Vermieter stimmt Kündigung nicht zu

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hi Naldo, ist auch nicht vorgesehen einer Kündigung zuzustimmen. Das ist eine einseitige Willenserklärung die Dein Vermieter akzeptieren kann oder gerichtlich dagegen klagen kann. Habt Ihr wohl grad eine super Wohnung in Aussicht? Fristlos zu kündigen ist bei der Situation nicht ohne Risiko, auf jeden Fall ordtendlich kündigen. Sehr hilfreich wäre ein ärztliches Attest das empfiehlt sofort die Lebensumstände zu ändern. Gibt es eine Lärmmessung? Also da sind noch zu viele Fragen offen, aber die fristgemäße Kündigung auf keinen Fall vergessen. LG williamsson

Ihr könnt noch ordentlich kündigen, um einigermaßen sicher aus der Nummer und dem Vertrag rauszukommen. Wenn die fristlose Kündigung nämlich wirkungslos ist und ihr einfach auszieht, dann zahlt ihr doppelt Miete.

Der Vermieter muss einer Kündigung nicht zustimmen, auch keiner fristlosen! Ob Eure Gründe für eine fristlose Kündigung gerichtsfest sind, werden ihr dann noch sehen. Aus der Fragebeschreibung kann man dazu jedenfalls nichts sagen.

Hallo Naldo1984, für meine Begriffe hast du den Lärm einfach zu lange hingenommen. Mietminderung hättest du schon zu Anfang androhen und durchziehen sollen. Was soll's, hier habe ich etwas für dich. So kommst du evtl. doch früher aus dem Vertrag : http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/a1/anmahnung.htm K.

haben wir fristlos gekündigt aber der Vermieter stimmt nicht zu!

Er akzeptiert eher die fristlose Kündigung nicht - und das ist nachvollziehbar :-(

Denn auch ich wage zu bezweifeln, dass es nach nunmehr 2 Jahren währender (!) häufiger Lärmbelästigung nun auf ausgerechnet 2 Monate ankommt, auszuziehen :-(

Und genau das sieht § 543 (1) S. 1 BGB nun einmal zwingend vor: "Ein wichtiger Grund liegt [...] vor, wenn dem Kündigenden unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls, insbesondere eines Verschuldens der Vertragsparteien, und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der Kündigungsfrist [...] nicht zugemutet werden kann."

Euer Vermieter ist dieser Auffassung, dass es einem "wichtigen Grund" und "Unzumutbarkeit" eben mangelt.

Und die Chancen stehen gut, dass sich das Gericht seiner Auffassung anschliesst, dass man nach zwei Jahren Duldung nun durchaus zwei Monate auch noch ausharren kann :-(

Was können wir tun?

Nun, ihr habt zwei Möglichkeiten: Ihr zieht fristlos aus und riskiert eine kostenpflichtige Klage, die euch eure Kaution oder ein Monatsgehalt kosten dürfte oder ihr kündigt hilfsweise ordentlich mit Dreimonatsfrist.

G imager761

Die Kündigung ist eine einseitig rechtsgestaltende Willenserklärung. Der braucht der Empfänger nicht zuzustimmen. Ob allerdings eine Lärmbelästigung die schon zwei Jahre andauert nun auf einmal Grund zur außerordentlichen fristlosen Kündigung geben kann, mag schon angezweifelt werden. Sind die im Gesetz genannten Kündigungsgründe vorhanden? Schau selber mal nach:

www.gesetze-im-internet.de/bgb/__569.html

Wenn durch den Lärm ganz konkrete sich nunmehr verstärkende und nachweisbare Gesundheitsstörungen vorhanden sind, würde ich den Kündigungsgrund für die fristlose Kündigung bejahen. In allen anderen Fällen würde ich aus Gründen der Sicherheit lieber die ordentliche Kündigung mit den drei Monaten gesetzlicher Kündigungsfrist aussprechen.

Du mußt Dich also entscheiden. In JEDEM Fall aber würde ich neben der fristlosen hilfweise auch die fristgerechte Kündigung aussprechen.

Polizei war auch ständig da kann man da mal nachfragen ob die eine Auflistung machen falls es vor Gericht geht?

0
@Naldo1984

Kann ich natürlich so nichts zu sagen. Man müßte die Auflistung sehen. Aber, das Risiko ist für Dich nicht unerheblich!

0

Fristlos kündigen - das ist leider gar nicht so einfach !!!

Man muss schon sehr gravierende Gründe vorbringen können, die ein weiteres Verbleiben in der Wohnung unmöglich machen - ich vermute, das mit Lärm zu begründen, sicherlich ziemlich aussichtslos.

Fristgemäß kündigen macht mehr Sinn: Für den Mieter gilt einheitlich die Dreimonatsfrist

BGB § 573c Fristen der ordentlichen Kündigung

(1) Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig. Die Kündigungsfrist für den Vermieter verlängert sich nach fünf und acht Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um jeweils drei Monate.

die fristlose Kündigung könnt ihr aussprechen und auch ausziehen. Das Risiko einer Klage vermieterseitig bleibt und damit für euch ein monetäres Risiko.

Wenn ihr 2 Jahre den Lärm ertragen habt, dann ist die Frage, was ihr dem Vermieter mitgeteilt hat und ob es eine Androhung von Konsequenzen gab.

Wieso kündigt ihr nicht einfach, wie im Gesetz festgelegt?

Was möchtest Du wissen?