Vermieter meldet Eigenbedarf an - muss er dies beweisen?

2 Antworten

Wenn der Vermieter die Voraussetzungen des Eigenbedarfs nicht konkret darlegen und beweisen müßte, wäre der gesamte Mieterschutz des BGB aushebelt. Selbstverständlich muß der Vermieter die tatsächlichen Voraussetzungen des sogenannten berechtigten Interesses (vgl.: http://dejure.org/gesetze/BGB/573.html ) an der Kündigung nicht nur detailliert darlegen, sondern auch beweisen können. Das wird dann wenn die Rechtmäßigkeit der Kündigung angezweifelt wird, im Prozeß auch nachgeprüft.

Ja , denn Eigenbedarf liegt erst dann vor, wenn der Vermieter vernünftige und nachvollziehbare Gründe nennen kann, warum er oder eine begünstigte Person die Wohnung beziehen will . Er muß im Kündigungsschreiben schriftlich begründen, für welche Person er die Wohnung benötigt , und er muß einen konkreten Sachverhalt beschreiben, auf den er das Interesse dieser Person an der Wohnung stützt.

Gruß Z... .

Fragwürdiger Eigenbedarf, Vermieter drängt Mieter zum Aufhebungsvertrag, was tun?

Der Vermieter kündigt Eigenbedarf nach nur 3 Jahren Mietdauer an. Er ist alleinstehend und möchte nun in die 100 qm Wohnung einziehen. Wahrscheinlich ahnt er, dass er mit der Eigenbedarfskündigung wenig Chancen hat und versucht den Mieter zum Unterschreiben eines Aufhebungsvertrages zu drängen. Der Mieter hat diesen Fall seinem Anwalt übergeben. Der Anwalt hat den Vermieter angeschrieben und ebenfalls einen Vorschlag auf Einigung, jedoch zu anderen Konditionen, unterbreitet. Der Vermieter geht darauf nicht ein, sondern ignoriert einfach den Anwalt und steht erneut beim Mieter vor der Tür, um ihn wieder zur Unterschrift zu drängen. Der neue Aufhebungsvertrag fällt noch schlechter aus. Der Mieter fühlt sich genötigt, hat deshalb ja schon den Anwalt eingeschaltet. Was soll er tun, wenn der Vermieter ihn weiter bedrängt und den Anwalt einfach ignoriert?

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