Vermieter erlaubt Hundehaltung nicht ohne Begründung?

2 Antworten

Nicht nur mit einer Abmahnung darfst Du rechnen, es kann durchaus auch eine Kündigung zur Folge haben.

Denn:

Man nimmt dann nicht trotz Verbot den Hund mit in die Wohnung.

Richtig wäre:

Man verklagt den Vermieter auf Zustimmung, die Chancen sehe ich hier mehr als sehr gut, dann holt man den Hund zu sich.

Ich würde, ehrlich gesagt, ungerne direkt juristisch vorgehen, auch wenn ich weiss dass mir die Zustimmung zusteht. Schließlich kann es auch so enden, dass der Vermieter sich gar nicht dazu entscheidet eine Abmahnung zu erteilen und einfach still die Hundehaltung hinnimmt, den Aufwand ist es ja in dem Fall kaum wert. Deshalb bezog sich meine Frage darauf, ob nach der Abmahnung, die vor der Kündigung sowieso erfolgen und begründet sein muss, ob ich da Chancen hätte notfalls auch juristisch zu gewinnen. Dass eben auch der Vermieter weiss, dass seine Abmahnung ins Nichts führen könnte, da der Fall sowieso für mich spricht, oder nicht?

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Ich wohne seit 3 Monaten in meiner Wohnung, im Haus wohnen bereits 3 Hunde

Gehören die anderen Wohnungen auch deinem Vermieter, das könnte deine Chancen nämlich (deutlich) erhöhen.

Dieser begründet das Verbot aber mit seiner "schlechten Erfahrung" in der Vergangenheit.

Das ist zwar etwas dünn, aber eine Begründung an sich ist das schon.

Es handelt sich hier um einen kleinen 2kg Hund, der bereits mittleren Alters ist und auch haftpflichtversichert.

Da könnte man ja fast noch von Kleintier sprechen. Haftpflichtversicherung ist allerdings kein Argument, sondern eigentlich selbstverständlich.

Dass ich mit einer Abmahnung rechnen könnte, weiss ich, aber wird diese auch durchgesetzt werden können wenn absolut nichts gegen die Hundehaltung spricht und sie rechtlich gesehen auch gar nicht so willkürlich verboten werden darf? Vor allem nicht bei seiner Begründung?

Das ist deine Ansicht, die im Zweifel durch ein Gericht bestätigt werden müsste. Einfach so machen würde ich an deiner Stelle nicht, das sieht vor Gericht nicht unbedingt gut aus, wenn man trotz Verbot sich darüber hinwegsetzt. Was Alarm67 schreibt ist genau richtig, wenn man sich absolut nicht anders einigen kann. Aber auch dann besteht ein gewisses Restrisiko, dass das Gericht die Zustimmung nicht erteilen wird. Und was das Verhältnis zum Vermieter angeht, wird sich eine Klage bestimmt nicht gerade positiv auswirken.

Ja, das gesamte Haus bzw. alle Wohnungen gehören ein und demselben Vermieter. Ich hoffe eher darauf, dass bei solch einer lächerlichen Angelegenheit wie der Haltung eines 2kg Hundes, der versichert ist, keine Probleme macht, die Nachbarn nicht stört usw. es zu keinen Abmahnungen kommt oder aus rein logischer Sicht der Vermieter darauf verzichten würde. Schließlich ist meines Erachtens nach das Recht eher auf meiner Seite, da allein das willkürliche Verbieten mittlerweile gar nicht mehr "erlaubt" ist.

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@bml041318

Dennoch sind die Klauseln auf Zustimmung des Vermieter wirksam/rechtmäßig!

Und wenn Du dich, obwohl Du dich vermutlich im Recht befindest, dagegen auflehnst, sieht es eher schlecht für Dich als für den Vermieter aus.

Bei einer Kündigung wirst Du dann vermutlich das nachsehen haben, nur weil Du dich nicht an die Formalien hälst und den Rechtsweg nicht einschlagen willst.

Ist eine Einigung mit dem Vermieter nicht möglich, Du nimmst dennoch ohne Zustimmung den Hund auf, spielst Du mit dem Feuer.

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@bml041318

Das Recht ist dann auf deiner Seite, wenn du richtig vorgehst. Aber da der Vermieter anderen Parteien die Hundehaltung erlaubt, sieht das nach Willkür aus und somit wäre das Verbot für dich auch tatsächlich mit guten Erfolgsaussichten angreifbar. Vielleicht solltest du ihn erstmal über einen Anwalt (spezialisiert auf Mietrecht) auffordern, die Zustimmung zu erteilen. Das kostet zwar ein bisschen was, aber dass du einen Anwalt einschaltest, wird dann schon einen anderen Eindruck hinterlassen und der wird in seinem Schreiben auch gute Argumente anführen, unterlegt durch entsprechende Urteile, warum der Vermieter die Zustimmung besser erteilen sollte.

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