Verlustvortrag aus Aktienverlusten - wie lange kann man den "mitziehen"?

2 Antworten

Der Verlustvortrag (§ 10 d EStG) ist zeitlich unbegrenzt.

Aktienverlust bedarf ERgänzung. das ist § 20 Abs. 6 EStG und ebenso zeitlich unbegrenzt.

Aber eben nur mit gleichartigen Erträgen.

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@wfwbinder
zeitlich unbegrenzt.

Nach derzeitiger Gesetzeslage.

Man darf aber damit rechnen, dass der Gesetzgeber irgendwann auf die Idee kommen wird, Verluste abschmelzen zu wollen. Dann wird es ein Verfahren vor dem BVerfG geben, indem diese Regelung kassiert wird und der Gesetzgeber wird eine völlig andere Regelung erlassen, die aber dieselbe ist, die gerade kassiert wurde - und ab da sind die Verluste dann wech.

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@EnnoBecker

Das fällt alles in den Bereich: "man sollte es mal ganz neu schreiben" damit es einfach, weniger kompliziert, wird.

Über mache Regelungen, die absolut schwachsinnig sind, aber von Politikern für ihr Klientel am Leben gehalten werden, darf man gar nicht nachdenken.

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Wenn der Verlustvortrag auf Verluste aus Aktiengeschäften von vor 2009 (Einführung der Abgeltungssteuer) zurückgeht, so werden diese Verluste zwar nach aktueller Gesetzeslage quasi lebenslang vorgetragen, wenn sie nicht genutzt werden, aber sie können letztmalig bis Ende 2013 mit Gewinnen aus Wertpapieren verrechnet werden. Ab 2014 ist nur noch eine Verrechnung dieser Verluste mit mit Gewinnen aus "privaten Veräußerungsgeschäften" möglich. Das wären also beispielsweise Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien oder Gold. Nachzulesen in etwas verklausulierter Form im §52a Abs. 11 EStG.

Wenn der Verlustvortrag durch Bescheinigung von Verlusten aus Wertpapiergeschäften nach Einführung der Abgeltungssteuer entstand (Verlusttopf Aktien), dann wird dieser auch nach aktueller Gesetzeslage lebenslang vorgetragen, jedoch können hier weiterhin Verrechnungen mit Gewinnen aus Aktiengeschäften erfolgen.

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