Vermieter-freundlicher Mietvertrag? Einige ungewöhnliche und fragwürdige Klauseln!

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn auch viele Klauseln im Mietvertrag rechtlich nicht durchzusetzen sind, so ist doch Ärger vorprogrammiert.

Entweder Du nimmst in Kauf, dass Du dauernd mit dem Vermieter im Clinch liegst, oder Du begibst Dich auf die Suche nach einer anderen Wohnung.

Ich wüsste was ich täte, weil meine Nerven diesen Zirkus nicht mitmachen möchten ;-))

Du beschreibst lediglich die Mietvertragsklauseln. Für sinnvolle Aussagen muss man den genauen, also vollständigen Wortlaut kennen.

Gucke Dir doch bitte einfach mal die Kommentare des Deutschen Mieterbundes zu BGH-Urteilen an: http://www.mieterbund.de/bgh-urteile_2010.html?&no_cache=1 dann verstehst Du besser, was ich damit meine.

Wie Privatier59 meine ich, dass man über unwirksame Klauseln nicht streiten sollte, sondern nur über belastende Klauseln. Da könnte man das Diskutieren anfangen, wenn man die Wohnung nicht unbedingt braucht. Das Diskutieren bedarf aber stets der sehr zurückhaltenden, höflichen Nachfrage, warum der Vermieter dies oder das so gerne haben möchte.

(7) Bei längerer Abwesenheit (länger als drei Tage) des Mieters hat er die Schlüssel an einer für den Vermieter schnell erreichbaren Stelle zu hinterlegen und dem Vermieter die Hinterlegungsstelle mitzuteilen. --> Muss das sein? Ich bin projektbedingt ab und zu 5 Tage die Woche weg.

(8) Haftung für entgangenen Mietzins bei fristloser Kündigung des Vermieters (...) --> Was ist denn mit dem Mieter, wenn dieser fristlos kündigt, wenn insb. der Vermieter seinen Pflichten nicht nachgekommen ist? Wird dem Mieter die neue Wohnung bezahlt?

Besten Dank für Eure Hilfe!

AchillesMD

(7) ist doch ganz praktisch - auch für Dich - oder kennst Du niemanden für eine Hinterlegung?

Dazu noch ein Link: http://www.das-grundeigentum.de/ge-02.02-f.php3?id=2307

Ich hätte jetzt einfach mal die Fragen: Ist das ein gewerblicher oder privater Vermieter? Ist das ein vom Vermieter selbstbewohntes Zweifamilienhaus?

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Renovierung

Hallo zusammen! Folgender Sachverhalt: Meine Tochter hat im letzten Jahr von der Gebag eine unrenovierte Wohnung angemietet und bekam für die Renovierung von der Wohnungsbaugesellschaft Euro 350,- ; so wie andere für die Dauer der Renovierung mietfrei wohnen können. Im Übergabeprotokoll wurden alle Schäden festgehalten und die Wohnung wurde wegen dem Renovierungsgeld als renoviert ausgewiesen!

Im Mietvertrag stand nichts von einer Renovierung bei Auszug!

Nun ist sie ausgezogen und die Gebag hat ihr gesagt, das wenn der neue Mieter die Wohnung so übernimmt, sie weder Tapeten abreißen noch streichen muß! Im Gegenteil! Gesonderte Wünsche des Nachmieters wurden von ihr noch berücksichtigt. Die Mustertapete sollte abgerissen werden u.s.w.,! Bei der gestrigen Übergabe wurde dann alles seitens der Gebag verworfen. Hier wurden ihr nicht sogar alle bereits ermittelten Schäden bei Einzug in Rechnung gestellt, sondern man teilte ihr mit, das der Nachmieter zwar die Wohnung so übernimmt, sie jedoch die Neurenovierung des Nachmieters von ihrer Kaution bezahlen muß. Obwohl sie bei Einzug im letzten Jahr die Wohnung genauso übernommen hat, wurden ihr jetzt sogar Euro 570,- abgezogen! Also noch Euro 220,- mehr, als sie selbst für den gleichen Zustand der Wohnung bei Anmietung von der Gebag bekommen hat. Ich habe dann im Auftrag UNTER VORBEHALT das Übergabeprotokoll unterschrieben, da die Gebag nicht nur Druck ausgeübt hat, sondern noch frech geworden ist. Der Nachmieter bekommt also jetzt für die Renovierung, obwohl er sich einverstanden erklärt hat, diese so zu übernehmen Euro 570,- von der Gebag, bzw., von der Kaution meiner Tochter! Das kann doch nicht rechtens sein oder irre ich mich jetzt? Hätte man meiner Tochter gesagt, das sie die Tapeten abreißen muß, bzw., streichen muß, hätte sie es getan! Und auch auf das Renovierungsgeld im letzten Jahr von der ARGE hat sie verzichtet, da die Gebag ihr das mit der Begründung nahegelegt hat, das sie etwas mehr bezahlen. Auch hier hieß es bei der gestrigen Übergabe seitens der Gebag. "Nun ja, hätten sie das Geld seinerzeit von der ARGE genommen, hätte die Wohnung als unrenoviert gegolten und dann wäre Ihnen auch nichts von der Kaution abgezogen worden!" Mal abgesehen davon, das meine Tochter einen RA zu Rate zieht, wüßte ich vorab ganz gerne mal, wie denn die Rechtslage ist.

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