn man die Immobilie nicht veräussert?

...zur Frage

Haus geerbt - Auszahlung der Miterben und Modernisierung in einem Kredit?

Guten Tag,

mir drängt sich aktuell folgende Frage auf (wir werden zu dem Thema selbstverständlich auch das Gespräch mit verschiedenen Banken suchen).

Wir haben das Haus meiner Schwiegermutter vererbt bekommen. Testamentarisch wurde vereinbart, dass die Geschwister meiner Partnerin mit Summe X ausbezahlt werden. Die Kosten für die Modernisierungsmaßnahmen belaufen sich auf ca. 80-110% des aktuellen Wertes des Hauses, die auszubezahlende Summe beträgt nochmals 50% des aktuellen Werts des Hauses.

Um das Ganze einmal mit fiktiven Zahlen darzustellen:

Aktueller Wert: 100.000
Darlehnsumme für Modernisierung: 110.000
Darlehnsumme für Auszahlung: 50.000
Gesamtdarlehn: 160.000

Die Frage die sich mir an der Stelle aufdrängt ist die Folgende:

Würde eine Bank in einem solchen Szenario überhaupt einen Kredit geben?

Das die Darlehnssumme für die Modernisierung der Immobilie ggf. höher ist als der aktuelle Wert, sollte ja kein Problem sein, die Modernisierung steigert ja weiterhin den Wert des Objekts - denke ich jedenfalls.
ABER: Die Bank hat ja an sich nichts davon, die Auszahlung an "Miterben" über ein Baufinanzierungsdarlehn mit zu finanzieren, oder irre ich?

Danke für die Auskunft!

...zur Frage

Immobilie geerbt, teils vermietet, wie macht die Erbengemeinschaft die Steuererklärung?

Ich hoffe, ich finde bei Euch Antwort: Meine Geschwister und ich haben im letzten Jahr ein Haus geerbt- vermietet.zumindest zum Teil. Wir wollen es alle nicht behalten und suchen einen Käufer. Wie muß die Steuererklärung nun aussehen-machen wir die als Erbengemeinschaft für 2013? Oder Erträge anteilig jeder bei sich in der Steuer angeben?

...zur Frage

Jugendamt stellt Forderung nach Unterhaltsschulden ein, da laufender Unterhalt gezahlt wird!

Hallo und Guten Abend!

Hier eine kurze Zusammenfassung der aktuelle Situation:

Der Kindsvater meiner fast 16-jährigen Tochter hat über 26.000.- € Unterhaltsschulden bei mir, es besteht eine Beistandschaft durch das Jugendamt.

Die Unterhaltsnachzahlung durch eine Erbschaft, die der Kindsvater im November 2009 erhielt ( Erbengemeinschaft einer hochwertigen Immobilie) ging bereits durch mangelnde Initiative des Jugendamtes gegenüber der Erbengemeinschaft verloren. Angeblich liegt ein Strafantrag seit weit über einem Jahr des Staatsanwaltschaft vor, aber bis heute geschah rein gar nichts.

Kluger Weise hat einer der Miterben seit ca. 7 Monaten den laufenden Unterhalt für meine Tochter bezahlt. Erst war ich mehr als verwundert darüber, jetzt kristallisiert sich der Hintergrund heraus.

Die erneute Erbschaft einer weiteren Immobilie für den Kindsvater und die selbe Erbengemeinschaft im Dez.2011.......

Dies wurde dem Jugendamt Anfang dieses Monats gemeldet, in der Hoffnung, das wenigstes hierbei ein Teil der Unterhaltsschulden beglichen wird.

Die Antwort des Jugendamtes:

Solange der gesetzliche Mindestunterhalt für Ihr Kind monatlich gezahlt wird werde ich im Rahmen der Beistandschaft nichts weiter veranlassen!

Ist das Jugendamt nicht verpflichtet im Rahmen einer Beistandschaft jede Möglichkeit wahr zu nehmen, zu dem laufenden Unterhalt auch Unterhaltsschulden, bei positiv veränderten finanziellen Verhältnissen des Unterhaltsschuldners Pfändungen vorzunehmen? Gibt es da nicht gesetzliche Grundlagen?

Leider habe ich nicht die finanziellen Mittel, mich durch einen Anwalt rechtlich beraten zu lassen. Vielleicht hat ja jemand hier schon ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir entsprechend dazu etwas sagen.

Vielen Dank

Anni

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?